Eine neue Epoche: Continental bereifte Teams starten in die 101. Tour de France

Eine neue Epoche: Continental bereifte Teams starten in die 101. Tour de France

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- Fünf Teams der Tour de France starten auf Continental-Rennreifen
- Spezialreifen aus dem Werk im hessischen Korbach für Spitzenathleten
Erfolg verpflichtet nicht nur, sondern hat auch seine (verdienten) Auswirkungen: Nach zwei britischen Gesamtsiegen-Siegen durch Bradley Wiggins (2012) und Chris Froome (2013) bei der Tour der France startet das weltweit größte Radsport-Ereignis in diesem Jahr in England. Zum zweiten Mal nach 2007 gehen die weltbesten Profi-Radler damit in Großbritannien an den Start. Nach London vor sieben Jahren ist in diesem Jahr das mittelenglische Leeds in der Grafschaft Yorkshire der Schauplatz des "Grand départ".
Ausgerechnet dann, wenn das WM-Fieber am bedenklichsten grassiert, die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ihrem Höhepunkt entgegen strebt, schlägt auch die Stunde zum Auftakt in ein neues Tour-Jahrhundert. Denn in diesem Jahr steht die 101. Auflage des weltweit größten Sportevents nach Olympischen Spielen und eben der Fußball-WM bevor. Ein Sport-Ereignis, das wie kein zweites für Stolz und Größe der französischen Nation steht, beginnt damit also eine neue Epoche.
22 Teams mit 198 Fahrern gehen auch in diesem Jahr ab Samstag, 5. Juli wieder auf die dreiwöchige große Rundfahrt, die nach 3656 Kilometern, verteilt auf 21 Etappen und zwei Ruhetage, am Sonntag 27. Juli traditionell auf den Champs Elysées in Paris endet.
18 dieser Equipen gehören der höchsten Kategorie des Welt-Radsports an, sind also sogenannte "Proteams". Die Mitglieder der übrigen vier Mannschaften haben bereits im Januar dieses Jahres eine Einladung, eine "wild card", des Veranstalters A.S.O. erhalten.
Für die Reifen-Spezialisten aus dem Hause Continental ist die Tour de France in jedem Jahr ein weltweites Schaufenster, um die Beständigkeit ihrer Produkte auf höchstem Niveau und unter den schwierigsten Bedingungen eindrucksvoll zu bestätigen.
Erneut vertrauen deshalb fünf dieser 22 Teams für die besonderen Anforderungen der "Großen Schleife" auf Continental-Material. Nachdem die Profi-Formationen von BMC Racing Team, Lotto-Belisol, Lampre Merida, und Orica GreenEdge wie schon im Vorjahr mit den Pneus aus der Reifenschmiede in Korbach ausgerüstet werden, kommt mit dem spanischen Movistar-Team 2014 eine weitere Equipe hinzu, die auf Continental setzt.


Wie die Tour selbst kann auch Continental auf eine mehr als 100jährige Tradition in der Produktion von Fahrradreifen zurück blicken. Denn genau so lange stellt Conti in seinem Werk im mittelhessischen Korbach handgefertigte Sportreifen für Fahrräder her. Für die unterschiedlichsten Herausforderungen auf allen nur erdenkbaren Belägen und unter den extremsten Witterungsbedingungen. Auf Reifen möglichst schnell und erfolgreich, aber auch noch sicher unterwegs zu sein: Das ist ein Spagat, dem sich die Reifeningenieure aus dem Bereich Forschung und Entwicklung immer wieder aufs Neue stellen.
Deren Ergebnisse bleiben nicht nur den Profis, nicht nur den Besten der Besten, vorbehalten. Auch die vielen, sportlich orientierten Kunden aus dem Zweirad-Bereich profitieren davon. Die Erfahrungen aus dem absoluten Hightech-Segment fließen auch in die Produktion von Rennreifen für den Amateursport mit ein. Dazu gehören etwa Schlauchreifen aus einer Tour-erprobten Flüssigkristall-Faser. Diese hat die Eigenschaft, sehr schnittfest zu sein. Aufgrund dessen ist sie besonders geeignet, "Plattfüße" durch das Eindringen scharfkantiger Gegenstände zu vermeiden.
Die Reifen-Experten von Continental rüsten die Teams bei großen internationalen Ereignissen ohne Ausnahme mit so genannten Schlauchreifen aus. Das unterscheidet sie von den Hobby-Radlern. Anders als bei den konventionellen Drahtreifen, die einen eigenen Schlauch ummanteln, sind die Pneus für die Tour-de-France-Teams zu einer geschlossenen, einteiligen Hülle vernäht. Dadurch wird der Reifen nicht nur leichter, sondern auch besonders flexibel. Er ist in der Lage, sich den jeweiligen Bedingungen an zu passen.
Auch in punkto Luftdruck unterscheiden sich Reifen für den sportlichen Alltagsgebrauch und für die höchsten Anforderungen ganz erheblich. Dem Schlauchreifen kann auch ein sehr hoher Luftdruck keinen Schaden zufügen. Die Freizeit-Sportler befüllen ihre Reifen in der Regel mit einem Druck von bis zu höchstens sechs bar. Bei den Weltklasse-Leuten aus den Proteams können dagegen schon einmal Luftruck-Werte von etwa 15 bar an der Tagesordnung sein.
Der extrem hohe Luftdruck bewirkt zweierlei: Zum einen sinkt dadurch der Rollwiderstand, wodurch der Fahrer weniger Energie aufbringen muss. Das summiert sich bei Tagesetappen, die mitunter mehr als 200 Kilometer lang sind und steilste Anstiege oder unruhigstes Pflaster aufweisen, ganz erheblich. Schlauchreifen haben im Vergleich zum konventionellen Pneu für den Alltagssportler aber auch noch einen weiteren Vorteil: Da diese Reifen fest auf die Felge geklebt sind, könne sie auch als eventuelle Folge eines Druckverlustes nicht abspringen.
Die fünf Tour-de-France-Teams rüstet Continental alle mit drei verschiedenen Reifenmodellen aus: Ein stabiler und leistungsstarker Allrounder ist die geeignete Grundlage, um bei Flachetappen oder auch im Gebirge gut unterwegs zu sein, wenn die Witterung nicht "verrückt spielt". Aber im Radsport geht es mitunter auch zu wie im Motorsport: Dann können keine "Slicks" mehr aufgezogen werden. Wird der schmutzige Asphalt nach heftigen Regengüssen seifig und schmierig, müssen auch bei den Profi-Mannschaften speziell geschnittene Regenreifen her. Vorsorglich sind die Teams daher während der dreiwöchigen Rundfahrt auch mit den modernsten Kommunikationsgeräten zur Wettervorhersage ausgerüstet.
Ein ganz spezieller Fall sind die Zeitfahren, der Kampf gegen den Sekundenzeiger: Beim Einzel-Zeitfahren, oder auch beim "contre la montre par Equipes", dem Mannschafts-Zeitfahren, sind ganz leichte Reifen gefragt. Zeitfahren sind eine Art "Radsport aus dem Windkanal": Extrem leichte Zeitfahr-Maschinen, windschlüpfrige Helme, dünnste, aber Witterungs-beständige Kleidung. Und dazu entsprechendes Material auf den Felgen: Bei der "Königsdisziplin" Zeitfahren ist jedes Gramm weniger, das mitgeschleppt werden muss, von größter Bedeutung für den Ausgang. Bestes Beispiel: Im vergangenen Jahr gewann das mit Continental-Reifen fahrende australische Team Orica GreenEdge das Rennen gegen die Konkurrenz nach vielen Kilometern mit einer einzigen Sekunde Vorsprung.
Dieses Hochleistungs-Material ist der Grund, warum die Rennradreifen-Spezialisten von Continental nicht nur auf eine große Tradition, sondern auch auf eine umfangreiche Erfolgsliste beim größten Radrennen der Welt zurück blicken können. Viele Tour-Sieger, wie zuletzt vor drei Jahren der Australier Cadel Evans (BMC), verdanken ihre großen Triumphe auch dem besten Material für ihre Laufräder, das sie aus Korbach beziehen. Vom 5. Juli an brechen 45 Fahrer aus fünf Rennställen gemeinsam mit Continental in ein neues Zeitalter auf: Der Startschuss zur 101. Tour de France wird wieder in eine neue, im wahrsten Sinn des Wortes, bewegende Epoche führen.

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Datum: 27.06.2014 - 12:01 Uhr
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