Schwäbische Zeitung: Kompromiss ohne Weitblick
ID: 1112129
Mietpreisbremse sinnvoll aus. Der Wohnungsneubau wird nicht
abgewürgt, weil Neubauten von dem Gesetz ausgenommen werden, und wer
heute schon eine Wohnung besitzt, kann immerhin nach eingehender
Renovierung auch mehr verlangen als zehn Prozent über der ortüblichen
Vergleichsmiete.
Doch mit den grundsätzlichen Problemen der Reform hat sich die
Koalition auch beim neuen Kompromiss nicht auseinandergesetzt. Denn
wo die Mietpreisbremse überhaupt zur Anwendung kommt, entscheiden
ohnehin die Länder. Es dürfte schon bald einen Flickerlteppich in
Deutschland geben, weite Teile des Landes werden davon überhaupt
nicht betroffen sein. Da das Gesetz nur bei Neuvermietungen gilt,
könnten zudem schon bald flächendeckend die Bestandsmieten steigen,
denn vor der nächsten Neuvermietung dürften sich viele Vermieter noch
höhere Einnahmen sichern wollen.
Der Staat ist für die Daseinsvorsorge zuständig und soll deshalb
durchaus in den Wohnungsmarkt eingreifen - aber behutsam und ohne
allzu offensichtliche Schlupflöcher zu schaffen, die schon bald
Probleme bringen werden, die man eigentlich bekämpfen wollte.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.09.2014 - 19:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1112129
Anzahl Zeichen: 1458
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 162 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Kompromiss ohne Weitblick"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Schwäbische Zeitung: Erdogans düstere Spiele ...
Die Terroristen des Islamischen Staats (IS) scheinen Barack Obama vor sich herzutreiben. Aus dem Nahen Osten wollte er sich heraushalten, nein, er wolle keine Ziele in Syrien bombardieren, hatte der US-Präsident noch vor wenigen Tagen erklärt. Am Dienstagmorgen gingen dann doch Tohamawk-Marsch
Mitteldeutsche Zeitung: zu Mietpreisbremse ...
Für die Wohnungssuchenden ist das eine gute Nachricht. Dort, wo die Immobilienmärkte verrückt spielen, kann das Instrument einen Beitrag zur Preisdämpfung leisten. Der Minister weist zu Recht darauf hin, dass bisherige Sprünge von 30 oder 40 Prozent bei Neuvermietungen inakzeptabel sind. Z
Mitteldeutsche Zeitung: zu USA/Syrien ...
Wahrscheinlicher ist nämlich, dass die Schläge den Truppen von Präsident Assad im Bürgerkrieg Luft verschaffen. Die Schwächung des IS könnte ihn stärken. Mit anderen Worten: eine komplizierte Gemengelage mit hohem Risiko! Mindestens so wichtig wie militärische Erfolge gegen den IS könnt
Mitteldeutsche Zeitung: zur SPD-Linken ...
Da wirkt es auf den ersten Blick wie ein schlechtes Omen, wenn die bisher eher zerfledderte und sich selbst marginalisierende SPD-Parteilinke nun ihre Kräfte bündelt und sich neu organisiert, um schlagkräftiger ihre Anliegen vorbringen zu können. Für die künftige Handlungsfähigkeit der




