Kfz-Gewerbe fordert Plakette für E-Fahrzeuge
ID: 1096233
Plakette gekennzeichnet werden. Das fordert der Zentralverband
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in seiner Stellungnahme zum
Entwurf des Elektromobilitätsgesetzes (EMoG). Statt eines
Sonderkennzeichens ließe sich mit der Plakettenlösung zusätzlicher
bürokratischer Aufwand vermeiden, so ein ZDK-Sprecher. Außerdem sei
nur so eine einheitliche Lösung möglich, da im Ausland zugelassene
E-Fahrzeuge laut Gesetzentwurf durch eine Plakette gekennzeichnet
werden sollen. Nicht zuletzt sei die notwendige Infrastruktur für die
Plakettenvergabe in Deutschland bereits vorhanden. "Wie bei
Umweltplaketten sollte diese Vergabe über die Zulassungsbehörden, die
Überwachungsorganisationen und die berechtigten Kfz-Betriebe
erfolgen", so der Sprecher. Eine Beschränkung der Ausgabe auf die
Zulassungsbehörden lehne der ZDK hingegen ab.
Über die Regelungen des Gesetzentwurfs hinausgehende Anreize zur
weiteren Verbreitung von E-Fahrzeugen würde nach Überzeugung des ZDK
die Möglichkeit der Sonderabschreibung bei gewerblich genutzten
Fahrzeugen in Höhe von 50 Prozent der Anschaffungskosten im ersten
Jahr der Nutzung schaffen. Gerade die dadurch besonders
angesprochenen Anbieter regionaler Dienstleistungen, wie Handwerk,
Pflege oder Kurierdienste, könnten dafür sorgen, dass endlich eine
nennenswerte Zahl von Elektrofahrzeugen auf die Straße komme und so
als Wegbereiter der Elektromobilität fungierten.
Unabdingbar sei ferner die Schaffung einer Ladeinfrastruktur, die
für alle Elektrofahrzeuge genutzt werden könne, so der Sprecher.
Deshalb dürfe es keine einseitige Ausrichtung der
Schnellladeinfrastruktur auf die europäische CCS-Norm (Combined
Charging Standard) geben, da ein hoher Anteil von Elektrofahrzeugen
nur über eine so genannte CHAdeMO-Schnittstelle (CHArge de MOve)
verfüge und an solchen Stationen folglich nicht geladen werden
könnte. Das Beispiel anderer Länder zeige, dass
Multicharger-Ladestationen, die beiden Standards gerecht werden, ohne
ins Gewicht fallende Mehrkosten errichtet werden könnten, so der
Sprecher.
Pressekontakt:
Ulrich Köster, Pressesprecher
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)
Tel.: 0228/ 91 27 270
E-Mail: koester@kfzgewerbe.de
Internet: www.kfzgewerbe.de
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Datum: 15.08.2014 - 10:14 Uhr
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