IKK e.V.: Präventionsgesetz muss diesmal gelingen

IKK e.V.: Präventionsgesetz muss diesmal gelingen

ID: 1140639
(ots) - Innungskrankenkassen kritisieren einseitige
Finanzierung sowie Rolle der BZgA

"Der vierte Anlauf zu einem Präventionsgesetz muss endlich
gelingen! Die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung ist zu
wichtig, als dass sie erneut zwischen Bundes- und Landesebene
zerrieben wird." So kommentieren die Innungskrankenkassen den Entwurf
des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention.
Heute ist er Gegenstand einer Anhörung des
Bundesgesundheitsministeriums.

Besonders lobenswert ist nach Einschätzung von Hans-Jürgen Müller,
Vorstandsvorsitzender des IKK e.V., dass erstmalig auch
Pflegebedürftige im stationären Bereich zielgerichtet
Präventionsmaßnahmen erhalten sollen. "Damit hat der Gesetzgeber eine
Forderung der Innungskrankenkassen aufgegriffen", stellt Hans-Jürgen
Müller fest.

Kritisch betrachten die Innungskrankenkassen die einseitige
Finanzverantwortung der Kranken- und Pflegekassen. "Die Vermeidung
von Krankheiten durch Prävention und die Förderung der Gesundheit
sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Alle Akteure müssen deshalb
auch finanziell dafür herangezogen werden", erklärt Hans Peter
Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. Die
Innungskrankenkassen kritisieren vor allem die Finanzierung von
Maßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Die
BZgA ist eine nachgeordnete Behörde des
Bundesgesundheitsministeriums. Dafür müssen Mittel des
Bundeshaushalts zur Verfügung gestellt werden und nicht das Geld von
Versicherten und Arbeitgebern", fordern die Vorstandsvorsitzenden.

Positiv werten die Innungskrankenkassen, dass mehr Geld für
Prävention in außerbetrieblichen Lebenswelten und für die
betriebliche Gesundheitsförderung bereitgestellt wird. Abgelehnt wird
jedoch die künstliche Trennung von Maßnahmen in Lebenswelten und im


betrieblichen Umfeld. "Jede Krankenkasse hat andere Prioritäten. Als
handwerksbezogene Krankenkassen sind wir die geborenen Partner von
kleinen und mittelständischen Unternehmen in Sachen betrieblicher
Gesundheitsförderung", sagt Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK
e.V. Die Innungskrankenkassen schlagen deshalb vor, dass die Budgets
von Präventionsvorhaben in den Lebenswelten, wie Schule oder Kita,
und für die betriebliche Gesundheitsförderung zusammengelegt werden.
"Die Schwerpunktsetzung sollte dabei den Krankenkassen überlassen
werden", so Jürgen Hohnl.

Nicht zielführend ist für die Innungskrankenkassen die Einrichtung
von kassenartenübergreifenden regionalen Koordinierungsstellen für
Beratung und Unterstützung in Fragen der betrieblichen
Gesundheitsförderung. "Regionale Koordinierungsstellen sind schon
heute möglich. Die Innungskrankenkassen sind bereits jetzt in
verschiedenen Netzwerken aktiv. Das Ziel, den Zugang zur
betrieblichen Gesundheitsförderung zu verbessern, wird durch den
Aufbau von bürokratischen Doppelstrukturen nur konterkariert", so die
Vorsitzenden des Vorstandes.

Die Innungskrankenkassen sind überzeugt, dass mit kongruenter
Umsetzungs- und Finanzierungsverantwortung aller Akteure, darunter
auch Bund und Länder, eine einheitliche Präventionsstrategie in
Deutschland erfolgreich umgesetzt werden kann.

Über den IKK e.V.:

Der IKK e.V. ist die Interessenvertretung von Innungskrankenkassen
auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die
Interessen seiner Mitglieder und deren mehr als fünf Millionen
Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des
Gesundheitswesens zu vertreten. Dem IKK e.V. gehören die IKK
Brandenburg und Berlin, die IKK classic, die IKK gesund plus, die IKK
Nord sowie die IKK Südwest an.



Pressekontakt:
Fina Geschonneck
Pressesprecherin

IKK e.V.
Hegelplatz 1
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 202491-11
Fax: +49 (0)30 202491-50
fina.geschonneck@ikkev.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Vier Jahre Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Dank Aegate(TM) ist Italien bereit, ein Projekt für eine sichere Kontrolle aller Arzneimittel direkt an deren Abgabestelle, zu starten
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.11.2014 - 13:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1140639
Anzahl Zeichen: 4333

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 219 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IKK e.V.: Präventionsgesetz muss diesmal gelingen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

IKK e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Keine weitere Verschiebung der Belastungen auf die Beitragszahlenden ...
Innungskrankenkassen fordern: Bund muss seinen Finanzierungsverpflichtungen nachkommen / IKKen warnen davor, zentrale Entlastungsbausteine wieder auszuklammern Die Innungskrankenkassen bewerten das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG), das am Freitag in erster Lesung im Bundestag bera

IKK e.V. kritisiert Drohgebärden der Ärzteschaft und fordert sachorientierte Debatte zur Versorgungssteuerung ...
Die Innungskrankenkassen weisen die jüngsten Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, im Vorfeld des Deutschen Ärztetags entschieden zurück. Sie sehen in den Aussagen eine unangemessene Zuspitzung, die geeignet ist, Patientinnen und

Versorgungssteuerung zwischen Solidarität und Eigenverantwortung: IKK e.V. veröffentlicht "Zahlen, Daten und Fakten"-Broschüre 2026 ...
Aktuelle Basis- und Finanzdaten zum Gesundheits- und Kassenwesen Wie hat sich die Einnahmenstruktur der GKV seit 2016 entwickelt? Wie gestalten sich die Leistungsausgaben bei den Innungskrankenkassen beziehungsweise ihren Mitwettbewerbern in den vergangenen fünf Jahren? Wie haben sich die Verwalt


Weitere Mitteilungen von IKK e.V.


Magnesium-Citrat MensSana jetzt mit 600 I.E. Vitamin D pro Tagesdosis ...
Die MensSana AG bietet als innovativer Hersteller von Mikronährstoffprodukten als einer der ersten mit dem Produkt Magnesium-Citrat MensSana eine Kombination von Magnesiumcitrat und Vitamin D in einer Kapsel an. Die neue Rezeptur von Magnesium-Citrat MensSana enthält neben 375 mg Magnesiumcitrat j

Grund zum Feiern – 50.000 Patienten vertrauen KU64 – Berlins größter Zahnarztpraxis ...
Die Berlinerin kam aus dem Staunen nicht heraus. Sie erhielt eine KU64-Tasche mit Sachpreisen und Gutscheinen von KU64 und Kooperationspartnern im Wert von ca. 1.000 Euro. Unter anderem waren drin Produkte und Leistungen von KU64 SMILE & SWISS SMILE, Mundpflegeprodukte von CURAPROX, Haarschnitt

Vier Jahre Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin ...
Im Dezember 2010 wurde von den vier Kooperationspartnern - Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) - Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) - Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) - Bayerischer Hausärzteverband e.V. (BHÄV) die Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in d

Moderne Kieferorthopädie in der Fachpraxis von Dr. Frank Schnegelsberg ...
(Köln) In früheren Zeiten bedeutete eine kieferorthopädische Behandlung meist: Eine festsitzende Zahnspange mit großen Metallbrackets auf allen Zähnen. Diese große Hürde machte es nicht nur für Kinder und Jugendliche schwer, ihren Traum von schönen Zähnen zu erreichen. Für Erwachsene war


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z