Scientology Kirche Sankt Petersburg gewinnt wichtigen Gerichtsfall vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
ID: 1123396
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
bestätigt grundlegende Rechte russischer Scientologen
Am 2. Oktober 2014 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (ECHR) eine Entscheidung gefällt, in welcher festgestellt wurde, dass die Weigerung, die Scientology Kirche von Sankt Petersburg als Körperschaft einzutragen die Artikel 9 und 11 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten verletzt.
Eine Gruppe russischer Bürger, einschließlich sechs Mitglieder der Scientology-Religion, hatten Beschwerde beim ECHR eingereicht, weil die Behörden sich entgegen dem Gesetz geweigert hatten, die Gruppe als rechtliche Körperschaft einzutragen.
Die Scientologen aus dieser Gruppe, geführt von Frau Galina Shurinova, hatten im Zeitraum von März 1995 bis August 2003 sechs Anträge für die Registrierung ihrer Kirche gestellt. Die Behörden verweigerten die Anträge jedes Mal mit neuen Begründungen.
Die Antragssteller legten vor Gericht Widerspruch ein. Das Sankt Petersburger Amtsgericht erachtete die Verweigerung jedoch als gesetzeskonform aufgrund der vermeintlich mangelnden Zuverlässigkeit des vorgelegten Dokuments, welches das Bestehen der Gruppe seit fünfzehn Jahren bestätigt hatte. Im Mai 2006 wurde dieser Entscheid rechtskräftig.
Aufgrund dieser Verweigerung mussten die Antragssteller sich an den ECHR wenden, um ihre Rechte zu verteidigen. Sie bezogen sich auf Artikel 9 (Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit) und auf Artikel 11 (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) der Konvention, die zu befolgen sich Russland verpflichtet hat.
Die jetzige Entscheidung ist die bisher dritte des Europäischen Gerichtshofs zum Schutz der Religionsfreiheit, welche auch die Scientology Kirche betrifft. 2007 stellte der Europäische Gerichtshof eine Verletzung der Konvention bezüglich der Wiedereintragung der Scientology Kirche in Moskau fest. In 2009 verurteilte der ECHR einen weiteren Verstoß gegen die Konvention. Es ging um die Eintragung der Scientology Kirchen Surgut und Nizhnekamsk.
Einer der Initiatoren des Antrags an den ECHR, Frau Nadezhda Schemeleva, äußerte sich folgendermaßen:
„Wir hoffen, dass diese Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs den Behörden helfen wird, das Gesetz bezüglich Gewissensfreiheit auf eine Ebene mit internationalen Standards zu bringen. Ich bin stolz darauf, dass russische Scientologen, indem sie für ihre Rechte kämpfen, die Grundlage für größere religiöse Freiheit für alle legen.“
Die Entscheidung ist für alle 46 Mitgliedsländer des Europarats rechtsgültig.
Die Scientology-Religion wurde Anfang der 1950er von L. Ron Hubbard ins Leben gerufen, die erste Scientology Kirche wurde 1954 von Anhängern Hubbards in den USA gegründet. Die Scientology-Gemeinschaft umfasst heute über 11.000 Kirchen, Missionen und Gruppen in 184 Ländern und Millionen von Gemeindemitgliedern. Über 50 Scientology-Gruppen und Missionen arbeiten in Russland – von Sankt Petersburg bis nach Wladiwostok.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Für weitere Informationen über Scientology besuchen Sie Websites www.scientology.de.
Für weitere Informationen kontaktieren
Sie bitte Jürg Stettler unter jstettler(at)gmx.ch
Scientology Kirche Deutschland e.V.
Beichstraße 12
80802 München
089-27817733
Datum: 18.10.2014 - 19:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1123396
Anzahl Zeichen: 3135
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Sabine Weber
Stadt:
Berlin
Telefon: 030-364076-270
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 814 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Scientology Kirche Sankt Petersburg gewinnt wichtigen Gerichtsfall vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Scientology Kirche Berlin e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Büchlein mit dem Titel „Der Weg zum Glücklichsein“ wurden über Spenden finanziert und an nur einem Tag wurden durch ehrenamtliche Helfer über 10.000 in Berlin, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und München verteilt. Der überkonfessionelle Verhaltenskodex mit 21 Regeln wir
25. Jahrestag der Wiedervereinigung: Verteilaktion des „Der Weg zum Glücklichsein“ für ein harmonisches Miteinander ...
Das Heft „Der Weg zum Glücklichsein“ wurde von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard Anfang der 1980er Jahre verfasst, in über 100 Sprachen übersetzt und mehr als 10 Millionen mal verteilt, insbesondere in Krisengebieten aller Art. Dieser überkonfessionelle Verhaltenskodex mit 21 Regeln wir
Menschenrechts-Gipfeltreffen in New York: Aufruf an junge Menschenrechtsdelegierte aus aller Welt ...
Das nunmehr 12. jährliche Youth-for-Human-Rights-International-Gipfeltreffen findet dieses Jahr zwischen dem 27. bis 29. August in New York statt und zwar am Sitz der Vereinten Nationen selbst. Ziel ist es, Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenzubringen, um sie zu inspirieren, Menschenrechte zu
Weitere Mitteilungen von Scientology Kirche Berlin e.V.
Der Tagesspiegel: EU-Parlamentschef Schulz: EU soll bei Urteilüber Frankreichs Haushalt auf Wachstum Rücksicht nehmen ...
Berlin - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat sich gegen hohe Strafen der EU-Kommission gegen Frankreich wegen Verstößen gegen den Stabilitätspakt ausgesprochen. Er sei sicher, dass die Kommission in ihrem Urteil über den französischen Haushalt "die konjunkturelle Lage Frankr
Der Tagesspiegel: EU-Parlamentspräsident Schulz: Türkei muss Dschihadisten schärfer überwachen ...
Berlin - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat die Türkei aufgefordert, sich stärker im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamistischer Staat" (IS) zu engagieren. Die Freizügigkeit islamistischer Kämpfer, die nach Europa zurückkehren wollten, müsse durch die Türkei "ei
Der Tagesspiegel: Dobrindt will ein "digitales Wirtschaftswunder" ...
Berlin - Ohne ein flächendeckend ausgebautes Hochgeschwindigkeits-Internet verliert Deutschland international seine Wettbewerbsfähigkeit. "Der Zugang zum Internet wird über unseren Erfolg im globalen Wettkampf um die neuen Märkte entscheiden", sagte Bundesverkehrs- und Infrastruktu
Thüringische Landeszeitung: Ausweisentzug ein Feigenblatt / Kommentar von Florian Girwert zum möglichen Ausweisentzug für deutsche Islamisten ...
Wem der Ausweis abgenommen wird - im Austausch gegen einen mit dem Vermerk, dass das Verlassen Deutschlands nicht gestattet ist -, dem wird es nicht gelingen, in den Heiligen Krieg nach Syrien oder in den Irak zu ziehen, um dort für die Terrorgruppe Islamischer Staat zu kämpfen. So stellen sic




