Weniger Verkehrszeichen, mehr Rechte für Radfahrer
ID: 113948
Weniger Verkehrszeichen, mehr Rechte für Radfahrer
Neu ab dem 1. September 2009
ADAC: Umfangreichste Reform der Straßenverkehrsordnung seit 1971
Zum 1. September tritt die umfangreichste Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) seit 1971 in Kraft. Kernstück ist eine Rodung des Schilderwaldes durch Streichung zahlreicher Verkehrszeichen. Nach Ansicht des ADAC wird es aber noch lange dauern, bis sich das auswirkt, denn die Behörden haben zehn Jahre Zeit, alte Schilder abzubauen. Weitere Änderungen wirken sich allerdings für die Verkehrsteilnehmer sofort aus.
Die neue StVO will den Radverkehr attraktiver machen. So dürfen künftig auch nichtbeschilderte linke Radwege befahren werden, wenn dies durch das Zeichen "Radverkehr frei" erlaubt ist. Autofahrer müssen beim Abbiegen deshalb vermehrt mit Radfahrern aus beiden Richtungen rechnen. Das Radfahren entgegen der Fahrtrichtung von Einbahnstraßen soll erleichtert werden. Allerdings darf nur dort geradelt werden, wo dies durch ein Zusatzschild ausnahmsweise gestattet ist. Außerdem wird die Beförderung von bis zu zwei Kindern unter sieben Jahren in Fahrradanhängern ausdrücklich erlaubt. Ein neues Verkehrszeichen zeigt an, ob eine Sackgasse für Fußgänger und Radfahrer durchlässig ist. Ein Schutzstreifen für Radfahrer am rechten Fahrbahnrand darf zwar bei Bedarf von anderen Fahrzeugen überfahren werden; neu ist aber, dass durch diese Markierung das Parken auf dem Schutzstreifen verboten ist. In Fahrradstraßen gilt ein gesetzliches Tempolimit von 30 km/h.
Auch Inline-Skater profitieren von der Neuregelung: Sie werden jetzt ausdrücklich in der StVO genannt und werden wie Fußgänger behandelt. Nur ausnahmsweise dürfen sie außerhalb der Fußgängerflächen fahren, wenn das neue Zusatzschild "skaten" dies ausdrücklich zulässt. Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen auf Autobahnen heißen künftig "Ein- und Ausfädelungsstreifen". Beim Einfädeln darf schneller gefahren werden als auf dem durchgehenden Fahrstreifen, beim Ausfädeln nur dann, wenn auf der durchgängigen Spur der Verkehr stockt. Auf dreispurigen Autobahnen ist der linke Fahrstreifen nicht nur für Lkw über 3,5 t, sondern für alle Kfz mit Anhänger tabu.
An Bahnübergängen gilt ab sofort ein Überholverbot für alle Fahrzeuge, und zwar vom ersten Gefahrzeichen bis zum Überfahren der Gleise. Beschrankte und unbeschrankte Bahnübergänge werden in Zukunft einheitlich mit dem Verkehrszeichen angekündigt, das bisher für den unbeschrankten Bahnübergang stand. Neu ist außerdem, dass mobile Halteverbotsschilder den dauerhaft montierten Parkschildern und Markierungen vorgehen; dadurch sollen Unklarheiten im ruhenden Verkehr beseitigt werden.
Rückfragen:
Maximilian Maurer
089/ 76 76-2632
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.08.2009 - 17:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 113948
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 475 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weniger Verkehrszeichen, mehr Rechte für Radfahrer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ADAC (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Verspätungen, Zugausfälle, versperrte Toiletten und mangelnde Informationen - an der Deutschen Bahn gibt es viel Kritik. Wie es um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Reisekomfort tatsächlich steht, hat der ADAC in einem Qualitätscheck für 118 Zugfahrten geprüft. Zwei Wochen lang sind die ADA
Eine Woche vor Ende des Tankrabatts fallen die Kraftstoffpreise nochmals / Im Wochenvergleich sinkt der Preis für Super E10 um 3,7 Cent, Diesel um 6,6 Cent / ADAC: Preisniveau nach wie vor zu hoch ...
Tanken ist im Laufe der vergangenen Woche erneut günstiger geworden. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,817 Euro, das sind 3,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Der Preis für einen Liter Diesel gin
ADAC Ganzjahresreifentest mit 16 Kleinwagen-Modellen / Nur einmal Gesamtnote "gut"/ Keine Kaufempfehlung für acht Modelle ...
Ganzjahresreifen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland: Im vergangenen Jahr nahmen sie laut Zahlen des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) erstmals den Spitzenplatz bei den Verkaufszahlen ein. Der ADAC begleitet diesen Trend mit dem dritten Ganzjahresreifent
Weitere Mitteilungen von ADAC
Neue Software-Generation bei a-rival ...
Auch bei der zweiten Generation der benutzerfreundlichen, schnellen und überaus kompakten Navigationsgeräte von a-rival ist der Name gleich in mehrfacher Hinsicht wörtlich zu nehmen: Während aktualisiertes Kartenmaterial von TeleAtlas, eine optimierte grafische Darstellung und ein verbesserter G
Index Design Award 2009: Better Place erhält internationale Auszeichnung ...
Kopenhagen, 28. August 2009 – Better Place hat für sein umfassendes Batterieladekonzept für Elektrofahrzeuge die Auszeichnung „Index 2009: Design to Improve Life“ gewonnen. Als einer der fünf Gewinner des höchstdotierten internationalen Designpreises, erhält Better Place ein Preisgeld in
Staatssekretär Klaus-Peter Güttler scheidet aus der Landesregierung aus ...
> Ministerpräsident Koch: "Stets außerordentlich fachkundig und loyal" Klaus-Peter Güttler, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wird am kommenden Montag, 31. August 2009 zum letzten Mal an einer auswärtigen Kabinettsitzung t
Gesucht: Des Deutschen liebstes Auto ...
> »Gelber Engel« 2010 Fahrzeuge von 26 Herstellern stehen für den ADAC-Preis zur Wahl 47 Automodelle stehen jetzt zur Wahl für den ADAC-Preis »Gelber Engel« 2010. Deutschlands größter Automobilclub sucht darunter das »Lieblingsauto der Deutschen«. Die rund 19 Millionen Leser der




