Schwäbische Zeitung: Unwürdiges Schauspiel in der Ostukraine - Leitartikel
ID: 1086464
im politischen Dreieck Kiew-Donezk-Moskau geboten wird. 298 Menschen
vieler Nationen haben ihr Leben bei einer Flugzeugkatastrophe
verloren. Noch sind nicht einmal alle menschlichen Überreste
geborgen. Doch für die Machthaber in Russland, der Ukraine und die
prorussischen Separatisten in Donezk gibt es nichts Wichtigeres, als
vor Beginn der Ermittlungen eilig Urteile über die Schuld der jeweils
anderen Seite zu fällen. Respekt und Rücksicht auf die Gefühle der
Hinterbliebenen sind ihnen fremd.
Die offiziellen Erklärungsversuche überzeugen nicht. Erst sollen
Rebellen einige Boden-Luft-Raketensysteme unter ihre Kontrolle
gebracht haben. Dann heißt es: Alle ukrainischen Raketen seien
vollzählig. Wenn 36 Stunden nach dem Unglück etwas klar ist, dann
dieses: Sowohl der Kremlchef Putin als auch der ukrainische Präsident
Poroschenko verdienen bei der Aufklärung nicht unser Vertrauen. Eine
unabhängige internationale Untersuchung muss her, doch dazu müssten
die Experten ungehinderten Zugang zum Katastrophenort bekommen.
Bislang ist nicht klar, ob die Separatisten tatsächlich ihre Angriffe
in der Donezk-Region einstellen werden.
Während die Welt mit den Familien des Flugs MH17 trauert, drohen
sie Poroschenko mit der Ausweitung ihres sogenannten
Partisanenkrieges. Das alleine wäre nicht genug, um die
Öffentlichkeit im Westen aufzuwühlen. Wir mussten erst Bilder der
brennenden Boeing sehen, um wieder zu begreifen, dass der Krieg uns
alle angeht - weil theoretisch jeder Flugreisende im Himmel über der
Ukraine den Tod finden könnte. Daraus kann es nur eine
Schlussfolgerung geben: Waffenstillstand, Verhandlungen, Frieden und
Versöhnung. Sollte sich herausstellen, dass die Rebellen den Flug
tatsächlich auf dem Gewissen haben, muss Putin den ersten Schritt zur
Befriedung der Ukraine tun und jegliche Unterstützung der
Separatisten einstellen.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.07.2014 - 19:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1086464
Anzahl Zeichen: 2295
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 252 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Unwürdiges Schauspiel in der Ostukraine - Leitartikel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Südwest Presse: Kommentar zu ISRAEL ...
Jeder Staat hat das Recht sich zu schützen. Das gilt selbstverständlich auch für Israel. Die hunderte Raketen, die seit Wochen vom Gazastreifen aus auf das Land abgeschossen werden, sind eine Bedrohung, auch wenn die wenigsten Geschosse großen Schaden anrichten. Noch. Denn die Hamas im Gazas
Mitteldeutsche Zeitung: zum Kinofilm "Zug in die Freiheit" ...
Gut, dass nun, 25 Jahre danach, die Prager Ereignisse noch einmal - und auf hohem künstlerischen Niveau zur Sprache kommen. Der Mitteldeutsche Rundfunk und Arte haben sich verbündet, dieses zentrale Ereignis der jüngeren deutschen Geschichte in dem Dokudrama "Zug in die Freiheit" z
Rheinische Post: Kommentar / Hohe Kunst des Rücktritts = Von Gianni Costa ...
Man muss schon eine Weile suchen, um Beispiele für ein gelungenes Aufhören zu finden. Die meisten halten solange an Amt und Würden fest, bis sie es irgendwann nicht mehr selbst in der Hand haben, stilvoll abzutreten. Diese Stück-für-Stück-Demontagen sind besonders schmerzlich, weil sie ein
Mitteldeutsche Zeitung: zu Israel ...
Lebt das Volk Davids wirklich sicherer, wenn es hier ein paar Raketenabschussplätze und dort ein paar Tunnel zerstört? Nein. Denn es werden neue folgen. Vor allem aber wird der Hass auf Israel sich immer tiefer in das Bewusstsein der Palästinenser einprägen. Für den Krieg zwischen Israelis




