11. Europäischer Depressionstag: Wie sich die Behandlung mit Antidepressiva noch optimieren lässt
ID: 1116430
folgenreiche aber häufig übersehene Erkrankung zu richten, rief die
European Depression Association (EDA) am 1. Oktober 2014 bereits zum
11. Mal den Europäischen Depressionstag aus. Eine Initiative die
dringend nötig ist, denn zu viele Betroffene werden unzureichend
behandelt oder erst gar nicht als depressiv erkannt. Ziel des
Thementags ist es daher, durch unterschiedliche Veranstaltungen
Patienten, Angehörige, Ärzte und öffentliche Entscheidungsträger für
das Krankheitsbild zu sensibilisieren sowie ein effizientes
Krankheitsmanagement anzustoßen. Hierbei kann ein Test zur
individuellen Eignung von Antidepressiva helfen.
Aufklärung ist ein zentraler Aspekt der Initiative, denn ein
Drittel der Betroffenen sucht erst gar keine professionelle Hilfe.
Für das Leiden sensibilisiert werden müssen jedoch auch die Ärzte,
damit sie zielsicher die richtigen Fragen und die entsprechende
Diagnose stellen, sowie die passende Therapie einleiten. Eine
frühzeitig erkannte Depression lässt sich in der Regel gut
therapieren. Dennoch werden gegenwärtig, laut
Gesundheitsberichterstattung des Bundes, nur etwa 6-9 Prozent der
Betroffenen angemessen behandelt. Angemessen bedeutet bei
mittelschweren und schweren Depressionen ein dualer Ansatz aus
Psychotherapie und sorgfältig abgestimmter Medikation. Denn das
seelische Leiden gründet auf ein gestörtes Gleichgewicht der
Botenstoffe im Gehirn. Arzneimittel können dieses wieder ins Lot
bringen - vorausgesetzt sie gelangen in der richtigen Konzentration
an den Zielort und werden konsequent über längere Zeit eingenommen.
Allerdings sprechen nicht alle Patienten gleichermaßen auf die
verfügbaren Antidepressiva an. Bei etwa jedem Dritten bleibt der
Behandlungserfolg aus. Weitere 40 Prozent setzen die verordneten
Medikamente bereits innerhalb der ersten Tage wieder ab, meist weil
sie unter Nebenwirkungen leiden. Der Wahl eines individuell
geeigneten Arzneimittels kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu. Dabei
sollte man einen wichtigen Aspekt miteinbeziehen - die genetische
Ausstattung des Betroffenen. Ein Grund für das unterschiedliche und
häufig unzureichende Ansprechen auf Antidepressiva bzw. das Auftreten
starker Nebenwirkungen sind nämlich kleine Variationen im Erbgut.
Diese können den Abbau von Arzneimitteln in der Leber - und damit
ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit - beeinflussen. Ein Präparat
kann demnach entweder zu kurz oder zu lange im Körper verweilen und
dadurch unerwünschte Konzentrationen erreichen.
Bislang ließ sich nicht voraussagen, welches Antidepressivum in
welcher Dosis hinsichtlich des individuellen Stoffwechsels geeignet
ist. Nun lässt sich dies mit Hilfe eines einfachen Bluttests (STADA
Diagnostik DNA Antidepressiva) herausfinden. Der Test ermittelt den
sogenannten Metabolisierungstyp einer Person, also seine genetische
Veranlagung einen Wirkstoff im Körper zu transportieren und
abzubauen. So erfährt man für 16 häufig verschriebene Antidepressiva,
ob und in welcher Dosis sie in Bezug auf den Stoffwechsel geeignet
sein können. Fehlversuche mit Medikamenten, die nicht oder nur
schwach wirken oder aber unnötige Nebenwirkungen hervorrufen, können
so vermieden, wertvolle Zeit gewonnen werden.
Der DNA-Test kann in der Apotheke erworben und zum nächsten
Arztbesuch mitgebracht werden. Nach einer ausführlichen Beratung
entnimmt der Arzt eine Blutprobe und sendet sie an das Analyselabor
des Genspezialisten humatrix AG, welcher den Test für mehr
Therapiesicherheit auch entwickelt hat. Binnen weniger Tage erhält
der Arzt das Analyseergebnis mit ausführlichen Empfehlungen zur
Therapiewahl. Private Krankenversicherungen erstatten in der Regel
die Kosten und auch für gesetzlich Versicherte kann es sich lohnen,
eine Erstattung zu beantragen.
Pressekontakt:
STADA Arzneimittel AG
Media Relations
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61118 Bad Vilbel
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Datum: 02.10.2014 - 12:12 Uhr
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