Öffentlicher Dienst der Länder: dbb fordert 5,5 Prozent plus für Arbeitnehmer und Beamte

Öffentlicher Dienst der Länder:
dbb fordert 5,5 Prozent plus für Arbeitnehmer und Beamte

ID: 1152459
(ots) - 5,5 Prozent Einkommensplus, mindestens aber 175
Euro mehr, lautet die Forderung des dbb beamtenbund und tarifunion
für die Einkommensrunde im öffentlichen Dienst der Länder, die am 16.
Februar 2015 startet. Auszubildende sollen eine Einmalzahlung von 100
Euro erhalten und dauerhaft übernommen werden. Das Tarifergebnis soll
zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 2,2 Millionen Beamten und
Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen übertragen werden. Das
beschlossen Bundestarifkommission und Bundesvorstand des dbb am 18.
Dezember 2014 in Berlin.

Die Kernpunkte der dbb-Forderung im Überblick:

- Erhöhung der Tabellenentgelte (TV-L und TVÜ-Länder) um 5,5
Prozent, mindestens aber um 175 Euro
- Erhöhung der Entgelte für alle Auszubildenden um 100 Euro
monatlich
- Laufzeit 12 Monate
- Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifeinigung auf den
Beamtenbereich
- Dauerhafte Übernahme aller Auszubildenden im Länderbereich
- Schaffung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte

"Die Infrastruktur in Deutschland wird von Bürgern und Wirtschaft
geschätzt und genutzt. Allerdings ist ihre Qualität zunehmend
bedroht, weil eine wesentliche Säule dieser Infrastruktur, der
öffentliche Dienst der Länder, kaputtgespart wird", sagte dbb-Vize
und Vorstand Tarifpolitik Willi Russ in Berlin. Wenn Arbeitgebern wie
Dienstherren nicht endlich klar wird, dass sie in ihr Personal
investieren müssen, werde es Deutschland in Zukunft schwer haben,
Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Zuwanderung und
Digitalisierung zu schultern, warnte Russ, der die Tarifverhandlungen
für den dbb führen wird.

Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt betonte die Bedeutung
der anstehenden Tarifrunde für den Beamtenbereich: "Die entwürdigende
Deckelungs-, Streckungs- und Kürzungspraxis aus dem Jahr 2013, die


mit Ausnahme von Bayern und Hamburg in allen Bundesländern an den Tag
gelegt wurde, als es um die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des
Tarifergebnisses auf die Landes- und Kommunalbeamten ging, darf sich
nicht wiederholen."

Hintergrund

Am 16. Februar 2015 starten die Verhandlungen über den
Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L), von denen
insgesamt 2,9 Millionen Beschäftigte betroffen sind: 800.000
Arbeitnehmer der Länder (ohne Hessen, das nicht Mitglied der
Tarifgemeinschaft deutscher Länder - TdL - ist), für die der TV-L
direkte Auswirkungen hat, sowie 2,2 Millionen Beamte und
Versorgungsempfänger in Ländern und Kommunen (ohne Hessen), auf die
der Tarifabschluss übertragen werden soll, um den Gleichklang der
wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung im öffentlichen Dienst
zu gewährleisten.



Pressekontakt:
dbb - beamtenbund und tarifunion
Dr. Frank Zitka
Telefon: 030.4081-5510
Fax: 030.4081-5599
Email: zitka@dbb.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Stuttgarter Nachrichten: Mahle Stuttgarter Nachrichten: Pilotenstreik
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.12.2014 - 14:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1152459
Anzahl Zeichen: 3218

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gewerkschaften



Diese Pressemitteilung wurde bisher 481 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Öffentlicher Dienst der Länder:
dbb fordert 5,5 Prozent plus für Arbeitnehmer und Beamte
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

dbb beamtenbund und tarifunion (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

dbb: Rente muss auch in Zukunft den Lebensstandard sichern ...
Der Bericht der Rentenkommission enthält interessante Ansätze, teilweise sieht der dbb die Empfehlungen aber sehr kritisch. "Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir ab. In vielen Berufen schaffen es die Kolleginnen und Kollegen gesundheitlich schon heute kaum bis zum re

dbb begrüßt Gesetzentwurf zur Beamtenbesoldung ...
"Damit hält Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sein Versprechen, das Thema zügig voranzubringen", sagte dbb-Chef Volker Geyer. Mehrere Urteile des Bundesverfassungsgerichts, zuletzt eines aus dem November 2025, hatten umfangreiche Reformen der Besoldung in Bund und Ländern nötig g

Einkommensrunde öffentlicher Dienst der Länder / Tage der Entscheidung - wettbewerbsfähig oder abgehängt? ...
Hier wird über die Wettbewerbsfähigkeit der Länder entschieden", erklärt dbb-Chef Volker Geyer vor der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder 7 Prozent höhere Einkommen, mindestens 300 Euro. "In dieser Runde wird sich zeig


Weitere Mitteilungen von dbb beamtenbund und tarifunion


Stuttgarter Nachrichten: Mahle ...
Für Mahle dürfte der Wechsel ein Glücksgriff sein: Scheider kennt das raue Geschäft in der Zulieferbranche wie nur wenige andere. Er war dabei, als Bosch den Technologiewandel einleitete und sich ein Standbein für die Ära nach dem Verbrennungsmotor sicherte. All diese Erfahrungen sind kaum

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Tarifautonommie ...
Mit dem Erfolgsmodell Tarifautonomie ist das Land gut gefahren. Die Gewerkschaften erkennen, wann in einer Branche die strukturellen oder konjunkturellen Probleme so groß sind, dass sie sich bei der Forderung zurückhalten sollten. Als 2008/2009 weltweit die Finanz- und Wirtschaftskrise ausbrach

Gesetzentwurf zur Zwangstarifeinheit: dbb kündigt Verfassungsklage an ...
Der dbb beamtenbund und tarifunion hat die Bundesregierung am Morgen des 11. Dezember 2014 nochmals nachdrücklich aufgefordert, von dem geplanten Eingriff in die grundgesetzlich garantierte Koalitionsfreiheit abzusehen. Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt kritisierte wenige Stunden vor

M Menschen Machen Medien 8/2014: Kritik unterm Regenbogen auf dem 28. Journalistentag / Journalismus im Zeichen von Digitalsierung und Nutzerpartizipation / Unerwünschte Bilder ...
Mit Blick auf den "Boulevard" erfährt journalistische Glaubwürdigkeit tagtäglich schwere Blessuren. Aber ist das, was an bunten, vielfach erfundenen Geschichten mit der Regenbogenpresse millionenfach unter die Leute gestreut wird, überhaupt noch Journalismus? Ist es auch Boulevard,


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z