Was wirkt, kann auch "nebenwirken" / Pflanzliche Medikamente soll man nicht ohne gründliche Information anwenden
ID: 1122897
Pflanzenmedizin. 80 Prozent greifen bei Beschwerden lieber zu
pflanzlichen als zu herkömmlichen chemischen Präparaten. Sie glauben
also, dass die sanfte Medizin wirkt. "Alles, was wirkt, hat natürlich
auch das Potenzial, Nebenwirkungen zu verursachen", warnt Aniko
Dobos, Assistenzärztin am Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut
und Expertin für Naturheilkunde, im Apothekenmagazin "Baby und
Familie". Vor der Anwendung soll man deshalb unbedingt von einem Arzt
oder Apotheker Rat holen, ob das Präparat geeignet ist. Vor allem
wichtig: angeben, was man sonst noch einnimmt. Beim häufig genutzten
Johanniskraut zum Beispiel sind 170 Arzneistoffe bekannt, mit denen
es teils ernste Wechselwirkungen entfaltet. Der gern gegen
Erkältungen genommene Sonnenhut (Echinazea) ist für Menschen mit
Autoimmunerkrankungen (z.B. Typ-1-Diabetes, bestimmte Rheumaformen)
nicht geeignet. Auch bei pflanzlichen Mitteln gilt deshalb: Erst
informieren, dann anwenden.
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Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
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Datum: 17.10.2014 - 08:00 Uhr
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