Computergestützte Hilfsmittel für Krebssuchhunde: Open University stellt Erfindung zur Krebserkennung vor
Die britische Open University stellt computergestützte Hilfsmittel für Krebssuchhunde vor, die zur Krebsfrüherkennung beitragen.
Die Forschungsgruppe unter Leitung von Dr. Clara Mancini am Animal-Computer-Interaction-Labor (ACI) am OU-Hauptsitz in Milton Keynes, Großbritanniens größter Fernuniversität, arbeitete bei dem Projekt mit dem englischen Verein für Krebssuchhunde (Medical Detection Dogs) zusammen. Sie entwickelte eine technische Einrichtung, die es dem Hund ermöglicht zu kommunizieren, ob Krebszellen in einer biologischen Probe vorhanden sind. Das Verfahren nutzt den ausgeprägt sensiblen Geruchssinn des Hundes, der beim Aufspüren von Spuren flüchtiger Verbindungen von Krebszellen wesentlich ausgeprägter ist als beim Menschen.
Krebssuchhunde nutzen in der Regel dazu eine Vorrichtung mit einer Probe, die auf einer Metallplatte installiert ist. Entdeckt der Hund Krebszellen, zeigt er es seinem Betreuer an, beispielsweise indem er sich hinsetzt. Das ACI-Labor hat nun ein Gerät entwickelt, in dem ein spezielles Druckkissen eingebettet wird, welches die Ausprägung des Drucks der Schnauze misst, während der Hund schnuppert. Die Metall-Vorrichtung ist mit einem Computer verbunden und misst die Ausprägung, die der Hund beim Aufspüren von Krebszellen anzeigt. Im Verlauf können diese Daten analysiert werden, um dabei auch unterschiedliche Hundepersönlichkeiten zu berücksichtigen (beispielsweise, ob das Tier eher eifrig oder nervös reagiert und mit welchem Druck es das Kissen berührt). Das technische Hilfsmittel wird für eine Reihe von Krebsarten getestet. Die Forscher hoffen, dass es zur genaueren Früherkennung beitragen kann beispielsweise beim Prostatakrebs und später vielleicht die derzeitigen invasiven und recht unzuverlässigen Erkennungsmöglichkeiten ersetzen kann.
„Unsere Zusammenarbeit mit dem Verein für Krebssuchhunde bietet eine neue Methode zur Verbesserung der Krebsfrüherkennung in einem frühen Stadium ohne invasive Verfahren. Wenn dieser Prototyp erfolgreich ist, könnte dieses Gerät innerhalb der nächsten drei Jahre eingesetzt werden", sagt Dr. Clara Mancini, Leiterin des ACI-Labors an der Open University.
Das OU-ACI-Team führt weltweit ein führendes systematisches Forschungsprogramm durch, um in anwendungsorientierter Forschung computergestützte Technologien zu entwickeln, die mit Hunden und anderen Tieren eingesetzt werden.
Das Team hat bereits eine Reihe von Prototypen hundegerechter Werkzeuge für Begleithunde entwickelt, beispielsweise spezielle pfoten- und nasengerechte Schalter für Türen, Lichtquellen und Notrufe. Denn die meisten Werkzeuge sind mit Knöpfen und Griffen für den Gebrauch durch menschliche Hände und nicht für Hundepfoten oder -nasen bestimmt. Zu den anderen in der Entwicklung befindlichen Hilfsmitteln zählt der neue Diabetes-Alarm, der es einem ausgebildeten Diabetes-Assistenzhund ermöglicht, Hilfe anzufordern, wenn sein menschlicher Partner eine Unterzuckerung erleidet.
Das OU-Forschungsteam hat sich zum Ziel gesetzt, interaktive technische Systeme, Programme und Designs für die Interaktion zwischen Technik, Mensch und Tier zu gestalten.
Die Open University bietet im betreuten Fernstudium verschiedene Informatik-, Design- und Computertechnologie-Studiengänge mit zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten auf Bachelor- und Masterebene an. Es gibt weder einen NC noch andere formale Zugangsbeschränkungen für das Bachelor-Studium. Allerdings werden gute Englischsprachkenntnisse vorausgesetzt. Über 70 Prozent der OU-Studenten sind berufstätig und vereinbaren dank der flexiblen Fernstudium-Methodik den Beruf mit dem Studium.
Wer im Herbst 2014 ein Studium an der OU starten möchte, kann sich ab sofort bewerben. Weitere Informationen über alle angebotenen Studiengänge gibt es auf www.openuniversity.edu. Bei Fragen bieten die Studienberater einen kostenlosen Rückruf über das Webformular an, auch samstags oder abends.
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Datum: 03.07.2014 - 17:53 Uhr
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Freigabedatum: 03.07.2014
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