Bundestrainer Joachim Löw bleibt bei seinen Entscheidungen
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Fußball-Nationalmannschaft, kann die Kritik an seinen WM-Spielern
Philipp Lahm und Mesut Özil nicht verstehen und bleibt bei seinen
Entscheidungen: "Mesut Özil ist extrem wichtig für uns", so Löw im
Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Und er ergänzt: "Ich habe
meine Entscheidungen getroffen - auch was die Rolle von Philipp Lahm
betrifft. Und dazu stehe ich bis zum Schluss." Die Art der
öffentlichen Kritik an Özil sei für ihn "genauso unverständlich wie
jene an Philipp Lahm. Da wird einiges eilig publiziert, da fehlt es
manchmal am richtigen Maß", kritisiert der Bundestrainer die Medien.
Als Trainer müsse er anerkennen, "dass Philipp Lahm in den
vergangen Jahren unser Leistungsträger gewesen ist. Philipp spielt
seit zehn Jahren auf höchstem Niveau." Seine alte Position in der
Abwehr übernehme Lahm nur, "falls wir auf der rechten Seite ein
akutes Problem im Spiel bekommen sollten und ich sage: Okay, jetzt
ist Philipp Lahm gefordert, der viel Druck nach vorne entfalten
kann." Das sei aber nur ein Notfall-Szenario: "Wir müssen verhindern,
dass der Notfall eintritt."
Der frühe WM-Abschied der spanischen Mannschaft habe ihn
überrascht: "Ich hätte darauf gewettet, dass Spanien niemals in der
Vorrunde ausscheiden könnten - vorausgesetzt, sie gewinnen das erste
Spiel." Jetzt vermutet Löw, das Spiel der Spanier wurde
"dechiffriert. Die Gegner haben sich auf ihr Spiel eingestellt.
Vielleicht fehlte ihnen auch die Entschlossenheit und Effizienz, also
das, was sie in den letzten Jahren neben der Dominanz ausgezeichnet
hat."
Im Spiel gegen Algerien habe die deutsche Mannschaft Fehler
gemacht, räumt Löw ein: "Bei einer WM kann eine Mannschaft nicht
immer fantastisch spielen, man muss als Sieger vom Platz gehen - das
ist uns gelungen." Noch taktiere die Mannschaft zu wenig auf dem
Feld: "Wir haben während der Vorbereitung in Südtirol und während des
Trainings hier in Brasilien daran gearbeitet und dabei erkannt, was
wir noch verbessern müssen. Diese Art des Dazulernens während eines
Turniers ist ganz normal, auch daran erkennt man die Finesse einer
Mannschaft."
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Datum: 02.07.2014 - 10:49 Uhr
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