'Ersessene Kunst ? Der Fall Gurlitt? Tagung
ID: 1150815
Ersessene Kunst - Der Fall Gurlitt" Tagung
Wer meinte, bei der Bearbeitung des nationalsozialistischen Erbes könne es nach 70, 80 Jahren keine Überraschung mehr geben, den hat der Fall Gurlitt eines Besseren belehrt. Überraschend war der Fund von 1280 oder auch 1406 Bildern und Zeichnungen in der Schwabinger Wohnung des betagten Kunsthändlersohns. Ebenso überraschend war die Heimlichtuerei der zuständigen Staatsanwaltschaft und nicht minder irritierend die Wechselfälle der auf die Entdeckung der Entdeckung folgenden öffentlichen Debatte. Die Debatte schwankt, befeuert von widersprüchlichen Experten-Äußerungen, zwischen "Raubkunst", "Kunstraub" und "Unrecht". Die ob des eigenen Vorgehens unsicher gewordene Staatsanwaltschaft lässt mittlerweile gar durchblicken, man könne die Bilder eigentlich zurückgeben.
Ziel der Tagung ist die Erhellung historischer, rechtlicher und ethischer Dimensionen des Falls Gurlitt sowie die Verbindung aller drei jenseits einer rein positiven rechtlichen Beurteilung. Ein weiterer Aspekt ist die mediale Seite des Falls. Die Tagungsbeiträge beschäftigen sich mit Kunsthandel und Museumspraxis vor und nach 1945, der Geschichte der Sammlung Gurlitt, der Klassifizierung von Kunstsammlungen als Raubkunst, Beutekunst u. ä. und thematisieren historische und gegenwärtige Aspekte der Restituierungspraxis.
Sonntag, den 26. Januar 2014
10.00-18.00 Uhr
Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
Landfriedstraße 12, 69117 Heidelberg
Eine schriftliche Anmeldung zu der Tagung ist erforderlich unter www.hfjs.eu.
Journalisten werden gebeten, sich für die Teilnahme an dem Seminar bis 22. Januar 2014 schriftlich zu akkreditieren unter ignatz-bubis-lehrstuhl@hfjs.eu.
Hochschule für jüdische Studien Heidelberg
Friedrichstr. 9
69117 Heidelberg
Deutschland
Telefon: 06221 / 43851-0
Telefax: 06221 / 43851-29
URL: http://www.hjs.uni-heidelberg.de/
Wer meinte, bei der Bearbeitung des nationalsozialistischen Erbes könne es nach 70, 80 Jahren keine Überraschung mehr geben, den hat der Fall Gurlitt eines Besseren belehrt. Überraschend war der Fund von 1280 oder auch 1406 Bildern und Zeichnungen in der Schwabinger Wohnung des betagten Kunsthändlersohns. Ebenso überraschend war die Heimlichtuerei der zuständigen Staatsanwaltschaft und nicht minder irritierend die Wechselfälle der auf die Entdeckung der Entdeckung folgenden öffentlichen Debatte. Die Debatte schwankt, befeuert von widersprüchlichen Experten-Äußerungen, zwischen "Raubkunst", "Kunstraub" und "Unrecht". Die ob des eigenen Vorgehens unsicher gewordene Staatsanwaltschaft lässt mittlerweile gar durchblicken, man könne die Bilder eigentlich zurückgeben.
Ziel der Tagung ist die Erhellung historischer, rechtlicher und ethischer Dimensionen des Falls Gurlitt sowie die Verbindung aller drei jenseits einer rein positiven rechtlichen Beurteilung. Ein weiterer Aspekt ist die mediale Seite des Falls. Die Tagungsbeiträge beschäftigen sich mit Kunsthandel und Museumspraxis vor und nach 1945, der Geschichte der Sammlung Gurlitt, der Klassifizierung von Kunstsammlungen als Raubkunst, Beutekunst u. ä. und thematisieren historische und gegenwärtige Aspekte der Restituierungspraxis.
Sonntag, den 26. Januar 2014
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Datum: 16.12.2014 - 17:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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