Südwest Presse: KOMMENTAR · KRIEG

Südwest Presse: KOMMENTAR · KRIEG

ID: 1094329
(ots) - KOMMENTAR · KRIEG

Bankrotterklärung Bombenangriffe auf die irakische Stadt Erbil,
Raketenbeschuss im Gazastreifen und auf Ziele in Israel, die
Entscheidungsschlacht um Donezk - die Agenturmeldungen des gestrigen
Tages sind einmal mehr eine Bankrotterklärung unserer Zivilisation.
Trotz internationaler Organisationen, trotz Abkommen und
Friedensplänen, trotz Erfahrungen aus Jahrzehnten und Jahrhunderten
kriegerischer Auseinandersetzungen: Krieg und die mit ihm verbundenen
Opfer und Zerstörungen werden sich weiter durch unsere Geschichte
ziehen. Naiv und geradezu fahrlässig erscheinen auf diesem
Hintergrund die Träume eines friedlicheren Zusammenlebens, das in den
90er Jahren möglich schien. Wer glaubte nach dem Ende des Kalten
Krieges in Europa noch daran, dass Russland und der Westen so bald
wieder säbelrasselnd ihre Kräfte messen würden? Gerade einmal 25
Jahre später brechen alte Muster auf, provoziert von einem russischen
Präsidenten im Cäsarenwahn. Arabischer Frühling, ein Irak, der ohne
Saddam Hussein den Weg in eine friedliche Zukunft suchte,
diplomatische Wege aus der Krise in Israel: Diese Hoffnungen sind in
Bombenhagel und Gewehrfeuer untergegangen. Das Fazit des gestrigen
Tages ist so einfach wie ernüchternd: In vielen Teilen dieser Welt
gelingt es nicht, die Spirale der wachsenden Gewalt zu durchbrechen.
Die Stimmen derer, die wirklich Frieden wollen, gehen im Lärm der
Kanonen unter. Bankrotterklärung Bombenangriffe auf die irakische
Stadt Erbil, Raketenbeschuss im Gazastreifen und auf Ziele in Israel,
die Entscheidungsschlacht um Donezk - die Agenturmeldungen des
gestrigen Tages sind einmal mehr eine Bankrotterklärung unserer
Zivilisation. Trotz internationaler Organisationen, trotz Abkommen
und Friedensplänen, trotz Erfahrungen aus Jahrzehnten und
Jahrhunderten kriegerischer Auseinandersetzungen: Krieg und die mit


ihm verbundenen Opfer und Zerstörungen werden sich weiter durch
unsere Geschichte ziehen. Naiv und geradezu fahrlässig erscheinen auf
diesem Hintergrund die Träume eines friedlicheren Zusammenlebens, das
in den 90er Jahren möglich schien. Wer glaubte nach dem Ende des
Kalten Krieges in Europa noch daran, dass Russland und der Westen so
bald wieder säbelrasselnd ihre Kräfte messen würden? Gerade einmal 25
Jahre später brechen alte Muster auf, provoziert von einem russischen
Präsidenten im Cäsarenwahn. Arabischer Frühling, ein Irak, der ohne
Saddam Hussein den Weg in eine friedliche Zukunft suchte,
diplomatische Wege aus der Krise in Israel: Diese Hoffnungen sind in
Bombenhagel und Gewehrfeuer untergegangen. Das Fazit des gestrigen
Tages ist so einfach wie ernüchternd: In vielen Teilen dieser Welt
gelingt es nicht, die Spirale der wachsenden Gewalt zu durchbrechen.
Die Stimmen derer, die wirklich Frieden wollen, gehen im Lärm der
Kanonen unter.



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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218

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Kommentar Von Stefan Weigel
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Datum: 08.08.2014 - 19:37 Uhr
Sprache: Deutsch
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