Amerikanischer Gesandter wird beschuldigt, im Disput um den Stausee Sarsang Partei für Armenien zu ergreifen
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Nachdem US-Diplomat James Warlick seine Unterstützung für den aus
Jerewan stammenden Vorschlag zur Schlichtung des Disputs um den
gefährdeten Sarsang-Damm zum Ausdruck brachte, wurde er beschuldigt,
Partei für Armenien zu ergreifen.
Der von den Sowjets in den 1970ern errichtete Staudamm liegt im
armenischen Besatzungsgebiet Bergkarabach und bereitet in zweierlei
Hinsicht Anlass zur Sorge. Erstens ist er stark reparaturbedürftig
und bedroht daher das Leben von geschätzt etwa 400.000 flussabwärts
lebenden Aserbaidschanern. Und zweitens verweigert Armenien, in
dessen Hand sich der Staudamm befindet, diesen Menschen während der
sengend heissen Sommermonate den Zugang zum Gewässer.
Angesichts dieser feindseligen Haltung war Aserbaidschan
fassungslos über die von Warlick mittels sozialer Medien in Umlauf
gebrachte Äusserung, Armenien könne die Ressource ja gerecht
aufteilen.
"Es geht um den Sarsang-Damm. Es wäre ein positiver Schritt, wenn
beide Parteien die Wasserquellen nutzen könnten," so Warlick, der
stellvertretende Vorsitzende der Minsker Gruppe der OSZE, die mit der
Beilegung des Bergkarabachkonflikts beauftragt wurde.
Elkhan Suleymanov, der Leiter des Verbandes für
zivilgesellschaftliche Entwicklung in Aserbaidschan, erwiderte
jedoch: "James Warlick gibt Einblick in seine abstrusen und
verrückten Ideen."
"Bis die Besatzung vorüber ist, wird Aserbaidschan weder mit
diesem Aggressor-Staat noch mit dem Separatistenregime kooperieren,
aus dem dieser Staat hervorgegangen ist," ergänzte er.
Zudem stellte Suleymanov Warlicks Handlungen vor dem Hintergrund
infrage, dass die Minsker Gruppe bei der Lösung des Konflikts zu
Neutralität angehalten ist.
Er erklärte, dass Warlick lediglich einen nicht verwendungsfähigen
Vorschlag wiederhole, den der stellvertretende Ministerpräsident des
Separatistenregimes Artur Aghabekyan im vergangenen Jahr erstmals
einbrachte.
Ferner beklagte er, dass Warlick versuche, den für den
Sarsang-Damm zuständigen Sonderberichterstatter zu beeinflussen, der
erst in der vergangenen Woche von der Parlamentarischen Versammlung
des Europarats ernannt wurde.
"Ich vertrete die Auffassung, dass Warlick seine Sichtweise
bewusst kundgetan hat, um die Untersuchung des für den Sarsang-Damm
zuständigen Sonderberichterstatters zu beeinflussen," so Suleymanov.
"Dadurch möchte Warlick dem Sonderberichterstatter und den
PACE-Mitgliedern deutlich machen, dass dies die Haltung Amerikas
ist."
Der 76 Meter hohe Sarsang-Damm staut einen 12 Kilometer langen See
auf. Als minimale erste Sicherheitsmassnahme verlangt Aserbaidschan
nach einer Zustandsbewertung vor Ort durch unabhängige Ingenieure und
Hydrologen.
Aufgrund der Unnachgiebigkeit Armeniens waren diese Experten
bislang gezwungen, sich bei ihrer Zustandsbewertung auf Luftaufnahmen
des Damms zu verlassen.
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Datum: 23.05.2014 - 19:04 Uhr
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Baku, Aserbaidschan
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