Polizei fasst nur jeden vierten Cyberkriminellen
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Troels Oerting, Leiter Europäisches Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (Bildquelle: Europä(firmenpresse) - Bonn (news4today) - Cyberkriminalität hat in Deutschland ein Rekordniveau erreicht. Mehr als 64.000 Fälle registrierten die Ermittler in 2013. Die Aufklärungsquote ist allerdings rückläufig, wie die Kriminalstatistik zeigt. Polizeibehörden fordern daher neue Ansätze in der Bekämpfung von Cyberkriminalität. Unter den Internetnutzern wächst derweil Umfragen zufolge die Angst, Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Experten raten Unternehmen zu ausreichendem Versicherungsschutz gegen Cyberkriminalität.
Datendiebstahl, Betrug beim Onlinebanking oder digitale Erpressung - Cyberkriminalität nimmt in Deutschland weiter zu. Eine Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom zeigt, dass Internetnutzer sich durch Cyberkriminalität zunehmend bedroht fühlen. Gaben vor drei Jahren noch rund 20 Prozent der Nutzer an, keine Sicherheitsbedenken im Netz zu haben, gelte dies inzwischen nur noch für jeden Dritten.
In gerade einmal jedem vierten Fall von Cyberkriminalität ließen sich die Täter laut Kriminalstatistik im vergangenen Jahr ermitteln. Vor allem im Bereich Computersabotage ging die Aufklärungsquote im Jahresvergleich 2012/2013 deutlich zurück - von 17,5 Prozent auf 9,2 Prozent. "Besondere Sorge bereiten mir die zunehmend komplexen Arten von Malware, die mit hochentwickelten Cyberscams gekoppelt werden", so Troels Örting, Leiter des Europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität, in einer Pressemitteilung der Europäischen Kommission. Das BKA will künftig auf stärkere Kooperationsnetzwerke zur Bekämpfung von Cyberkriminalität setzen. Ein ganzheitlicher Ansatz müsse Strafverfolgungsbehörden, Wissenschaft und Privatwirtschaft mit einschließen.
Vor allem die Wirtschaft sei beim Versicherungsschutz gegen Cyberkriminalität oftmals nicht optimal gewappnet, wie Versicherungsexperten erklären. "Wenn Firmen in ihren IT-Schutz investieren, profitieren davon letztlich auch alle Kunden des Unternehmens, durch verbesserten Schutz der Kundendaten", betont Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe in Deutschland. Um Unternehmen vor Folgen von Cyber-Angriffen zu schützen, bietet der Versicherer Versicherungslösungen gegen Cyberkriminalität an. "Ein kundenorientierter Versicherungsschutz setzt hier gezielt an, um den betroffenen Unternehmen im Schadenfall, zum Beispiel bei wirtschaftlichen Folgen von Reputationsverlust, zu helfen", erläutert Ralph Brand mit Blick auf die steigenden Fallzahlen von Cyberkriminalität.
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Datum: 17.12.2014 - 14:05 Uhr
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