Neue OZ: Gespräch mit Ulrich Mäurer, Bremens Innensenator
ID: 1072471
Fußballspielen von der DFL zurückfordern
Innensenator Mäurer schlägt Kostenteilung bei Hochrisikospielen
vor - "Veranstalter heranziehen" - Grundversorgung "weiterhin
kostenlos"
Osnabrück.- Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) schlägt vor,
Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen von der Deutschen
Fußball Liga (DFL) zurückzufordern. In einem Gespräch mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" (Montag) sagte Mäurer: "Die Grundversorgung
müssen die Länder weiterhin kostenlos bieten. Aber ich bin schon sehr
dafür, bei Hochrisikospielen die DFL als Veranstalter der Bundesliga
für einen Teil der Kosten heranzuziehen." Allerdings wäre eine solche
Regelung "rechtlich und politisch nicht unumstritten", fügte Mäurer
hinzu. "Aber man muss ja auch ein bisschen Mut haben und etwas
versuchen", betonte er.
Er verwies auf Situationen, in denen eine Kostenumlage bereits
heute möglich sei. "Auch bei anderen Einsätzen, zum Beispiel bei
einer Polizeibegleitung bei Schwerlasttransporten auf der Autobahn,
gibt es die Möglichkeit einer Kostenerstattung. Ein ähnliches Prinzip
könnte hier greifen", schlägt der Innensenator des kleinsten
Bundeslandes vor. Grundsätzlich seien "die meisten" seiner
Amtskollegen in den Bundesländern "sehr dafür, Maßnahmen gegen die
Gewalt in Stadien und auf den Wegen dorthin und wieder zurück
anzugehen", sagte Mäurer. "Ob ich bei dem Vorschlag, sich die Kosten
zurückzuholen, von Anfang an eine Mehrheit bekomme, weiß ich nicht",
schloss er.
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Datum: 16.06.2014 - 05:00 Uhr
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