250.000 Wildunfälle im Jahr - Versicherer warnen vor riskanten Ausweichmanövern
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247.000 Wildunfälle registriert, die Kosten in Höhe von knapp 564
Millionen Euro verursachten. Im Vergleich mit dem Rekordjahr 2012 ist
die Zahl der Wildunfälle leicht rückläufig - mit knapp 700
Wildunfällen pro Tag bleiben Zusammenstöße mit Rehen, Wildschweinen
und anderem Wild aber weiterhin eine große Gefahr.
Anzahl der Pkw-Wildunfälle und Leistungen der Teil- und
Vollkaskoversicherer
Jahr Anzahl Veränderung Versicherungs-
der Wildunfälle gegenüber dem leistungen in Euro
Vorjahr
2008 241.000 7% 500 Millionen
2009 232.000 -4% 490 Millionen
2010 243.000 5% 520 Millionen
2011 235.000 -3% 510 Millionen
2012 258.000 10% 583 Millionen
2013 247.000 -4% 564 Millionen
Riskante Ausweichmanöver vermeiden
Die Versicherer raten den Autofahrern daher, die Warnschilder vor
Wildwechsel zu beachten und ihre Fahrweise der Situation anzupassen.
Am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern sollten Autofahrer vor allem
in der Dämmerung die Geschwindigkeit verringern und vorausschauend
fahren. Wenn Wild am Straßenrand auftaucht, kann es oft durch Hupen
verscheucht werden. Das Blenden mit dem Fernlicht verwirrt die Tiere
hingegen, sie verlieren die Orientierung und laufen oft instinktiv
auf die Lichtquelle zu. Riskante Ausweichmanöver sollten Autofahrer
im Ernstfall vermeiden. Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder
einem Baum birgt in der Regel meist größere Gefahren als die
Kollision mit einem Tier. Wurde das Tier bei der Kollision verletzt
oder getötet, sollte man es wegen möglicher Tollwutgefahr nicht
anfassen. Das ist Aufgabe des Försters oder Jagdpächters.
Welche Versicherung zahlt bei einem Wildunfall?
Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch Haarwild - wie Rehe und
Wildschweine - verursacht werden, zahlt die Teilkaskoversicherung.
Einige Versicherer haben ihren Schutz auf alle Wirbeltiere
ausgeweitet. Da in der Vollkaskoversicherung jeder Unfallschaden
versichert ist, reguliert diese Versicherung ebenfalls Schäden nach
einem Wildunfall. Für eine schnelle Schadenbearbeitung ist vor allem
die Wildbescheinigung des Försters oder Jagdpächters wichtig;
hilfreich sind außerdem Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom
Fahrzeug.
Richtiges Verhalten nach einem Wildunfall
1. Absichern der Unfallstelle: Warnblinklicht einschalten und das
Warndreieck aufstellen.
2. Die Polizei benachrichtigen.
3. Wildbescheinigung vom zuständigen Förster oder Jagdpächter
ausstellen lassen.
4. Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom Fahrzeug machen. Dies ist
hilfreich für eine schnelle Schadenbearbeitung.
5. Den Versicherer anrufen, bevor Reparaturen am Pkw
vorgenommenwerden.
Weitere Informationen zum Thema Wildunfälle bei der
Unfallforschung der Versicherer:
http://www.udv.de/de/strasse/landstrasse/wildunfaelle
Pressekontakt:
Kathrin Jarosch
Tel.: 030 / 2020-5180
k.jarosch@gdv.de
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Datum: 07.10.2014 - 16:15 Uhr
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