Innovationstreiber Deutschland: Die Sieger des diesjährigen eIDEE-Wettbewerbs stehen fest

Innovationstreiber Deutschland: Die Sieger des diesjährigen eIDEE-Wettbewerbs stehen fest

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(ots) - Das Thema der digitalen Sicherheit gewinnt nicht
nur bei technikaffinen Menschen stetig an Relevanz. Online bezahlen,
einkaufen, unterschreiben, kommunizieren, Fotos teilen - im Zuge
zahlreicher Prozesse im Internet hinterlassen wir Spuren, die
Bestandteil unserer digitalen Identität sind. Aber: Wie können wir
digitale Identitäten und damit verbundene Daten bestmöglich schützen?
Mit "eIDEE - Wettbewerb für den digitalen Handschlag" hat die
Bundesdruckerei erneut die besten Ideen rund um das Thema "Digitale
Identität" ausgezeichnet. Denn schon Konrad Zuse bewies: Deutschland
hat Ideen.

Gestern Abend wurden die Sieger des diesjährigen eIDEE-Wettbewerbs
im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in der Bundesdruckerei
in Berlin geehrt. Zum dritten Mal in Folge hat die Bundesdruckerei
gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien
bundesweit dazu aufgerufen, innovative Ideen für ein sicheres und
benutzerfreundliches Identitätsmanagement in der digitalen Zukunft
einzureichen. Die prominent besetzte Jury rund um Professor Thomas
Schildhauer kürte gestern aus rund 150 eingereichten Ideen die
Preisträger: Unternehmen und Institutionen, Start-ups,
Privatpersonen, Designstudenten und Schüler konnten in fünf
Kategorien teilnehmen und Preise im Wert von insgesamt 17.500 Euro
gewinnen.

Deutlicher Wunsch nach Vereinfachung und Reduktion

"Der diesjährige Wettbewerb hat einmal mehr gezeigt: Die Menschen
machen sich vermehrt Gedanken um die Sicherheit ihrer persönlichen
Daten im Internet. Gleichzeitig wünschen sie sich einfache und
reduzierte Lösungen", so Ulrich Hamann, Vorsitzender der
Geschäftsführung (CEO) der Bundesdruckerei GmbH. "Geschützte
Identitäten sind der Schlüssel für die digitale Zukunft, um unseren
Alltag im Internet einfacher, schneller und sicherer zu machen. Die


Bundesdruckerei hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lösungen zu
entwickeln, um den Ansprüchen der öffentlichen Verwaltung, der
Privatwirtschaft und der Bürger gleichermaßen gerecht zu werden."

Für den Vorsitzenden der eIDEE-Jury Professor Thomas Schildhauer,
Direktor des Institute of Electronic Business (IEB) an der
Universität der Künste Berlin, zeichnet sich eine deutliche Tendenz
bei den eingereichten Ideen ab: "Ein Großteil der Ideen zielt auf
Vereinfachung und Reduktion ab. Die Anzahl der Karten in unserem
Portemonnaie zu verringern, mit weniger Passwörtern auszukommen oder
weniger Logins zu benötigen scheint ein Wunsch aller zu sein - sowohl
von Privatpersonen als auch von Unternehmen."

150 Einreichungen - fünf Gewinner

In der Kategorie "Unternehmen und Institutionen" wurde die Idee
von Daniel Rohnert, Projektmanager bei der Deutschen Telekom in Ulm,
prämiert. Ein System für das digitale Testament von Internetnutzern
soll im Todesfall sämtliche Online-Accounts des Verstorbenen
verifizieren können. Alle hinterlegten Daten werden nach Verfügung an
die vorher benannten Erben weitergeleitet, übertragen oder gelöscht.
Ulrich Hamann betonte in seiner Funktion als Pate des Preises bei der
Preisverleihung: "Viele fragen sich, was mit ihren Accounts im
Internet nach ihrem Tod passiert. Damit unser digitaler Nachlass, der
wichtige persönliche Informationen enthalten kann, nicht verloren
geht, ist ein digitales Testament sehr sinnvoll. Wir freuen uns,
Daniel Rohnert bei der Entwicklung seiner Idee zu unterstützen."

Michael Weiß, Geschäftsführer der commocial GmbH in Lübeck, durfte
sich mit der Idee, mobile Endgeräte in digitale Ausweise umzuwandeln,
über den ersten Platz in der Kategorie "Start-ups" freuen. Die Idee
einer sicheren Online-Multifaktor-Authentifizierung auf
Banking-Niveau beinhaltet eine Identitäts- und Altersverifizierung,
die in verschiedensten Bereichen von Vorteil ist. "Das Besondere an
dieser Lösung ist, dass der Nutzer sich keine Vielzahl von
Passwörtern und Nutzeridentitäten mehr merken muss, sondern bei
Transaktionen einfach zum Smartphone greifen kann", betont Thies
Sander, Pate des Preises sowie Mitgründer und Geschäftsführer des
Berliner Company Builder Project A Ventures. Als Preis erwartet
Michael Weiß ein Workshop mit den Experten von Project A Ventures im
Wert von 2.000 Euro.

Per öffentlicher Abstimmung entschieden die Bundesbürger über den
Sieger in der Kategorie "Privatperson". Die Idee von Petra Glocke
fand am meisten Anklang: Über das Internetportal der Bürgerämter und
mithilfe des Personalausweises sollen Bürger künftig alle Angaben,
Formulare und Dokumente herunterladen, ausfüllen und vor dem Termin
im Amt via Internet übermitteln können. "Dieses System ist schnell,
einfach und bedeutet Entlastung für Kommunen und Bürger", betonte der
Pate des Preises, Blogger Robert Basic, und überreichte dem Sohn der
Preisträgerin in Vertretung ein Tablet von Samsung sowie ein
Internet-Startpaket von blau Mobilfunk.

Madeleine Cordier, die den mit 2.500 Euro dotierten "Designpreis"
für sich entscheiden konnte, will die Funktionen mehrerer Karten in
einer vereinen. Die Studentin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee,
die sich in Produkt- und Interaktionsdesign ausbilden lässt, will die
Informationen von Personalausweis, Führerschein,
Krankenversichertenkarte, EC- und Kreditkarte auf mehreren RFID-Chips
innerhalb einer Karte speichern. Die Chips können über das Drücken
von Buttons auf der Karte aktiviert und via NFC-Technologie
ausgelesen werden. Auf dem eInk-Display kann der Nutzer verfolgen,
welche Daten gerade aktiviert sind. Professor Dr. Gesche Joost vom
Design Research Lab der Universität der Künste in Berlin sagte bei
der Laudatio: "Die physische und digitale Welt verschmelzen und damit
auch unsere physische und virtuelle Identität. Die Idee von Madeleine
Cordier bietet ein Tool für sichere analoge und digitale
Identifikationsprozesse, was die Jury begeistert hat."

Ein Gewinnerteam gibt es in der Kategorie "Schüler": Olga Born,
Nicole Dzikowski, Laura Fröhlich und Lea Kuntz, 16 und 17 Jahre alt,
besuchen die Fritz-Reuter-Oberschule in Berlin. Ihre Idee ist es,
eine übergeordnete, vertrauenswürdige Stelle eine sichere Plattform
schaffen zu lassen, auf der Nutzer sich einen zentralen Account für
alle im Internet getätigten Transaktionen einrichten können. Nachdem
sich die User einmalig ausgewiesen haben, erhalten sie für zukünftige
Logins eine Karte mit begrenzter Gültigkeit, um Missbrauch zu
reduzieren. Marco Seitz, Geschäftsführer des Vereins Sichere
Identität Berlin-Brandenburg e. V., betonte bei der Preisverleihung:
"Mit dieser Idee könnte künftig die Passwortflut bei digitalen
Zugängen im Internet eingedämmt, die Sicherheit von Transaktionen
sowie der User-Komfort erhöht und die Preisgabe persönlicher Daten
reduziert werden." Die vier Schülerinnen erhalten das Angebot für ein
einwöchiges Schülerpraktikum bei einem Mitgliedsunternehmen des
Vereins und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro für die
Klassenkasse.

Über "eIDEE - Wettbewerb für den digitalen Handschlag"

Mit "eIDEE - Wettbewerb für den digitalen Handschlag" sucht die
Bundesdruckerei GmbH nach innovativen Ideen im Bereich des
Identitätsmanagements. eIDEE richtet sich an Unternehmen, Start-ups,
Institutionen, Privatpersonen, Designschaffende und Schüler.
Unterstützt wird der Wettbewerb durch seine Partner biw Bank für
Investments und Wertpapiere AG, Design Research Lab, Deutschland
sicher im Netz e. V., e-commerce Magazin,
Fraunhofer-Innovationscluster "Next generation ID", Initiative D21 e.
V., Institute of Electronic Business (IEB), Project A Ventures und
Verein Sichere Identitäten Berlin-Brandenburg e. V. sowie die
Förderer blau Mobilfunk GmbH, Fraunhofer-Institut FOKUS,
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM,
ReinerSCT und TeleTrusT - Bundesverband IT-Sicherheit e. V.



Pressekontakt:
Carolin Strunz
Bundesdruckerei GmbH
Telefon: +49 (0)30 2598-2810
E-Mail: carolin.strunz@bdr.de

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Datum: 12.11.2014 - 10:00 Uhr
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