Schwäbische Zeitung: Arme Studenten - Kommentar
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Höhe. Das ist eine frohe Botschaft für die Länder - aber nicht für
die Studenten. Die lässt die Bundesregierung weiter im Regen stehen,
sie müssen noch bis Ende 2016 warten, bis sie mehr Bafög bekommen.
Viele, die jetzt studieren, werden gar nichts mehr davon haben.
Insgesamt sechs Jahre lang gibt es keine Erhöhung, das ist hart.
Zumal schon vor zwei Jahren die Bundesregierung selbst eine Anpassung
für zwingend erforderlich hielt.
Man soll nicht Junge gegen Alte ausspielen oder umgekehrt. Aber
wenn die 500 Millionen Euro für die Bafög-Novelle erst Ende 2016 drin
sind, während acht Milliarden Euro für das Rentenpaket sofort möglich
sind, fällt dies schon auf. Erst recht angesichts der Ankündigungen
der Bundesregierung, dass Bildung und Forschung höchste Priorität
genießen. Studenten, die sich mit ihren Bafög-Anträgen herumschlagen,
merken davon nach wie vor wenig.
Gut ist, dass sich auch strukturell beim Bafög einiges ändern
soll. Nur 29 Prozent der Studierenden in Deutschland beziehen Bafög,
und die Förderung ist mit den Altersgrenzen noch nicht dem neuen
Studiensystem von Bachelor und Master anpasst worden.
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Datum: 27.05.2014 - 19:00 Uhr
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