Ermittlungen der Zollbehörden zeigen Gefahren des illegalen Vertriebswegs bei Arzneimitteln
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Schlankheitsmittel, Schmerzmittel, Antidepressiva und andere
Arzneimittel als Tabletten, Kapseln und Ampullen haben deutsche
Zollbehörden im Rahmen der Aktionswoche Pangea VII aus dem Verkehr
gezogen. Diese Arzneimittel fanden sich in 816 Briefen und Päckchen,
die abgefangen wurden. Es handelt sich um Waren, die nicht von
legalen Apotheken, sondern von illegalen Händlern bezogen wurden.
"Die Ergebnisse dieser Aktionswoche sind erschreckend! Sie zeigen,
dass Aufklärung dringend notwendig ist. Wer Arzneimittel aus
illegaler Quelle bezieht, spielt Roulette mit seiner Gesundheit! Denn
viele diese angeblichen Arzneimittel enthalten entweder gar keinen
Wirkstoff oder aber gefährliche Inhaltsstoffe. Arzneimittel sollte
man ausschließlich über den legalen Vertriebsweg beziehen", erklärte
Reinhard Hoferichter, Sprecher des Lenkungsausschusses von securPharm
e.V.
Um diesen legalen Vertriebsweg noch sicherer zu machen und
Fälschern ihre derzeit noch genutzten Schlupflöcher zu schließen, hat
securPharm ein Sicherheitssystem für Arzneimittel entwickelt, das die
europäische Fälschungsrichtlinie hervorragend umsetzt. Seit nunmehr
einem Jahr läuft das Projekt mit ausgewählten Medikamenten und rund
380 teilnehmenden Apotheken im Echtbetrieb und zeigt, dass es
funktioniert. In diesem System machen Arzneimittelhersteller jede
Packung zu einem Unikat, indem sie einen quadratischen Data Matrix
Code aufdrucken, der eine individuelle Nummer (randomisierte
Seriennummer) enthält. Alle vergebenen Nummern speichern sie in einer
gemeinsamen Hersteller-Datenbank. Später, in der Apotheke, wird der
Code jeder Packung direkt vor der Abgabe an den Patienten
verifiziert, d. h. gescannt und damit in der Hersteller-Datenbank
abgefragt. Bei Unstimmigkeiten (Seriennummer nicht vergeben oder
schon bei einer anderen Packung gescannt worden) erhält der Patient
eine andere Packung des gleichen Medikaments, die beanstandete
Packung wird einbehalten, und der Fälschungsverdacht wird untersucht.
securPharm soll Teil eines EU-weiten Abwehrsystems gegen
Arzneimittelfälschungen werden.
"Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden!", so Hoferichter.
"Das System zeigt keine Anfälligkeiten und wir können damit den
Schutz und die Sicherheit der legalen Vertriebskette noch einmal
deutlich erhöhen. Das ist auch notwendig, denn aktuelle, von Italien
ausgehende Fälle zeigen, dass zunehmend versucht wird, Fälschungen
auch in den legalen Vertriebsweg einzuspeisen. Wir arbeiten deshalb
darauf hin, immer mehr Medikamente und Vertriebspartner in das System
einzubeziehen.
Unsere Versorgung in Deutschland ist auf einem extrem hohen
Sicherheitsniveau. Um dies dauerhaft zu halten, brauchen wir
securPharm als Schutzschild gegen Arzneimittelfälschungen.
Mittelfristig wird securPharm zudem Teil eines EU-weiten
Schutzsystems werden; ganz so, wie die europäische Richtlinie gegen
Arzneimittelfälschungen das 2011 vorgezeichnet hat."
Weitere Informationen über securPharm finden Sie unter
http://www.securpharm.de/presse.html.
Pressekontakt:
Joachim Odenbach, Tel. 030/27909-131, presse@securpharm.de
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Datum: 23.05.2014 - 11:32 Uhr
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