Entwicklung biobasierter Weichmacher
ID: 1151047
twicklung biobasierter Weichmacher
Weichmacher gehören zu den meistverkauften Chemikalien weltweit, bis 2018 wird die Nachfrage auf über 7,6 Millionen Tonnen pro Jahr steigen (Marktstudie Weichmacher 11/2013, Ceresana Research). In vielen Anwendungen sind die in die Diskussion geratenen Phthalat-basierten Weichmacher durch neue Substanzen ersetzt worden. In Biokunststoffen wie dem holzbasierten Celluloseacetat (CA) sind sie jedoch nach wie vor enthalten, denn nicht jeder Weichmacher verträgt sich mit Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen und entfaltet die erhoffte Wirkung.
Biobasierte Ester als Weichmacher für Thermoplaste mit polaren Eigenschaften
Fraunhofer UMSICHT stellt auf der 79. Internationalen Grünen Woche Berlin vom 17. bis 26. Januar 2014 neue biobasierte Weichmacher vor. Auf Basis der seit kurzem kommerziell verfügbaren biobasierten Bernsteinsäure entwickelt das Oberhausener Forschungsinstitut im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoff e.V. (FNR) geförderten Projekts »Bioethanol 2.0« neue biobasierte Ester (Bernsteinsäuredialkanoate). Die dazu notwendigen biobasierten Alkohole werden mit Hilfe eines patentierten Verfahrens aus Bioethanol und weiteren Komponenten hergestellt.
Bernsteinsäuredialkanoate unterscheiden sich von anderen biobasierten Weichmachern wie z.B. solchen auf Basis von Pflanzenöl oder der potenziell allergen wirkenden Abietinsäure durch einen ausgeprägten polaren Charakter, d.h. die Atomgruppen der Bernsteinsäuredialkanoate sind elektrisch geladen. Zielpolymere sind folglich Thermoplaste mit eher polaren Eigenschaften wie z.B. Polyvinylchlorid (PVC), Polylactide (PLA), Polyhydroxybuttersäure (PHB), CA aber auch Polystyrene (PS).
Echte Alternative
Auf der Grünen Woche Berlin wird Fraunhofer UMSICHT neben biobasierten Weichmachern noch weitere Themen präsentieren:
Biobasierte Kunststoffe
Es werden Beispielprodukte aus biobasierten Kunststoffen gezeigt, darunter verschiedene Cateringartikel, Essensverpackungen und eine Schaumplatte für Bauanwendungen.
Forschungsverbund SynRg
Der Forschungsverbund SynRg beschäftigt sich mit einem interdisziplinären Ansatz zur Optimierung von Wertstoffsynthese, Syntheseort und Weiterverarbeitung für die Nutzung von Pflanzenrohstoffen in der Chemie. Im Fokus steht die Nutzpflanze Raps.
Innovationscluster Bioenergy
Komplettieren wird den Messeauftritt der Innovationscluster Bioenergy. Die stoffliche und energetische Biomassennutzung wird künftig einen wichtigen Beitrag zur Deckung des weltweiten Rohstoff- und Energiebedarfs einnehmen. Der Innovationscluster Bioenergy betrachtet neben der Behandlung trockener vor allem nasse und lignocellulosehaltige Biomasse. Es sollen mobil und dezentral einsetzbare Technologien bereitgestellt werden, um aus lignocellulosehaltiger und/oder feuchter Biomasse sowie entsprechenden Reststoffen lager- und transportfähige Zwischenprodukte herzustellen.
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Osterfelder Str. 3
46047 Oberhausen
Telefon: 0208 8598-0
Telefax: 0208 8598-1290
URL: www.umsicht.fraunhofer.de
Weichmacher gehören zu den meistverkauften Chemikalien weltweit, bis 2018 wird die Nachfrage auf über 7,6 Millionen Tonnen pro Jahr steigen (Marktstudie Weichmacher 11/2013, Ceresana Research). In vielen Anwendungen sind die in die Diskussion geratenen Phthalat-basierten Weichmacher durch neue Substanzen ersetzt worden. In Biokunststoffen wie dem holzbasierten Celluloseacetat (CA) sind sie jedoch nach wie vor enthalten, denn nicht jeder Weichmacher verträgt sich mit Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen und entfaltet die erhoffte Wirkung.
Biobasierte Ester als Weichmacher für Thermoplaste mit polaren Eigenschaften
Fraunhofer UMSICHT stellt auf der 79. Internationalen Grünen Woche Berlin vom 17. bis 26. Januar 2014 neue biobasierte Weichmacher vor. Auf Basis der seit kurzem kommerziell verfügbaren biobasierten Bernsteinsäure entwickelt das Oberhausener Forschungsinstitut im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoff e.V. (FNR) geförderten Projekts »Bioethanol 2.0« neue biobasierte Ester (Bernsteinsäuredialkanoate). Die dazu notwendigen biobasierten Alkohole werden mit Hilfe eines patentierten Verfahrens aus Bioethanol und weiteren Komponenten hergestellt.
Bernsteinsäuredialkanoate unterscheiden sich von anderen biobasierten Weichmachern wie z.B. solchen auf Basis von Pflanzenöl oder der potenziell allergen wirkenden Abietinsäure durch einen ausgeprägten polaren Charakter, d.h. die Atomgruppen der Bernsteinsäuredialkanoate sind elektrisch geladen. Zielpolymere sind folglich Thermoplaste mit eher polaren Eigenschaften wie z.B. Polyvinylchlorid (PVC), Polylactide (PLA), Polyhydroxybuttersäure (PHB), CA aber auch Polystyrene (PS).
Echte Alternative
Auf der Grünen Woche Berlin wird Fraunhofer UMSICHT neben biobasierten Weichmachern noch weitere Themen präsentieren:
Biobasierte Kunststoffe
Es werden Beispielprodukte aus biobasierten Kunststoffen gezeigt, darunter verschiedene Cateringartikel, Essensverpackungen und eine Schaumplatte für Bauanwendungen.
Forschungsverbund SynRg
Der Forschungsverbund SynRg beschäftigt sich mit einem interdisziplinären Ansatz zur Optimierung von Wertstoffsynthese, Syntheseort und Weiterverarbeitung für die Nutzung von Pflanzenrohstoffen in der Chemie. Im Fokus steht die Nutzpflanze Raps.
Innovationscluster Bioenergy
Komplettieren wird den Messeauftritt der Innovationscluster Bioenergy. Die stoffliche und energetische Biomassennutzung wird künftig einen wichtigen Beitrag zur Deckung des weltweiten Rohstoff- und Energiebedarfs einnehmen. Der Innovationscluster Bioenergy betrachtet neben der Behandlung trockener vor allem nasse und lignocellulosehaltige Biomasse. Es sollen mobil und dezentral einsetzbare Technologien bereitgestellt werden, um aus lignocellulosehaltiger und/oder feuchter Biomasse sowie entsprechenden Reststoffen lager- und transportfähige Zwischenprodukte herzustellen.
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Datum: 17.12.2014 - 03:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1151047
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