4 Millionen Verbraucher nutzen Carsharing
Verdoppelung innerhalb von 18 Monaten
Das Potenzial von Carsharing ist enorm: Laut einer BITKOM-Umfrage aus dem vergangenen Jahr kann sich jeder zweite Autofahrer vorstellen, solche Angebote zu nutzen. Das sind umgerechnet 24 Millionen Bürger. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar zwei Drittel der Autofahrer, in der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren 61 Prozent.
Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Carsharing-Modelle. Beim so genannten stationsabhängigen Carsharing mieten Kunden die Wagen für einen bestimmten Zeitraum, meist ein paar Stunden oder einen ganzen Tag. Die Autos werden an festgelegten Parkplätzen bzw. Stationen abgeholt und abgestellt. Das Modell ist mit klassischen Mietwagen vergleichbar. Anbieter ist beispielsweise Flinkster.
Für einfache Fahrten in der Stadt nutzen immer mehr Kunden stationsunabhängige Angebote wie DriveNow oder Car2Go. Per Smartphone-App können angemeldete Nutzer nach einem verfügbaren Auto in der Umgebung suchen und dies direkt buchen. In der Regel wird pro Minute gezahlt, manchmal nach zurückgelegten Kilometern. Nach der Fahrt können Nutzer das Auto auf einem beliebigen öffentlichen Stellplatz parken, es fallen keine Parkgebühren an. Das Auto ersetzt hier die Fahrt mit Taxi, Bus oder Straßenbahn.
Beim dritten Modell stellen private Autobesitzer ihren eigenen Wagen gegen Geld anderen zur Verfügung, häufig inklusive speziellem Versicherungsschutz. Zentrale Anlaufstellen für diese Form des Carsharings sind Webplattform wie www.autonetzer.de. Hier finden Eigentümer von Autos und Interessenten zusammen.
Carsharing ist zum wichtigen Faktor bei so genannten intermodalen Reisen geworden. Dabei werden mindestens zwei Verkehrsmittel kombiniert. Verbraucher kommen z.B. mit der Bahn in einer Stadt an und fahren per Carsharing weiter. Erste Mobilitäts-Apps wie moovel, Mobility Map oder DB Navigator bilden diesen Trend bereits ab. Der Kunde gibt ein Ziel ein, die Software verknüpft Angebote von Bahn, ÖPNV, Car- oder Bikesharing. Weicksel: "Carsharing ergänzt in immer mehr Städten den öffentlichen Personennahverkehr und schließt Lücken im Verkehrsnetz."
Die Zukunft der Sharing Economy ist auch ein Thema auf dem dritten BITKOM Trendkongress am 25. November 2014 in Berlin. Weitere Informationen unter: www.bitkom-trendkongress.de.
Zur Methodik: Die Angaben basieren auf repräsentativen Umfragen, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris für den BITKOM durchgeführt hat. Dabei wurden im Juni 2014 sowie im August 2013 und November 2012 mehr als 1.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt.
BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. Mehr als drei Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 10 Prozent kommen aus sonstigen Ländern der EU und den USA, 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. Mehr als drei Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 10 Prozent kommen aus sonstigen Ländern der EU und den USA, 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
Datum: 09.09.2014 - 10:23 Uhr
Sprache: Deutsch
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