Kulturvision für Rhein-Neckar breit diskutiert
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- Deutscher Kulturrat-Chef Zimmermann sieht Vorbildrolle
- Prozess geht in die Zielgerade
Zum Jahreswechsel soll sie vorgelegt werden: die Kulturvision für die Region Rhein-Neckar. Ein wichtiger Schritt ist mit der Vorstellung der Leitlinien und übergeordneten Themen beim Denkfest am Samstag in Bensheim getan: "Erstmals haben wir die Ideen und Vorschläge aus einer regionalen Arbeitsgruppe einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht", so Thomas Kraus, Leiter des Kulturbüros der Metropolregion, der sich erfreut über die große Beteiligung zeigte. 250 Teilnehmer waren ins Alte Kurfürstliche Gymnasium gekommen. "Die Arbeit an der Kulturvision hat in konstruktiven, aber auch kontroversen Diskussionen nochmals wertvolle Impulse erhalten, die es nun gilt zu berücksichtigen, bevor wir sie im kommenden Jahr mit den Gremien der Region, zum Beispiel mit der AG Kulturvision 2015, abstimmen und verabschieden."
Für Olaf Zimmermann, den Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, ist die Region Vorbild in Sachen Kultur. Er beglückwünschte die Kultur-Akteure für ihren Zusammenhalt, für ihre Bereitschaft, aus freien Stücken an einer gemeinsamen Vision zu arbeiten: "Das Beispiel Rhein-Neckar sollte Schule machen", sagte der oberste Interessenvertreter der deutschen Kultureinrichtungen und wünschte: "Diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit sollte stärker Beachtung finden." In seiner Ansprache kritisierte Zimmermann das derzeit geplante Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP scharf und zeigte auf, dass es Auswirkungen auf die Kulturlandschaft Deutschlands bis auf kommunaler Ebene haben könne.
Das Denkfest der Metropolregion Rhein-Neckar fand bereits zum vierten Mal statt. "Innerhalb kürzester Zeit hat sich dieses Format etabliert", so Kraus. Erstmals sei die Veranstaltung auch auf breites überregionales Interesse gestoßen, bereits am Vortag hatten sich Vertreter anderer Kulturregionen u.a. aus Karlsruhe, Stuttgart und Frank furt/Main über Möglichkeiten zukünftiger Zusammenarbeit ausgetauscht.
Eine detaillierte Dokumentation des Denkfests wird veröffentlicht unter www.m-r-n.com/denkfest.
Hintergrund: Kulturvision, Kulturbüro und Denkfest
Das Denkfest 2014 widmete sich der Kulturvision für die Metropolregion Rhein- Neckar, die 2015 verabschiedet werden soll. Im Mittelpunkt stand die strategische Frage, entlang welcher Leitlinien sich die Kulturregion Rhein-Neckar in den kommenden Jahren entwickeln soll. Ein erster Entwurf für eine solche Kulturvision wurde in den vergangenen Monaten mit den Kulturamtsleitern und Kulturreferenten mehrerer Kommunen und Kreise erarbeitet. Beim vierten Denkfest wurden die gemeinsamen Überlegungen zu den drei übergeordneten Themen "Audience Development", "Kulturtourismus" und "Diversität" sowie zu den einzelnen Sparten Literatur, Bildende Kunst, Musik, Film, Darstellende Kunst sowie Museen/Schlösser erstmals vorgestellt und diskutiert.
Das Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar wurde im Jahr 2011 gegründet, um den Austausch zwischen Kulturschaffenden zu fördern und Rhein-Neckar überregional als herausragende und außergewöhnliche Kulturregion zu positionieren. Es wird gemeinsam getragen von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, den Städten Heidelberg, Ludwigshafen, Mannheim, Schwetzingen, Weinheim und Worms, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Rhein-Pfalz-Kreis sowie der BASF SE.
Gemeinsam mit den Top-Festivals der Rhein-Neckar-Region organisiert das Kulturbüro seit 2011 das Denkfest. Einmal pro Jahr treffen sich dabei Kulturschaffende und Kulturinteressierte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, um aktuelle Themen zu diskutieren und gemeinsame Projekte zu initiieren.
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Datum: 29.09.2014 - 14:34 Uhr
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