"Wir brauchen jetzt die Pflegeeinrichtungen" / Staatssekretär Laumann wirbt für Projekt zur Reduzierung der Pflegedokumentation
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Selbstverwaltung vor, dass die Ergebnisse aus dem Projekt zur
Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation mit den bestehenden
Gesetzen, Verträgen und Qualitätsprüfungsinhalten zu vereinbaren
sind. Das Projekt kann damit in die Umsetzungsphase gehen. Wie diese
konkret ausgestaltet werden kann, erläuterte Karl-Josef Laumann,
Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, am 17. Juli im Rahmen
eines vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V.
(bpa) in Hannover organisierten Erfahrungsaustausches. Erklärtes Ziel
des Staatssekretärs ist es, in den kommenden zwei Jahren eine
Beteiligungsquote von 25 Prozent aller Pflegeeinrichtungen zu
erreichen. Damit dies gelingen kann, wird er spätestens ab Januar
2015 das Projektbüro in Berlin entsprechend ausstatten, das von
Pflegeeinrichtungen konsultiert werden kann, wenn Fragen zur
Umsetzung aufkommen. "Ich sehe eine Chance, dass wir die Umsetzung
hinbekommen, denn alle ziehen an einem Strang", bewertete Laumann die
Aussichten seines Vorhabens.
Dies bestätigten im folgenden Gespräch unter anderem die Vertreter
des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Niedersachsens (MDKN):
"Wir tun alles, um den Umsetzungsprozess zu beflügeln", bestätigte
der Geschäftsführer des MDKN, Carsten Cohrs. Auch Jürgen Kirchberg,
Referatsleiter Pflege im Niedersächsischen Sozialministerium, äußerte
sich in diesem Sinne. "In der Hand haben es nun aber vor allem die
Trägerverbände und diejenigen, die die Einrichtungen führen",
appellierte Laumann an die Einrichtungen, sich mit dem Projekt zu
befassen. Die Rolle der Trägerverbände sieht der Staatssekretär vor
allem darin, den Einrichtungen ein Schulungsangebot zu unterbreiten.
Das Ministerium wird diese dabei unterstützen. Die beteiligten
Dienste und Einrichtungen sehen als Grundvoraussetzungen für den
Erfolg der neuen Dokumentation die zeitnahe Bereitstellung der
Umsetzungsstrukturen durch den Bund und die Gewährleistung der
Steuerung in den Ländern.
Der Vorsitzende der bpa-Landesgruppe Niedersachsen, Karsten
Neumann, sicherte der Projektumsetzung ebenfalls seine volle
Unterstützung zu. "Wir haben uns dieses Ergebnis immer gewünscht und
stehen als Unternehmer voll hinter diesem Projekt. Wir werden es
sowohl aus Gründen der Wirtschaftlichkeit als auch im Sinne unserer
Patienten und Pflegekräfte, die beide davon profitieren, auf jeden
Fall weiterverfolgen", so Neumann.
Henning Steinhoff, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in
Hannover, wies abschließend auf einen Nebeneffekt der Reform hin:
"Der bpa in Niedersachsen hat über Informationsveranstaltungen bisher
rund 1.000 Interessierte erreicht. Die Motivation aller Beteiligten
ist sehr hoch. Wir haben hier eine neue Qualität erreicht, die auch
das Ansehen und damit die Zukunft des Pflegeberufes positiv
beeinflussen wird. Dafür müssen jetzt zügig die nötigen
Voraussetzungen geschaffen werden", so Steinhoff.
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon über
1.000 in Niedersachsen, die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze.
Pressekontakt:
Für Rückfragen und Unterlagen: Henning Steinhoff, Leiter der
bpa-Landesgeschäftsstelle Niedersachsen, Tel.: 0511/12 35 13 40 oder
0162/13 21 678, www.bpa.de
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Datum: 18.07.2014 - 15:16 Uhr
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