Neue Therapie für obstruktive Schlafapnoe wird erstattungsfähig / Anwendungsbeobachtung startet in ausgewählten Kliniken
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(ots) -
Inspire Medical Systems Inc. startet die Anwendungsbeobachtung für
die Inspire® Upper Airway Stimulations-Therapie (UAS) in ausgewählten
Universitätskliniken in München, Mannheim und Lübeck, nachdem die
Ergebnisse der Inspire STAR-Studie am Jahresbeginn im New England
Journal of Medicine veröffentlicht worden sind.
UAS ist eine Therapie für Patienten, die an einer mittelschweren
oder schweren obstruktiven Schlafapnoe (OSA) erkrankt sind. Dabei
wird der Unterzungennerv in der Nacht durch ein Implantat stimuliert,
die Atemwege werden dadurch offen gehalten. In den genannten
Universitätskliniken übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die
Kosten der Therapie im Rahmen der Regelungen für Neue Untersuchungs-
und Behandlungsmethoden (NUB) oder durch Einzelfallentscheidung.
Diese ersten Behandlungen in der Regelversorgung werden nun zur
Qualitätssicherung durch die Anwendungsbeobachtung begleitet.
OSA ist eine Atemstörung, bei der die Zunge oder andere Weichteile
des Rachens während des Schlafs erschlaffen. Dadurch wird der Luftweg
blockiert, Frischluft kann die Lungen nicht mehr erreichen und der
Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt ab. Das zentrale Nervensystem
bemerkt das Problem und weckt den Körper kurzzeitig aus dem Schlaf
auf ("Arousals"), um die Luftwege zu öffnen und die Atemtätigkeit
wieder herzustellen. Diese Atemaussetzer ("Apnoen") können sich
mehrmals während der Nacht wiederholen. Die Folgen dieser Erkrankung
sind häufig ein unerholsamer Schlaf, Müdigkeit am Tage und eine
daraus resultierende eingeschränkte Lebensqualität. Diese
Atemaussetzer und damit verbundene Sauerstoffentsättigungen haben
unter anderem negative Folgen auf das Herz-Kreislauf-System. Die
obstruktive Schlafapnoe kann eine potentiell lebensbedrohliche
Erkrankung sein und zur Entwicklung von systemischen weiteren
Folgeerkrankungen beitragen, z.B. Hypertonie,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzversagen, Herzrhythmusstörungen),
Schlaganfall, Gewichtszunahme und Diabetes. Deshalb ist die Therapie
der obstruktiven Schlafapnoe unabdingbar.
"Das Prinzip, die Luftwege von Patienten mit OSA über einen
implantierbaren Nervenstimulator aktiv zu öffnen und die bisherigen
Studienergebnisse haben mich überzeugt", sagt Dr. Clemens Heiser,
Oberarzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Leiter des Schlaflabors im
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, der im
Rahmen der Anwendungsbeobachtung den ersten Patienten mit dem
Inspire® System versorgt hat. "Alle unsere Patienten, die bisher ein
Implantat erhalten haben, haben von der Therapie profitiert. Die
meisten leiden schon seit Jahren an obstruktiver Schlafapnoe.
Unruhiger Schlaf, Schnarchen, Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen und
verminderte Leistungsfähigkeit tagsüber haben ihren Alltag stark
eingeschränkt. Inspire® hilft ihnen, ihre Lebensqualität wieder
herzustellen."
Die Stimulationstherapie der oberen Luftwege durch Inspire® ist
eine neue Behandlungsoption für Patienten, die nächtliche
Beatmungstherapie in Form von CPAP nicht nutzen können. Inspire® ist
ein vollständig implantiertes System, das die Atemtätigkeit
registriert und Impulse an die Muskulatur abgibt, um die oberen
Atemwege offen zu halten. Die Patienten schalten den Stimulator vor
dem Schlafengehen mittels einer Fernbedienung ein. In den
HNO-Kliniken des Klinikums rechts der Isar in München, der
Universitätsmedizin in Mannheim sowie der Universitätsklinik
Schleswig-Holstein in Lübeck wird die Inspire® Therapie im Rahmen
dieser Anwendungsbeobachtung eingesetzt. Sowohl für Inspire Medical
Systems als auch für Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe ist dies
ein wichtiger Schritt hin zu einer Kostenerstattung der Therapie
durch die Krankenversicherungen.
Prof. Dr. Henning Bier, Direktor der HNO-Klinik des Klinikums
rechts der Isar der TU München, sagt: "Endlich ist ein funktioneller
Therapieansatz für Patienten verfügbar, die an einer obstruktiven
Schlafapnoe und gleichzeitig an einer CPAP-Intoleranz leiden, ohne
die oberen Atemwege operativ verändern zu müssen. Die gezielte
Stimulation der oberen Atemwege ist bei sorgfältiger
Indikationsstellung ein äußerst kluger Ansatz und vielleicht einer
der wichtigsten Meilensteine in der Chirurgie der obstruktiven
Schlafapnoe der letzten Jahrzehnte."
Über Inspire Medical Systems, Inc.:
Inspire Medical Systems, ansässig in Minneapolis im US-Bundesstaat
Minnesota, ist der führende Entwickler von innovativen,
implantierbaren Neurostimulationssystemen zur Behandlung von
obstruktiver Schlafapnoe (OSA). Inspire nutzt die bewährten
Technologien aus den Bereichen der Herzschrittmachertherapie und
Neurostimulation und hat eine proprietäre Therapie zur Stimulation
der oberen Atemwege (UAS) entwickelt, um den Schlaf und die
Lebensqualität der Menschen zu verbessern, die von diesem Leiden
betroffen sind.
Inspire wird von den bekannten Investitionsunternehmen der
Medizintechnik-Branche GDN Holdings, Kleiner, Perkins, Caufield and
Byers, Synergy Life Sciences Partners, US Venture Partners und
Medtronic finanziert.
Pressekontakt:
Tobias Heyer
MSL Germany
Email: tobias.heyer@mslgroup.com
Telefon: 030 / 820 82 507
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Datum: 29.07.2014 - 10:00 Uhr
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Gesundheitswesen - Medizin
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