Jugendliche schützen ihre Daten in sozialen Netzwerken

Jugendliche schützen ihre Daten in sozialen Netzwerken

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- 79 Prozent der 16- bis 18-Jährigen passen Einstellungen zur Privatsphäre an
- Festgelegt wird vor allem, wer welche Informationen sehen darf
- Jugendliche Nutzer geben mit zunehmender Kompetenz mehr persönliche Daten preis
Jugendliche Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram gehen mehrheitlich verantwortungsvoll und kompetent mit dem Thema Datenschutz um. Das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse des Hightech-Verbands BITKOM. Danach haben 60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Dabei steigt die Datenschutzkompetenz mit dem Alter an. Unter den 10- bis 12-Jährigen haben erst 28 Prozent die Privatsphäre-Einstellungen verändert, unter den 13- bis 15-Jährigen 60 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen schließlich 79 Prozent. "Jugendliche kennen sich sehr gut mit sozialen Netzwerken aus und nutzen ihre Kenntnisse, um den Datenschutz ihren persönlichen Bedürfnissen anzupassen", sagt Susanne Dehmel, BITKOM-Geschäftsleiterin für Sicherheit und Datenschutz. So können die Nutzer zum Beispiel festlegen, wer welche Informationen sehen darf. Dehmel: "Jugendliche sollten sich aber klar darüber sein, dass sie sich in sozialen Netzwerken in einem öffentlichen Raum befinden und entsprechend bewusst mit persönlichen Informationen umgehen."
Laut Umfrage stellen die meisten Jugendlichen ein, für wen ihr persönliches Profil sichtbar ist. 84 Prozent der 10- bis 18-Jährigen, die Einstellungen in einem sozialen Netzwerk verändern, nutzen diese Funktion. 78 Prozent stellen ein, für wen bestimmte Veröffentlichungen (Postings) sichtbar sind. 60 Prozent verändern die Vorgaben, welche Nutzer auf dem eigenen Profil bzw. der eigenen Seite etwas veröffentlichen dürfen. 56 Prozent legen fest, wer sie kontaktieren darf und 54 Prozent, für welche anderen Nutzer sie zu finden sind.
Ein weiterer Indikator für den Umgang mit der Privatsphäre im Internet sind persönliche Angaben. 62 Prozent der befragten Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren sind in den Online-Diensten mit einem Spitznamen (Nickname) unterwegs. Das trägt dazu bei, die eigene Privatsphäre zu schützen. Gleichzeitig benutzen 55 Prozent ihren vollen Vor- und Nachnamen. 53 Prozent geben ihr Geburtsdatum an. Bei den 10- bis 12-Jährigen ist das allerdings erst bei einem Viertel der Fall (16 bis 18 Jahre: 67 Prozent). 52 Prozent der 10- bis 18-Jährigen veröffentlichen ein Porträtfoto. Mädchen posten mit einem Anteil von 58 Prozent deutlich häufiger Porträtfotos als Jungen mit 46 Prozent. Auch hier steigt der Anteil mit dem Alter an. Bei den 10- bis 12-Jährigen sind es 27 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 69 Prozent.


Hinweis zur Methodik: Im Rahmen der Studie "Kinder und Jugend 3.0" sind im Auftrag des BITKOM 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt worden (10 bis 18 Jahre: 688). Die Umfrage ist repräsentativ. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. Mehr als drei Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 10 Prozent kommen aus sonstigen Ländern der EU und den USA, 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

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BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. Mehr als drei Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 10 Prozent kommen aus sonstigen Ländern der EU und den USA, 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.



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Datum: 17.11.2014 - 10:35 Uhr
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