Frühgeschichte: Migrationshintergrund der Europäer
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seiner November-Ausgabe berichtet, ist ein Forscherteam von der
Universität Tübingen und der Harvard Medical School der Antwort auf
die Gen-Spur gekommen. Entsprechende Indizien haben Einwanderer vor
8000 bis circa 7000 Jahren in Mitteleuropa hinterlassen.
Beim Vergleich der DNS sehr alter Leichname aus Deutschland,
Luxemburg und Schweden mit dem Genom heutiger Menschen weltweit ergab
sich eine Überraschung: Die Spuren heutiger Europäer gehen auf drei -
und nicht wie früher angenommen auf zwei - Stammgruppen zurück.
Die erste umfasst die damals bereits hier ansässige Gruppe von
Jägern und Sammlern. Ab etwa 5500 v. Chr. müssen ausweislich der
genetischen Spuren Menschen aus dem Nahen Osten nach Europa
vorgestoßen sein - sie brachten Landwirtschaft und Viehzucht mit, die
vor rund 11.000 Jahren in Vorderasien erfunden worden waren. Der
dritte Genpool, der noch heute in unseren Zellen zu finden ist,
stammt von einer rätselhaften Gruppe, die den Norden Eurasiens
bevölkerte und uns Europäer genetisch mit den Ureinwohnern Amerikas
verbindet. Ihre Ankunft in Mitteleuropa datieren die Forscher auf die
Zeit nach dem Zuzug der vorderasiatischen Bauern.
Alle diese Gruppen haben sich vermischt. Unterschiede gibt es
heute allenfalls in den relativen Anteilen: Nordeuropäer tragen mehr
Gene von Jägern und Sammlern in sich - Litauer sogar bis zu 50
Prozent -, Südeuropäer hingegen mehr bäuerliche Ahnenanteile.
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Datum: 26.10.2014 - 10:30 Uhr
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