Ein Mordsgeschäft - illegaler Wildtierhandel in der EU
ID: 1150887
Ein Mordsgeschäft - illegaler Wildtierhandel in der EU
WWF begrüßt Engagement des Europa-Parlaments
Die EU ist weltweit einer der wichtigsten Absatzmärkte für den illegalen Handel mit Wildtieren und Wildtierprodukten, von Schlangen über Elfenbein bis hin zu Schildkröten. In seiner heutigen Plenumsabstimmung über eine Resolution zur Eindämmung dieses illegalen Handels fordert das EU Parlament das erhöhte Engagement seiner Mitgliedsstaaten ein. Sie sollten sich dafür stark machen, den illegalen Handel in der EU und weltweit zu stoppen. Der WWF begrüßt die Initiative, um entschlossen gegen Wilderei und ihre kriminellen Organisationsstrukturen vorzugehen.
"Wir brauchen ein starkes Zeichen der EU, dass sie dem Gemetzel in Afrikas Regenwäldern und Savannen nicht tatenlos zusehen wird. Die Wilderei bedroht längst nicht mehr nur die Tiere und Artenvielfalt, sondern ist zu einer massiven Gefahr für die lokale Bevölkerung und die nationale Sicherheit in den betroffenen Ländern geworden. Ähnlich wie beim Drogenhandel trägt eine regelrechte Wildtiermafia zur Destabilisierung ganzer Regionen bei. Die exorbitanten Gewinne fließen häufig direkt in den Waffenhandel und befördern gewalttätige Konflikte", sagt Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent beim WWF Deutschland.
Die Initiative unter Führung des MEP Gerben-Jan Gerbrandy will in der EU-Resolution die Staaten dazu aufrufen, bestehende EU Gesetzgebung noch effektiver auszuschöpfen, Grenzkontrollen zu verbessern, Sanktionen und Strafmaße für Straftäter zu erhöhen und die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Polizei, Zoll und anderen Institutionen zu verbessern - immer mit dem Ziel, dass illegale Wildtierprodukte nicht mehr in der EU gehandelt werden können. Des Weiteren sollte die EU sich weltweit in Initiativen engagieren, die in den Abnehmerländern wie China, Vietnam und Thailand Kampagnen zur Dämpfung der Nachfrage vorantreiben und die Einzelstaaten beim Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen unterstützen.
Der WWF fordert dazu auf, dass Wilderei und illegaler Wildtierhandel auf bei den im April anstehenden EU-Afrika Gipfel auf die Tagesordnung gesetzt werde, zudem müsse sich die EU bei dem Mitte Februar in London stattfindenden Wildtiergipfel der britischen Regierung engagieren und das Thema bei der UN Generalversammlung und im UN Sicherheitsrat adressieren.
Nashörner, Elefanten, Tiger - immer häufiger stehen sie auf der Abschussliste illegaler Händler. Denn mit Hörnern, Zähnen und Knochen dieser unter Artenschutz stehenden Tiere lassen sich sehr gute Geschäfte machen. Aufgrund der großen Nachfrage hat ein reger Schmuggel zwischen Asien und Afrika eingesetzt. Doch auch in der EU taucht immer wieder Elfenbein auf, die Hörner von Rhinozerossen wurden aus Museen geklaut, die nun häufig Attrappen ausstellen.
"Das Abschlachten von bedrohten Wildtieren hat Tiger und einige Nashornbestände bereits an den Rand des Aussterbens gebracht. Als Transitregion für Schmuggelgüter zwischen Afrika und Asien steht die EU in der Pflicht, diesen blutigen Handel zu unterbinden. Wir erwarten vom Europa-Parlament ein starkes Zeichen der Unterstützung, um der Wildtiermafia einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen", sagt Kirchgatter.
So schlachteten Wilderer in Afrika laut UN-Angaben im Jahr 2012 mindestens 22.000 Elefanten ab, um an deren Stoßzähne zu gelangen. Im Jahr 2011 waren es mindestens 25.000 Tiere. Die Wilderei liegt damit laut WWF seit 2010 über der natürlichen Reproduktionsrate, sodass bereits auch ganze Populationen vom Aussterben bedroht sind. Bei den Nashörnern wurden in 2013 über 950 Tiere getötet bei einem afrikanischen Nashornbestand von etwa 25.000, davon 20.000 in Südafrika.
World Wide Fund For Nature (WWF)
Reinhardtstr. 14
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030 311777-0
Telefax: 030 311777-199
Mail: info(at)wwf.de
URL: http://www.WWF.de
PresseKontakt / Agentur:
World Wide Fund For Nature (WWF)
Reinhardtstr. 14
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030 311777-0
Telefax: 030 311777-199
Mail: info(at)wwf.de
URL: http://www.WWF.de
Datum: 16.12.2014 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1150887
Anzahl Zeichen: 4180
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 300 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ein Mordsgeschäft - illegaler Wildtierhandel in der EU"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
World Wide Fund For Nature (WWF) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mauritius tötet tausende gefährdeter Maskaren-Flughunde / WWF kritisiert Vorgehen als irrational Im Inselstaat Mauritius haben Polizei und Militär mit der Tötung tausender Flughunde begonnen. Rund 18.000 der als gefährdet geltenden Maskaren-Flughunde (Pteropus niger) sollen in den kommenden
Keine Kettensägen im Tigerwald: Russische Bikin-Region wird Nationalpark ...
Die russische Regierung hat die weltweit einmaligen Wälder der Bikin-Region zum Nationalpark erklärt. Mehr als 1,16 Millionen Hektar Urwald rund um den namensgebenden Bikin-Fluss sollen somit dauerhaft vor Abholzung und Wilderei geschützt werden. Das Flussbecken im Fernen Osten Russlands ist ei
Klimawandel erreicht Supermärkte ...
Dürren und Wetterkapriolen bedrohen Existenz von Kleinbauern in Erzeugerländern / In Deutschland Folgen für Preise und Produktqualität Der Klimawandel wirbelt bekannte Temperatur- und Niederschlags-muster durcheinander und Extremwetter wird häufiger. Die Folgen können für Bauern zunehmend
Weitere Mitteilungen von World Wide Fund For Nature (WWF)
pressrelations und Goldmedia Analytics bauen Kooperation aus ? seit Januar 2014 gemeinsamer Standort in Berlin-Mitte ...
Die pressrelations GmbH aus Düsseldorf hat im Januar 2014 in Berlin ein Büro mit vier Mitarbeitern eröffnet. Standort ist die Geschäftsstelle der Goldmedia Gruppe in der Oranienburger Straße 27 in Berlin-Mitte. Mit diesem Schritt möchte pressrelations seine Präsenz in der deutschen Bundesha
GL Optic stellt kompaktes Spektrometer mit der Genauigkeit und Auflösung eines Laborgeräts vor ...
ctis 5.0 ermöglicht unterwegs sowie stationär in der Produktion eine schnellere und einfachere Messungen von LED und LED Leuchten als sperrige Laborgeräte. GL Optic, einer der führenden Hersteller von Spektrometern und Lichtmessgeräten, stellt mit dem GL Spectis 5.0 Touch, ein kompaktes Spek
Die LION E-Mobility AG schießt EUR 754.000 Kapitalerhöhung erfolgreich ab ...
ty AG schießt EUR 754.000 Kapitalerhöhung erfolgreich ab Die LION E-Mobility AG freut sich, den erfolgreichen Abschluss einer EUR 754.000 Kapitalerhöhung bekannt zu geben. Bei der genehmigten Kapitalerhöhung wurden 1.508.000 Stück neue Inhaberaktien zum Bezugspreis von EUR 0,50 und einem
Umfrage: Hamburger SPD büßt Mehrheit ein ...
Wären am kommenden Sonntag Bürgerschaftswahlen in Hamburg, müsste sich die derzeit mit absoluter Mehrheit regierende SPD einen Koalitionspartner suchen. Nach einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von NDR 90,3 und dem "Hamburg Journal" könnte die SPD gut ein Ja




