Freiheitspreis 2014 an Helen Zille verliehen - Vorkämpferin eines freien, modernen Südafrikas
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Ministerpräsidentin der südafrikanischen Provinz Westkap und
Vorsitzende der Democratic Alliance (DA), verliehen worden. Sie
erhielt ihn von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit für
ihre Verdienste im langjährigen Kampf gegen die Apartheid, gegen
Korruption sowie Selbstbereicherung der politischen Elite in ihrem
Land. Die Preisverleihung fand traditionsgemäß in der Frankfurter
Paulskirche statt.
Altbundespräsident Professor Dr. Horst Köhler würdigte in seiner
Laudatio Helen Zilles Beharrlichkeit, mit der sie ihre politischen
Ziele für ein modernes und freies Südafrika unerschrocken verfolge:
"Helen Zille ist ein Mensch der Tat. In diesen unübersichtlichen
Zeiten brauchen wir Menschen, die uns Anschauung dafür geben, was
Freiheit ist und was sie kein kann." Südafrika müsse jedoch seinen
eigenen Begriff von Freiheit prägen, unabhängig von eurozentrischen
Ideen. Helen Zille gebe diesem Ringen um eine Einheit stiftende und
zukunftsgerichtete Identität ein Gesicht: "Ihr Erfolg zeigt, dass
eine Politik möglich ist, in der nicht die Ethnie im Mittelpunkt
steht. Sie ist eine Vorkämpferin dieser afrikanischen Moderne, zu
einem authentischen afrikanischen Freiheitsbegriff." Zilles
politischer Weg sei zugleich Mahnung an Deutschland, Europa und den
Rest der Welt, sich tiefer und grenzüberschreitender mit
verschiedenen Verständnissen von Freiheit auseinanderzusetzen und den
riesigen, reichen Kontinent Afrika endlich ernst zu nehmen. "Wir
leben in einer vernetzten Welt, in der unsere Schicksale miteinander
verknüpft sind." Dafür sei der Freiheitspreis an eine afrikanische
Politikerin das richtige Zeichen.
Helen Zille zeigte sich sehr bewegt über ihre Auszeichnung, mit
der zugleich die Werte ihrer Eltern, die sie in ihrem Geburtsland
Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus und ihrer späteren
Heimat Südafrika zur Zeit der Appartheid zu Außenseitern machten, auf
besondere Weise gewürdigt würden. Gleichzeitig sei es auch eine
Anerkennung all derer, die den Kampf für die Freiheit vor ihr,
aktuell und in Zukunft führten, denn "der Kampf für die Freiheit ist
ein Marathon, kein Sprint." In ihrer Dankesrede warnte sie davor,
ethnische Konflikte für einen politischen Machterhalt zu
missbrauchen. "In einer offenen Gesellschaft der Chancengleichheit
kann jeder besser vorankommen, als in einer geschlossenen, ethnisch
gespaltenen Gesellschaft." Ihr sei durchaus bewusst, dass der Weg zu
einer offenen Gesellschaft einen sichereren Weg biete, aber dass es
auch ein harter und langsamer Kurs sei im Vergleich zu den
"Sirenengesängen der Populisten, die sofortigen Wohlstand durch die
Enteignung von Privateigentum und die Verstaatlichung von Unternehmen
fordern." In diesem Sinne ermunterte sie das Publikum mit einem
afrikanischen Appell: "Lass dich morgen nicht entmutigen, gib niemals
auf."
Der Freiheitspreis ehrt alle zwei Jahre Persönlichkeiten, die
Impulse für eine liberale Bürgergesellschaft gegeben und auf diese
Weise zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte beigetragen
haben. Unter den Preisträgern der vergangenen Jahre waren der frühere
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der peruanische
Schriftsteller Mario Vargas Llosa, die Publizistin Dr. Necla Kelek
und 2012 der Philosoph Professor Dr. Wolfgang Kersting.
Weitere Informationen zum Freiheitspreis unter
www.freiheit.org/Freiheitspreis.
Pressekontakt:
Doris Bergmann, Pressereferentin der Friedrich-Naumann-Stiftung für
die Freiheit, presse@freiheit.org, Tel. 030 28 87 78-54, Mobil 0151
12 65 63 91, www.presse.freiheit.org, Twitter: @presse_freiheit.
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Datum: 08.11.2014 - 15:02 Uhr
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