Bildung& Begabung kritisiert Märchen vom Akademisierungswahn
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Begabung tritt zunehmenden Behauptungen entgegen, dass sich Bildung
nicht mehr lohne. Geschäftsführerin Elke Völmicke wies in einem
Gastbeitrag für die "ZEIT" Warnungen vor einem "Akademisierungswahn"
als "Märchen" zurück.
"Wir werden den Fachkräftemangel und die Herausforderungen der
globalisierten Zukunft nicht bewältigen können, wenn wir
Bildungswege verschließen oder so tun, als würden die Anforderungen
weniger fordernd. Es kommt daher weiter darauf an, keinen
Jugendlichen zu verlieren und alle Talentpotentiale zu heben. Wir
müssen noch mehr Jugendliche befähigen, eigenständig und kritisch zu
entscheiden, welche Qualifikation sie in welchem Tempo wollen",
schrieb Völmicke.
Die Geschäftsführerin des Talentförderzentrums warnte: "Jede
Initiative, den Hochschulzugang einzuschränken, geht zwangsläufig auf
Kosten der Chancen- und Generationengerechtigkeit und damit zu Lasten
derer, die noch am Anfang ihres Bildungs- und Ausbildungsweges
stehen."
Völmicke verwies zudem darauf, dass Akademiker nach wie vor
seltener arbeitslos werden als Nicht-Akademiker und auch mehr
verdienen, wenn ihnen erstmal der Berufseinstieg gelungen ist.
"Selbst wenn sich dies langfristig ändern sollte, wird es sich die
junge Generation nicht bieten lassen, dass sie um ihres vermeintlich
wirtschaftlichen Wohles willen von Bildungsangeboten abgehalten
wird", fügte sie in der ZEIT Nr.50 vom 4. Dezember hinzu.
Bildung & Begabung ist das Zentrum für Begabungsförderung in
Deutschland und erreicht mit Wettbewerben und Akademien jedes Jahr
rund eine Viertelmillion junge Menschen. Förderer sind das
Bundesministerium für Bildung und Forschung, die
Kultusministerkonferenz und der Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft. Schirmherr der Talentschmiede ist der Bundespräsident.
www.bildung-und-begabung.de
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Datum: 04.12.2014 - 11:00 Uhr
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