Neue OZ: Gespräch mit Sir Simon McDonald, Britischer Botschafter
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Verhältnis von Deutschen und Briten
Sir Simon McDonald: "Häufig entsteht der Eindruck, es besteht
keine Liebe, eher eine Vernunftehe" - schon jetzt gebe es viel
Verbindendes
Osnabrück.- Anlässlich der Eröffnung einer Deutschland-Ausstellung
im Britischen Museum in London hat sich der britische Botschafter in
Berlin, Sir Simon McDonald, ein innigeres Verhältnis beider Länder
gewünscht. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung"(Montag) sagte McDonald. "Häufig entsteht der Eindruck,
zwischen unseren beiden Ländern besteht keine Liebe, eher eine
Vernunftehe."
Er hoffe, dass die Ausstellung "Germany: Memories of a Nation" in
London mit typisch deutschen Exponaten ihren Teil dazu beitrage, dass
die Briten Deutschland stärker zu schätzen wüssten. Die Schau,
initiiert von Museumsleiter und Deutschland-Kenner Neil MacGregor,
sei hervorragend dazu geeignet. "Das ist auch ein Ziel, mehr Liebe in
das Verhältnis zu bringen", sagte der Botschafter. "Neil MacGregor
kann das. Er ist eine beliebte, bekannte Figur in Großbritannien,
aber auch in Deutschland. Überdies ist er ein riesiger Experte für
Kunst und Deutschlandgeschichte. Er glaubt, das Verständnis der
Briten für Deutschland sei nicht groß genug. Er will das ändern."
MacGregor sei überzeugt davon, dass Briten dafür empfänglich seien:
"Und ich glaube das auch."
Überdies gebe es schon jetzt viel Verbindendes, so McDonald, etwa
im Fußball oder in der Automobilbranche. "Die britische Autoindustrie
ist zur Hälfte deutsch. Auf den BMW-Mini sind die Briten sehr stolz,
es ist eines der besten Autos der Welt. Auch der Fußball, also
Bundesliga und Premier League, verbindet uns. Umgekehrt sind
britische Fernsehsendungen oder auch Harry Potter in Deutschland sehr
beliebt. Es gibt schon sehr viel, aber es muss noch mehr werden."
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Datum: 13.10.2014 - 05:00 Uhr
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