Schwäbische Zeitung: Ein Monstrum namens Maut
ID: 1081412
werden noch übertroffen. Deutschland kostet ab sofort Eintritt.
Alexander Dobrindt will alle Autofahrer, gleich ob sie sich auf
Landstraßen, Feldwegen oder Autobahnen bewegen, zur Kasse bitten -
ein einmaliges Modell. Aber Alexander Dobrindt hat ja auch zum ganz
großen Schlag ausgeholt. Um irgendwie doch noch den
CSU-Wahlkampfschlager Maut für Ausländer zu retten, riskiert er jede
Menge Ärger mit der EU und den Autofahrern in Deutschland - und
könnte am Ende trotzdem ohne etwas dastehen.
Alle Deutschen sollen jetzt die sogenannte
Verkehrsinfrastrukturabgabe zahlen, dafür aber bei der Kfz-Steuer
entlastet werden. Dieser bürokratische Unsinn ist nötig, um Ausländer
überhaupt gezielt zur Kasse bitten zu können. Ob sich das Ganze am
Ende mit dem EU-Recht verträgt, bleibt dahingestellt. Kein Wunder,
dass sich die Begeisterung in engen Grenzen hält. Als Lockmittel für
die Zustimmung sollen die Länder jetzt an den Einnahmen beteiligt
werden, doch die riechen bereits den Braten. "Am Ende wird die Soße
teurer als der Braten" - besser als Baden-Württembergs Minister Peter
Friedrich kann man die Bedenken nicht auf einen Nenner bringen.
Um die neue Abgabe trotzdem schmackhaft zu machen, propagiert
Dobrindt das neue Wirrwarr als Beitrag, eine Gerechtigkeitslücke zu
schließen. Eine Gerechtigkeit, die die Deutschen noch teuer zu stehen
kommen könnte, wenn sich das eine oder andere Nachbarland am Ende
revanchiert und seinerseits alle Deutschen abkassiert, auch wenn sie
nur kurz über die Grenze fahren.
Ein wunderbares Arbeitsbeschaffungsprogramm wird die neue Maut auf
jeden Fall. Kfz-Steuerbescheid, Vignetten-Versand,
Schwerbehinderten-Ausnahmen, Freistellung von E-Autos - das
Maut-Monstrum mit verschiedenen Klassen, verschiedenen Laufzeiten und
der Einbeziehung auch noch der Motorradfahrer hat niemand verdient.
Zumal am Ende die Einnahmen recht klein und die Schlaglöcher auf
Deutschlands Straßen weiter groß bleiben.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.07.2014 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1081412
Anzahl Zeichen: 2389
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 201 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Ein Monstrum namens Maut"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Pkw-Maut ...
Marode Brücken, ramponierte Autobahnteilstücke, mit Schlaglöchern übersäte Fahrbahnen in Stadt und Land - der Ruf nach mehr finanziellen Mitteln zur Instandhaltung und auch dem Ausbau der Straßen in Deutschland wird von Jahr zu Jahr lauter. Doch das Geld fehlt. Die Kassen der meisten Kommun
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Drogenbericht ...
Alkohol ist als leicht zugängliche und stets verfügbare Alltagsdroge gesellschaftlich akzeptiert und wird nicht mal als Droge wahrgenommen. Dass fast zehn Millionen Bundesbürger gefährlich oft zum Glas greifen und 1,8 Millionen Deutsche als alkoholabhängig gelten, stimmt bedenklich. Immerhi
Schwäbische Zeitung: Zum mutmaßlichen Spähangriff auf den NSA-Untersuchungsausschuss: Heikle Empörung ...
Ministerpräsident Horst Seehofer empört sich. Der Mann, dem wir den Maut-Schlamassel zu verdanken haben, fordert dringende Aufklärung von den USA. Auch Innenminister Thomas de Maizière soll erbost sein. Und schließlich hat sich noch die Kanzlerin aus Peking zu Wort gemeldet. Doch leider
Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Spionageaffäre ...
"Es wäre nur gut, wenn unsere Spionageabwehr nicht mehr so blauäugig wäre, darauf zu hoffen, dass westliche Dienste immer fair spielen. Der zuständige Verfassungsschutz braucht tatsächlich den 360-Grad-Blick, von dem der Innenminister in Bezug auf die Auslandsaufklärung spricht. Man m




