Historische UN-Konferenz zum Minenverbot in Mosambik
ID: 1075074
mosambikanischen Hauptstadt Maputo die dritte Revisionskonferenz zum
Vertrag über ein Verbot von Anti-Personen-Minen. Die 1000 Delegierten
aus über 100 Staaten werden von der internationale Landminenkampagne
aufgefordert, sicherzustellen, dass in 10 Jahren die Minenfelder der
Welt weitgehend geräumt und keine neuen Opfer mehr zu beklagen sein
werden.
Vor 15 Jahren hatte die erste Vertragsstaatenkonferenz zum
Minenverbot in Maputo stattgefunden - in einem Land, das damals noch
als eines der am stärksten verminten Länder galt und dessen Regierung
nun zur aktuellen Konferenz die baldige Minenfreiheit verkünden wird.
Auch darüber hinaus wurden seither große Fortschritte erzielt: 27
einst verminte Länder haben bereits die Minenfreiheit erreicht, über
47 Millionen gelagerte Anti-Personen-Minen wurden von den
Vertragsstaaten bisher vernichtet. 161 Länder haben bis heute
Anti-Personen-Minen verboten und damit auch eine Tabuwirkung für
Staaten wie die USA, Russland und China bewirkt, die dem
Verbotsvertrag noch nicht beigetreten sind.
Die Flut auf dem Balkan, durch die bereits bekannte und markierte
Minenfelder verschoben wurden, hat gezeigt, dass nur die konsequente
Räumung die Bedrohung langfristig beseitigen kann. Gleichzeitig
machen aktuelle Konflikte in Vertragsstaaten wie in der Ukraine
deutlich, dass nur die Zerstörung aller Lagerbestände sicherstellen
kann, dass Minen nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Internationale
Landminenkampagne hat deshalb zur aktuellen Revisionskonferenz eine
"completion challenge", also die Forderung nach Umsetzung der
Vertragsziele innerhalb von 10 Jahren ausgerufen. Dann soll es
endlich keine neuen Einsätze und Opfer dieser Waffen mehr geben.
Im Jahr 2012 wurden weltweit noch 4.000 Menschen durch Minen
getötet oder schwer verletzt. "Vor 10 Jahren beklagten wir noch alle
20 Minuten ein Opfer, in 10 Jahren soll diese Bedrohung in den
meisten betroffenen Ländern endlich Geschichte sein", hofft Eva Maria
Fischer, die als Kampagnensprecherin von Handicap International
Deutschland bei der Revisionskonferenz in Maputo vor Ort ist. "Doch
auch wenn es keine neuen Opfer mehr geben wird, werden die Menschen,
die Minenunfälle schwer verletzt überlebt haben, weiterhin
Unterstützung brauchen. Dafür muss auf der Konferenz ein
verlässlicher Aktionsplan verabschiedet werden."
Eine digitale Pressemappe zur Konferenz finden Sie hier: http://ww
w.handicap-international.de/fileadmin/redaktion/pdf/Pressedossier_Mos
ambik.pdf
Pressekontakt:
Für Interviews und Vermittlung von Gesprächspartnern in Maputo
(ExpertInnen aus Entminung und Opferhilfe, Minenüberlebende) wenden
Sie sich bitte an Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin Kampagnen- und
Öffentlichkeitsarbeit: Mobiltel. Mosambik: 00258-82-7523902,
efischer@handicap-international.de
Ansprechpartner in Deutschland ist François De Keersmaeker,
Geschäftsführer von Handicap International Deutschland und früherer
Programmleiter in Mosambik: 089-54 76 06-0.
Information:
www.handicap-international.de,
www.the-monitor.org,
www.landminde.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.06.2014 - 11:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1075074
Anzahl Zeichen: 3519
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Maputo/München
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 199 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Historische UN-Konferenz zum Minenverbot in Mosambik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Handicap International (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mädchen mit Behinderung dürfen oftmals nicht in die Schule gehen. Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung am 24. Januar ruft die gemeinnützige Organisation Handicap International (HI) dazu auf, diese Ungerechtigkeit und Benachteiligung zu bekämpfen. Eine Untersuchung, die HI in Länder
HI fordert Zugang zu Bildung für alle Kinder / Internationaler Weltkindertag (FOTO) ...
32 Millionen Kinder mit Behinderung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind nicht in der Schule eingeschrieben. Knapp die Hälfte der Mädchen und Jungen mit Behinderung beenden die Grundschule nicht. Viele Schulen sind nicht barrierefrei zugänglich. Es gibt kein passendes Lehrmateri
Landminen Monitor 2020: 5.500 Minenopfer inüber 50 Staaten (FOTO) ...
Der am 12. November veröffentlichte Landminen Monitor 2020 berichtet zum fünften Mal in Folge über hohe Opferzahlen durch Landminen, explosive Kriegsreste und improvisierte (selbstgebaute) Minen. Im Jahr 2019 verzeichnete der von der internationalen Landminenkampagne erstellte Monitor 5.554 Minen
Weitere Mitteilungen von Handicap International
Portugal zu Gast in Aachen ...
Am 26. Juni besuchen Vertreter der "Fundação Raquel e Martin Sain” aus Lissabon zusammen mit dem Berufsförderungswerk Düren die MVG Medienproduktion in Aachen. Die Stiftung führt Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Menschen mit Sehbehinderung durch. Die MVG beschäftigt im Ra
Ein Ort für den globalen Dialog: Eröffnung der Robert Bosch Academy ...
Sperrfrist: 20.06.2014 17:00 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist. Ein Ort für den globalen Dialog: Eröffnung der Robert Bosch Academy :: Herausragende Experten aus aller Welt als Fellows zu Gast in Berlin :
Kostenlose Ferien für sozial benachteiligte Kinder / Deutsche Fernsehlotterie ermöglicht rund 400 Kindern einen Urlaub mit Mehrwert (FOTO) ...
Ein paar unbeschwerte Tage in den Sommerferien genießen - das sollte für Kinder eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch etwa drei Millionen Kinder in Deutschland fahren aus finanziellen Gründen nicht in den Urlaub. Für sie gibt es die "Kinderreisen" der Deutschen Fer
Entwicklungsminister Müller (CSU): "Fluchtursachen bekämpfen heißt, in Entwicklung investieren" ...
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, CSU, hat das Ziel bekräftigt, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Unterstützung ärmerer Länder auszugeben. Der CSU-Politiker sagte anlässlich des Weltflüchtlingstages am Freitag im rbb-Inforadio, wenn Deutschland diese Zielmarke einhal




