Europawahl: Union, SPD und AfD wollen Deutsch stärken
ID: 1063471
Sprache in der EU besserstellen. Das ist das Ergebnis einer Befragung
der Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT. Die Grünen sehen hingegen die
deutschen Sprache nicht benachteiligt. Die FDP wiederum setzt sich
für mehr Englisch ein, "Die Linke" für die Sprachen der "Sinti und
Roma". Die DEUTSCHE SPRACHWELT hatte allen Parteien dieselbe Frage
gestellt: "Wie wollen Sie die Stellung der deutschen Sprache in der
Europäischen Union stärken?" Ergänzend wurden die Wahlprogramme
untersucht. Die Sprachzeitung will damit denjenigen Wählern bei der
Entscheidung helfen, die ihre Stimmenvergabe auch davon abhängig
machen, welchen Standpunkt eine Partei hinsichtlich der Sprache
vertritt. Alle Ergebnisse sind hier zusammengestellt:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/archiv/Europawahl_2014.pdf
Die Benachteiligung der deutschen Sprache in der EU müsse beendet
werden, meint die CSU. In ihrer Antwort an die DEUTSCHE SPRACHWELT
stellt die Partei zehn Forderungen auf. Unter anderem sollen deutsche
Abgesandte in EU-Gremien Deutsch sprechen. Nach Ansicht der CDU
sollen die Parlamente "erst dann über europäische Vorhaben im Wege
der Mitberatung entscheiden, wenn eine amtliche Übersetzung in
deutscher Sprache vorliegt."
Die SPD antwortet: "Die Bedeutung der deutschen Sprache muss in
den Institutionen der Europäischen Union stärker zur Geltung kommen."
Die Übersetzungspraxis müsse sich daher ändern und die
"Kommunikationslücke" zwischen EU und Bürgern geschlossen werden.
Spitzenkandidat Martin Schulz hatte bereits vor zehn Jahren in der
DEUTSCHEN SPRACHWELT über die EU-Kommission geklagt, die "Englisch
als Basissprache" durchsetze. Die AfD spricht von einer "längst
überfälligen Aufwertung" der deutschen Sprache. Dies sei ein Ziel
"auch über den Wahltag hinaus".
Die FDP hat im Vergleich zu 2009 die Forderung aus ihrem Programm
genommen, die deutsche Sprache zu stärken, und konzentriert sich nur
noch auf Englisch, das die allgemeine "Zweitsprache in Europa" werden
solle.
Alle Antworten und Ergebnisse:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/archiv/Europawahl_2014.pdf
Martin Schulz 2004:
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/euro/schulz.shtml
http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2014-05-23.shtml
Pressekontakt:
Thomas Paulwitz
Telefon 09131/480661
http://www.deutsche-sprachwelt.de
schriftleitung@deutsche-sprachwelt.de
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Datum: 23.05.2014 - 10:05 Uhr
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