Grafologie: Das Schriftbild verrät nichts über den Charakter, kann aber auf Erkrankungen hinweisen (AUDIO)
ID: 1132771
Anmoderationsvorschlag:
Schon in der Grundschule lernen wir zu schreiben. Im Laufe der
Jahre entwickeln wir eine unverwechselbare Handschrift - manche
schreiben mit Schnörkeln, andere schwungvoll oder besonders krakelig.
Doch was sagt die Handschrift über unsere Persönlichkeit aus? Meine
Kollegin Petra Bröcker hat sich erkundigt: Sprecherin: Die Meinungen
über das Thema gehen weit auseinander. Es gibt so genannte
Grafologen. Sie behaupten, dass man an der Handschrift eines Menschen
dessen Charakter erkennen kann. Die meisten Wissenschaftler halten
die Grafologie allerdings für unseriös, hat mir Peter Kanzler gesagt,
der Chefredakteur der "Apotheken Umschau":
O-Ton Peter Kanzler: 12 sec.
"Das Schriftbild verrät wenig über die Persönlichkeit. Grafologie
ist eine Pseudowissenschaft, ähnlich der Astrologie, die
wissenschaftlich nicht belegt ist. Manche behaupten sogar, Grafologie
sei Kaffeesatzleserei."
Sprecherin: Trotzdem glauben einige Menschen, dass die Handschrift
aussagekräftig ist, auch in der Wirtschaft:
O-Ton Peter Kanzler: 15 sec.
"In der Tat verlangen manche Unternehmen von ihren Bewerbern eine
Schriftprobe. Früher war das deutlich häufiger der Fall. Manchmal
müssen sogar Lebensläufe handschriftlich eingereicht werden. Vor
allem in Frankreich und in der Schweiz ist das auch heute noch
relativ häufig üblich."
Sprecherin: Auch wenn die Grafologie als Pseudowissenschaft gilt -
für Mediziner kann die Handschrift von ihren Patienten sehr
aufschlussreich sein:
O-Ton Peter Kanzler: 22 sec.
"Das Schriftbild kann eindeutige Hinweise auf Krankheiten geben,
beispielsweise auf Parkinson, Alzheimer oder multiple Sklerose. Vor
allem Neurologen können häufig vom Schriftbild auf Krankheiten
schließen, typisch ist zum Beispiel Parkinson. Die Schrift wird im
Laufe des Satzes und der Jahre kleiner und enger und unleserlicher.
Und auch zittrige Schrift kann auf Parkinson hinweisen."
Abmoderationsvorschlag:
Wenn man etwas zittrig schreibt, muss man deswegen aber nicht
krank sein, schreibt die "Apotheken Umschau". Denn dafür kann es
viele Gründe geben. Wer sich wegen seiner Schrift ernsthafte Sorgen
macht, geht am besten zum Arzt. Dieser kann einschätzen, ob die
Schreibstörungen näher untersucht werden sollten.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.
Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de
www.apotheken-umschau.de
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Datum: 10.11.2014 - 04:15 Uhr
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