Europäischer Rat beschließt nichts Konkretes für Klimaschutz und Erneuerbare Energien im Verkehr nach 2020
ID: 1125995
Bioethanolwirtschaft (BDBe) teilt mit, dass der Europäische Rat am
23./24. Oktober 2014 für die Zeit nach 2020 keine konkreten Vorgaben
für weniger Treibhausgase durch Kraftstoffe und mehr Erneuerbare
Energien im Verkehr beschlossen hat. Bislang muss bis zum Jahr 2020
in allen EU-Mitgliedstaaten der Ausstoß von Treibhausgasen durch
Benzin und Diesel um 6 Prozent verringert werden. Ein Anteil von
mindestens 10 Prozent dieser Kraftstoffe muss durch Erneuerbare
Energien ersetzt werden. Diese für alle EU-Mitgliedstaaten
verbindlichen Mindestwerte sind auf das Jahr 2020 befristet und
fallen ab dem 1. Januar 2021 weg.
Der Europäische Rat hat die Befristung dieser Mindestwerte nicht
aufgehoben. Neue Mindestwerte sind nicht beschlossen worden. In nur
allgemeiner Form wird die EU-Kommission zur Entwicklung von
"Instrumenten und Maßnahmen" im Verkehrssektor aufgefordert. Dies
steht in deutlichem Gegensatz zu der bisherigen EU-Klima- und
Energiepolitik in Bezug auf Kraftstoffe. In Deutschland hat hingegen
der Bundestag am 9. Oktober 2014 beschlossen, den Ausstoß von
Treibhausgasen durch Kraftstoffe für die Zeit ab 2020 um mindestens 6
Prozent zu senken.
Der BDBe bedauert, dass der Europäische Rat die EU-Klima- und
Energiepolitik bei Kraftstoffen nach 2020 offen gelassen hat. Bei
Kraftstoffen sind klare und alle Mitgliedstaaten verpflichtende
Vorgaben für weniger Treibhausgase und mehr Erneuerbare Energien
notwendig. Die deutsche Bioethanolwirtschaft fordert, dass die
Mindestziele der EU-Richtlinien Erneuerbare Energien (Rl. 2009/28/EG)
und Kraftstoffqualität (Rl. 98/70/EG) entfristet und deutlich
angehoben werden.
Pressekontakt:
Carola Wunderlich
030 301 29 53 13
presse@bdbe.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.10.2014 - 10:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1125995
Anzahl Zeichen: 1992
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 232 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Europäischer Rat beschließt nichts Konkretes für Klimaschutz und Erneuerbare Energien im Verkehr nach 2020"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) hat die Marktdaten 2025 für die Produktion und den Verbrauch von zertifiziert nachhaltigem Bioethanol in Deutschland veröffentlicht. Die heimische Bioethanolherstellung betrug im letzten Jahr 790.000 Tonnen, dies ist gleichbedeutend mit e
Weiterentwicklung der THG-Quote: Positives Signal für mehr Klimaschutz und Energieversorgungssicherheit ...
Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) begrüßt die heute im Bundestag getroffene Einigung zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Insbesondere die THG-Quotenfortschreibung über das Jahr 2030 hinaus und die deutliche Anhebung der Anrechnungsobergrenz
Mehr Klimaschutz im Straßenverkehr mit dem Kraftstoff E20 / Einladung zum Presse Hintergrundgespräch am Montag, den 19. Januar 2026 im CityCube Berlin ...
Seit der Einführung von Super E10 an deutschen Tankstellen vor 15 Jahren hat sich der klimafreundliche Benzin-Kraftstoff am Markt behauptet und verzeichnete insbesondere in jüngster Zeit einen signifikanten Absatzsprung. Mittlerweile beträgt der Marktanteil von Super E10 am deutschen Benzinmark
Weitere Mitteilungen von Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e. V.
Neues Energie- und Klimapaket: EU verabschiedet sich von einer engagierten Klimaschutzpolitik ...
Berlin: Der Europäische Rat hat die gemeinsame Energie- und Klimapolitik der Europäischen Union bis 2030 festgelegt. "Die EU hat das Ziel aufgegeben, den Klimawandel einzudämmen", kommentierte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), den in
Keller: EU-Energievereinbarung ist Rückschritt / Klimaschutz- und Energiekommissar Canete: Keine Ahnung von Klimaschutz ...
Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin im Europaparlament, Ska Keller, hält die Ergebnisse des EU-Gipfels zur Energiepolitik für "bei Weitem nicht ausreichend". Um die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen, sei mehr nötig, sagte Keller im phoenix-Interview: "We
AMTEX Oil & Gas: Nachfrage versus Produktion – ein Ölmarkt in der Bredouille ...
Dallas, 23.10.2014. „Am Ölmarkt findet eine interessante Entwicklung statt“, sagen die Ölexperten der AMTEX Oil & Gas. Die steigende Produktion stehe einer sinkenden Nachfrage gegenüber. Diese Aussage wird auch belegt durch die Wachstumsprognose der Internationalen Energieagentur (IEA). S
Die Europäische Union muss wieder die Weichen für Wachstum stellen ...
Anlässlich des Dreigliedrigen Sozialgipfels heute in Brüssel hat der Präsident des Europäischen Verbandes der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) Hans-Joachim Reck den Staats- und Regierungschefs Empfehlungen zur Wiederbelebung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Europa vo




