Börsen-Zeitung: Zivilgeschäft ist Trumpf, Kommentar zur Luftfahrtindustrie von Stefan Kroneck
ID: 1084188
Entwicklungen geprägt: Während das Neugeschäft im Rüstungssektor
unter den Sparzwängen in den Verteidigungsetats vieler Nato-Staaten
einbricht, läuft es im Zivilbereich für Airbus und Boeing rund. Die
ohnehin schon gut gefüllten Auftragsbücher beider Luftfahrtgiganten
blähen sich weiter auf, wie die gestern gestartete Branchenmesse im
britischen Farnborough zeigt. Für sie ist das Zivilgeschäft Trumpf.
Beide Flugzeughersteller profitieren von einer wachsenden
Nachfrage infolge der Globalisierung. Dabei verschieben sich
allerdings die Gewichte. Prägten in der Vergangenheit noch
Luftfahrtgesellschaften aus Nordamerika und Westeuropa das Geschäft,
so nimmt deren Bedeutung für das Duopol sukzessive ab. Denn für
Großaufträge sorgen vor allem arabische Airlines und Abnehmer aus den
aufstrebenden Schwellenländern in Asien und Lateinamerika. Das
dynamische Wachstum in diesen Regionen macht's möglich. Beispiel
Airbus: Kunden aus dem Nahen Osten und Asien-Pazifik machen bereits
die Hälfte des Auftragsbestands aus - Tendenz steigend.
Darauf stellen sich die beiden Rivalen ein. Im Wettstreit um die
Vorherrschaft im zivilen Flugzeuggeschäft weiten sie ihre Angebote
aus. Heute bedienen sie alle Segmente im Kurz- bis
Langstreckenbereich mit verschiedenen Modellversionen. Mit neuen,
moderneren Flugzeugtypen versuchen sie, in einem expandierenden
Geschäft sich gegenseitig Marktanteile abzujagen, obwohl sich
mittlerweile zwischen ihnen ein Gleichgewicht eingependelt hat.
Jüngstes Beispiel für diesen Wettbewerb am Himmel ist der
Langstreckenflieger A330neo von Airbus, einer überarbeiteten Version
ihrer in die Jahre gekommen, hochprofitablen A330-Baureihe. Nun will
der Hersteller aus Toulouse seinem Wettbewerber aus Chicago neben der
A350 zusätzlich mit der A330neo Paroli bieten. Die Entwicklung der
A330neo wird zunächst aber viel Geld kosten, wenngleich nicht
annähernd so viel wie bei der A350, die geschätzte 12 Mrd. Euro
verschlang. Allerdings werden die A330neo-Entwicklungskosten laut
Airbus die für 2015 avisierte operative Konzernrendite um 0,7
Prozentpunkte drücken. Bei einer angepeilten Bandbreite von 7 bis 8%
(nach A350-Kosten und Wechselkurseffekten) bedeutet das inklusive
A330neo 6,3 bis 7,3%.
Die Airbus-Aktie gewann trotzdem an Wert. Offensichtlich gewichten
die Anleger die langfristigen operativen Geschäfts- und
Ertragschancen höher als die kurzfristigen bilanziellen Risiken.
Pressekontakt:
Börsen-Zeitung
Redaktion
Telefon: 069--2732-0
www.boersen-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.07.2014 - 20:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1084188
Anzahl Zeichen: 2908
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Frankfurt
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 238 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Börsen-Zeitung: Zivilgeschäft ist Trumpf, Kommentar zur Luftfahrtindustrie von Stefan Kroneck"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Börsen-Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die internationale Anleihefamilie ist vor wenigen Tagen um ein neues Mitglied erweitert worden. Nach den Green Bonds gibt es nun einen weiteren Bond mit Farbanstrich: Blue Bonds. Die Pionierrolle übernahm die Inselrepublik Seychellen, die einen zehnjährigen Bond zu einer Rendite von 6,5 Pro
Börsen-Zeitung: Die Hoffnung stirbt zuletzt, Kommentar zum Brexit von Andreas Hippin ...
Die britische Regierung hat derzeit ein großes Interesse daran, einen Deal mit der EU in greifbare Nähe rücken zu lassen. Spindoktoren haben Urlaubssperre. Positive Äußerungen aus London erhöhen den Druck auf die Gegenseite, Zugeständnisse zu machen, so das Kalkül. Zudem will Premiermin
Börsen-Zeitung: Trick or Treat?, Kommentar zur chinesischen Konjunktur von Norbert Hellmann ...
Passend zum Halloween-Fest laufen aus China gruselige Konjunkturdaten ein. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor, der die Stimmungslage bei den großen Zugpferden im Verarbeitenden Gewerbe abbildet, fällt wesentlich stärker als erwartet auf 50,2 Punkte und damit auf den
Weitere Mitteilungen von Börsen-Zeitung
aquilliance vermittelt Spezialisten für Vertriebs- und CRM-Positionen ...
"Die Suche und Vermittlung von Vertriebsprofis ist eine logische Weiterentwicklung aus unseren Vertriebsberatungsprojekten und hat sich organisch entwickelt", sagt Reza Ghalamkarizadeh, Geschäftsführer und Gründer der aquilliance GmbH. "Wir reagieren damit auf die zunehmenden Anfr
Fission trifft auf 4,0 m mit 23,53 % U3O8 (Linie 555E) Sechs weitere hochgradige Ergebnisse ...
Fission trifft auf 4,0 m mit 23,53 % U3O8 (Linie 555E) Sechs weitere hochgradige Ergebnisse Sieben Bohrlöcher liefern hochgradige Uranwerte FISSION URANIUM CORP. - http://bit.ly/1oVlDxr- 14. Juli 2014(Fission oder das Unternehmen) freut sich, die Analyseergebnisse aus sechs Bohrl
Dennis Hadler ist neuer Media Consultant bei c't ...
Dennis Hadler (26) verstärkt seit dem 1. Juli das Anzeigenteam des Computermagazins c't. Als Media Consultant betreut er die Anzeigenkunden aus dem PLZ-Gebiet 6. Dennis Hadler konnte bereits weitreichende Erfahrungen im Anzeigenverkauf bei der Axel Springer SE sammeln. Fast fünf Jahr
Unternehmen verkaufen: So versilbern clevere Firmeninhaber ihr Unternehmen ...
Jährlich steht in rund 70.000 Unternehmen in Deutschland die Nachfolgeregelung an. Selten finden sich im Kreis der Eigentümerfamilien Nachfolger, sodass die Zahl der Unternehmensverkäufe steigt. Für den erfolgreichen Verkauf benötigt der Unternehmer eine Bewertung seiner Firma. In der Regel wir




