Bei schiefstehendem Becken zum Zahnarzt?
Kuratorium perfekter Zahnersatz: Fehlende Zähne und nicht richtig angepasster Zahnersatz können Beschwerden und Funktionsstörungen im Rücken auslösen
Alexa S. wurde vor mehr als 20 Jahren ein Zahn gezogen. „Es hieß, mein Kiefer sei zu klein“, erinnert sich die 42-Jährige. Dadurch passten die Kontaktpunkte der Zähne nicht mehr zusammen, eine so genannte craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) entstand. Auch Zähneknirschen, einseitiges Kauen und hohe psychische Belastungen sind mögliche Auslöser. „Der Körper ist ein fein in sich abgestimmtes System. Fehlende oder schiefstehende Zähne können Reaktionen in den verschiedensten Regionen hervorrufen“, sagt Lauer.
„Beiß doch mal die Zähne zusammen!“, sagt der Volksmund, wenn es stressig wird. Wie eng Zähne und Körper zusammenwirken, lässt sich auch im Alltag leicht beobachten. Beispielsweise beim Tragen schwerer Gegenstände: Automatisch werden dabei die Zähne zusammengebissen. Tatsächlich finden täglich mehr als 1.500 Zahnkontakte statt – beim Kauen, Sprechen, Schlucken und eben auch bei körperlichen und psychischen Belastungen.
Die dabei entstehenden Kräfte werden durch auf- und absteigende Ketten über den kompletten Körper geleitet: Durch einen fehlerhaften Zusammenbiss können somit ungünstige Funktionen entstehen, die sich wie bei Alexa S. über den Nackenbereich, die Schulter bis hin zum Becken und Knie auswirken. „Das komplette Gangbild eines Menschen wird beeinflusst, auch die Fußstellung kann betroffen sein“, beschreibt Lauer. Er rät betroffenen Patienten, Verdachtsfälle mittels einer Funktionsdiagnostik abklären zu lassen. Gemeinsam mit dem Zahntechniker wird der Zahnarzt gegebenenfalls eine Aufbiss-Schiene zur Entlastung der betroffenen Strukturen eingliedern. Die fachübergreifende Zusammenarbeit mit Orthopäden, Physiotherapeuten, Manualmedizinern, Schmerzmedizinern und Osteopathen sowie mit Allgemeinmedizinern, Hals-, Nasen-, Ohrenärzten, Rheumatologen, Neurologen und Psychotherapeuten ermöglicht einen Gesamtblick auf die unterschiedlichen Ursachen, die in Frage kommen. „Das Team Zahnarzt/Kieferorthopäde/Zahntechniker ist in diesem interdisziplinären Expertenkreis oft die zentrale Schaltstation, in dem Diagnostik und Therapie organisiert und durchgeführt werden.“
Zähne und Körper: ein enges Wechselspiel
Machen Sie den Selbsttest
Möchten Sie das Wechselspiel einmal für sich selbst ausprobieren? Setzen Sie sich aufrecht hin, beißen Sie die Zähne aufeinander. Dann neigen Sie sich langsam nach links, anschließend nach rechts. Spüren Sie, wie sich ihr Biss leicht verändert?
Enge Verbindung zwischen Kau-Apparat, Kopf und Wirbelsäule
Der Kau-Apparat ist eng mit Kopf, Wirbelsäule, Gehirn und weiteren Organen verbunden. Ursache für Zähneknirschen, Kiefergelenks-, Ohren-, Kopf-, Rückenschmerzen, Schwindel, Migräne, Schulterverspannungen, Hüft- und Knieprobleme kann deshalb ein falscher Biss sein.
Tinnitus
Zahnmediziner der Universität Bonn korrigierten bei Tinnitus-Patienten mit einer Kunststoffschiene einen Fehlbiss und entlasteten so das Kiefergelenk. Bereits nach zwei bis vier Wochen spürten 75 Prozent von 22 derart behandelten Tinnitus-Patienten eine Verbesserung der Symptome. Jeder Dritte hörte sogar überhaupt keine Ohrgeräusche meh
Der moderne (Zahn)–Patient: aufgeklärt und selbstbestimmt?
Expertengipfel zu Beratung und Information bei Zahnersatz
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens veranstaltet das KpZ am Donnerstag, 16. Oktober 2014, ab 15.30 Uhr einen Expertengipfel in der Urania Berlin. Unter Moderation von Kommunikationsexpertin Dr. Karin Uphoff diskutieren Vertreter von Verbraucherzentralen, Krankenkassen, des Bundesgesundheitsministeriums und der Medien sowie Fachleuten aus Zahnmedizin und Neurobiologie über die Zukunft der Patientenaufklärung. Dabei wird es unter anderem darum gehen, wie es gelingt, Patienten mehr Souveränität zu schenken, Vertrauen zwischen Arzt und Patient aufzubauen und eine Beratung so zu gestalten, dass sich Patienten optimal unterstützt fühlen. Gäste sind herzlich willkommen!
Weitere Informationen gibt es demnächst unter: http://www.zahnersatz-spezial.de/
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Kuratorium perfekter Zahnersatz e.V. wurde im Juli 1989 gegründet. Mit seiner Namensgebung will das Kuratorium den hohen Qualitätsanspruch zum Ausdruck bringen, der an Zahnersatz gestellt werden sollte. Ziel dieser gemeinnützigen Vereinigung ist die neutrale, umfassende und fachkompetente Information der breiten Öffentlichkeit über die Bedeutung von Zahnersatz. Der Patient soll für das Thema sensibilisiert, der Nutzen und die Bedeutung von qualitativ hochwertigem Zahnersatz für den einzelnen herausgestellt werden. Die Aufklärungsarbeit erfolgt in enger Kooperation mit Redaktionen aus den Bereichen Presse, Hörfunk und Fernsehen. Darüber hinaus dient das Kuratorium der Fachöffentlichkeit als Forum für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Sicherung und Weiterentwicklung hochwertiger Zahnersatzformen wird dabei von den Mitgliedern des Kuratoriums besonders gefördert.
Kuratorium perfekter Zahnersatz
Pressestelle Marburg
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Datum: 10.07.2014 - 09:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1082651
Anzahl Zeichen: 4916
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Sarah-Anna Aslan
Stadt:
Marburg
Telefon: 06421-40 79 50
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
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‚Beste‘ Lösung bei Zahnersatz hängt vor allem von den eigenen Wünschen ab ...
„Wenn eine Therapie ausgewählt werden soll, geht es viel um die Prioritäten des Patienten“, erläutert Lauer. „‘Die‘ beste Lösung gibt es nicht. Es ist ein sehr persönliches Abwägen von Faktoren wie Lebensqualität, Ästhetik, Wünschen an Materialeigenschaften, Sicherheit und Kosten.
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