Depotpower.de: Ist das nun die Trendwende im Dax?

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Zarte Anzeichen einer Entspannung zwischen Russland den USA und Europa, scheinen der Auslöser für den kräftigen Auftrieb im DAX gewesen zu sein.



(firmenpresse) - Obama und Putin haben sich mit der ukrainischen Regierung offenbar geeinigt, humanitäre Hilfe in den umkämpften Hochburgen der Separatisten zuzulassen. Der DAX stoppte damit seine fünfwöchige Korrektur und legte mit einem Aufschlag von 1,9% den stärksten Tag seit April 2014 hin. Am Ende ging er bei 9.180,74 Punkten aus dem Handel. In den USA fielen die Aufschläge deutlich schwächer aus. Hier geht die Hoffnung um, dass die jüngsten Kursverluste nicht der Beginn einer nachhaltigen Korrektur sind. Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 16.570 Punkte. Der S&P-500 stieg um 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite um 0,7 Prozent. Die Vorgaben aus Asien sind neutral. Derr Nikkei gewinnt 0,1% auf 15.139 Punkte und der Hang-Seng verliert 0,1% auf 24.613 Punkte.

Charttechnischer Ausblick: Mit einem GAP ist der DAX gestern in den Tag gestartet und konnte Stunde für Stunde sich weiter nach oben arbeiten. Im Stundechart war bei 9.200 Punkten ein erhöhtes Preisvolumen zu sehen und hier wurde der DAX auch ausgebremst. Das tageshoch konnte bei 9.199 Punkten gelegt werden. Steigt der DAX heute über 9.199 Punkte, sind noch 9.243 Punkte möglich. Danach kommen einige Widerstände auf den DAX zu. Abwärtstrendlinie befindet sich bei 9.256 Punkten. Die EMA-100-Stundenlinie befindet sich bei 9.277 Punkten. Ein horizontaler Widerstand ist bei 9.304 Punkten zu sehn und das 61,8%Fibonacci-Retracement bei 9.397 Punkten stellt auch noch einen Widerstand dar. Fällt der DAX also wieder runter 9.089 Punkte zurück, ist mit einem Gapclose bei 9.018 Punkten auf Stundenbasis zu rechnen. Auf Tagesbasis liegt das GAP bei 9.061 Punkten. Ansonsten trübt sich das Bild erst unter 8.972 Punkte ein, womit auch die 8.903 Punkte wieder möglich wären.

Fazit: Shortsqueeze oder Trendwende, ist derzeit die Frage die sich viele Anleger stellen? Der Großteil des gestrigen Anstiegs ist sicherlich Shorteindeckungen geschuldet. Bei einigen Einzeltiteln gab es wahrscheinlich auch Schnäppchenjäger die ihr Glück versuchen. Aber alles unter 9.500 Punkten ist als technische Gegenreaktion nach den massiven Kursverlusten der letzten Wochen zu sehen. Über 9.500 Punkte dürften Anleger erst wieder das Gefühl bekommen, Sie verpassen die nächste Kursrally. Der Bereich bei 9.500 Punkten wird mit den ganzen geopolitischen Risiken aber nur schwer zu durchbrechen sein. Denn es hat sich bei 9.500 Punkten ein starkes Widerstandscluster aus Widerstandslinien und gleitenden Durchschnitten mit einem erhöhten Preisvolumen aufgebaut. Somit dürfte die Erholung maximal an die 9.500 Punkte heranreichen. Heute ist der ZEW-Index im Fokus der Anleger. Mit den ganzen Krisenherden die es derzeit gibt, dürften die Konjunkturerwartungen alles andere als gut ausfallen. Auch die Lageeinschätzung dürfte schlecht ausfallen, zumal das Niveau noch vergleichsweise hoch ist. Zudem sind auch die bereits veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes und die sentix-Umfrage gesunken.



Mit besten Grüßen
Ihr
Andreas Janes
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Datum: 12.08.2014 - 13:47 Uhr
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Freigabedatum: 12.08.2014

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