Thüringische Landeszeitung: Linkes Kuscheln / Kommentar von Gerlinde Sommer zu den Koalitionsoptionen für Thüringens künftige Regierung
ID: 1076034
sich die SPD in der komfortablen Lage gesehen, zwischen Schwarz und
Dunkelrot wählen zu können. Jedenfalls in Thüringen. Und deshalb war
es 2009 für die SPD leicht, das Angebot der Linken auszuschlagen.
Jetzt wird linker Kuschelkurs versucht. Und die Annäherung hat
ihren Segen von ganz oben. SPD und Linke gehen einen Schritt
aufeinander zu. Ob sie sich allerdings nach der Thüringer
Landtagswahl in die Arme fallen oder in den Rücken, das aber ist noch
längst nicht gesagt.
Sie können nicht miteinander. Das war der Stand der Dinge. In
diesem Fall wurde immer die Geschichte der Zwangsvereinigung der SPD
mit der KPD bemüht. Und die SPD als Kind der friedlichen Revolution
sah sich lange als Anti-SED-Partei. Wer früher Genosse war, sollte
nun unter anderen Vorzeichen nicht Genosse werden dürfen. Die
Ausnahme bestätigte die Regel.
Jetzt sind das alles alte Geschichten, an die sich nur noch die
ganz Alten aus den Gründerzeiten nach 1989/90 erinnern. Die SPD, die
aus eigener Kraft absehbar nicht zu einem Ergebnis in der Lage sein
wird, das den Griff nach dem Ministerpräsidentenamt rechtfertigt,
will sich schadlos halten. Und sucht nach Optionen.
SPD-Chef Gabriel hatte lange die Parole ausgegeben, dass mit der
Linken kein Staat zu machen sei. Auf Landesebene sieht auch er das
anders. Thüringen liegt da als Ort der Annäherung nahe. Linkes
Kuscheln auch auf Bundesebene bei der Wahl in beinahe drei Jahren:
Davon sind beide Seiten noch weit entfernt. Für viele wächst da
zusammen, was noch längst nicht zusammengehört.
Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.06.2014 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1076034
Anzahl Zeichen: 1989
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Weimar
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 263 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Thüringische Landeszeitung: Linkes Kuscheln / Kommentar von Gerlinde Sommer zu den Koalitionsoptionen für Thüringens künftige Regierung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Thüringische Landeszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Thüringische Landeszeitung
Mitteldeutsche Zeitung: SPD - Linke Unionsfraktionsvize Vaatz hält Treffen Gabriels mit Chefs der Linkspartei für unproblematisch ...
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz, hat gegen das Treffen des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel mit den Linksparteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger keine Einwände. "Der Auftritt zur Ukraine-Krise hat die Linkspartei diskreditiert",
Rheinische Post: Neuer Chef der NRW-Verbraucherzentrale will gegen Online-Konzerne wie Google vorgehen ...
Der neue Chef der Verbraucherzentrale NRW, Wolfgang Schuldzinski, will die Organisation zu einem Kompetenzzentrum für Datenschutz und gegen fragwürdige Geschäfte im Internet ausbauen. "Die Internetkonzerne aus den USA schlachten die Daten der deutschen Bürger hemmungslos aus - also mü
Rheinische Post: Ralf Stegner begrüßt Gespräch zwischen Sigmar Gabriel und der Linkspartei ...
Der Vize-Vorsitzende der SPD, Ralf Stegner, hat das Geheimtreffen Anfang Juni zwischen SPD-Chef Sigmar Gabriel und den beiden Vorsitzenden der Linkspartei, Katja Kipping und Bernd Riexinger, begrüßt. "Ich finde es gut, dass sich Sigmar Gabriel mit der Linkspartei getroffen hat, so wie es G
Rheinische Post: NRW-Justizminister fordert Fahrverbot für Steuersünder ...
NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hat ein Fahrverbot für Steuersünder gefordert. Bei vermögenden Steuerstraftätern sei eine Geldstrafe nicht effektiv genug, sagte der Minister. "Hier können wir mit einer verfassungskonformen Vermögensstrafe oder in kleineren Fällen dem Entzug




