Südwest Presse: KOMMENTAR · EDATHY
ID: 1152727
Unappetitliches Nachspiel
Es ist eine unrühmliche Affäre, die jetzt noch einmal hochkocht.
Natürlich zuerst für den Verursacher Sebastian Edathy. Er ist seiner
Verantwortung und Vorbildfunktion als gewählter Abgeordneter nicht
gerecht geworden - wie immer sein Handeln juristisch bewertet werden
mag. Er büßt bitter dafür: Das Gerichtsverfahren schwebt, sein Mandat
ist weg und seinen Ruf hat er verspielt. Auch das politische
Nachspiel in Berlin ist unappetitlich. Aussage steht gegen Aussage,
einer schwärzt den anderen an - die Glaubwürdigkeit der Politik
insgesamt nimmt abermals Schaden. Fest steht, dass der damalige
Innenminister Hans-Peter Friedrich im Oktober 2013 unzulässigerweise
SPD-Chef Sigmar Gabriel über die Ermittlungen gegen Edathy informiert
hat. CSU-Mann Friedrich hat wie Edathy die Konsequenzen zu tragen: Er
musste sein Ministeramt abgeben. Dass sich die SPD-Spitze, besonders
der vermutlich von Gabriel mit dem Fall betraute Fraktionschef Thomas
Oppermann, nur um Edathys Gesundheitszustand gesorgt und ansonsten
nichts unternommen hat, widerspricht krass dem gesunden
Menschenverstand. Auch dass der damalige BKA-Chef Jörg Ziercke,
seines Zeichens SPD-Mitglied, dabei mitgemauschelt hat, kann als
recht wahrscheinlich gelten. Es wäre deshalb an diesen Herren, jetzt
endlich mehr Klarheit in den Fall zu bringen und gegebenenfalls auch
Konsequenzen daraus zu ziehen.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.12.2014 - 19:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1152727
Anzahl Zeichen: 1702
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 147 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: KOMMENTAR · EDATHY"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Ostsee-Zeitung: Kommentar (Ostsee-Zeitung Rostock) zu Verkehrssünder Marco Reus ...
Wie wenig reflektiert muss ein Mann sein, der sieben Jahre lang keinen Führerschein hatte, aber ins Auto stieg, ohne sich über mögliche Konsequenzen Gedanken zu machen? Oder ist Reus so überheblich und glaubt, unantastbar zu sein? Die satte Geldstrafe wird den Multimillionär weder jucken no
NRZ: Eineüberfällige Geste - ein Kommentar von DIRK HAUTKAPP ...
Bis das erste Holiday Inn-Hotel an der Schweinebucht die Liegestühle auspacken wird, werden noch Jahre vergehen. Aber der Anfang ist gemacht. Ein halbes Jahrhundert nachdem Amerika im Kalten Krieg das Tischtuch mit Kuba zerschnitt, läuft die Operation Wiederannäherung. Erst Einwanderungsreform
Frankfurter Rundschau: Kommentar zur Lage in Russland und Putins Fragestunde ...
Russlands Bevölkerung will keine Revolution, sie will keinen Regimewechsel. Sie hat eine existenzielle Angst vor Umbrüchen, wie sie sie zuletzt in den Jelzin-Jahren durchleben musste. Putin ist an die Macht gekommen und hat sich dort mehr als anderthalb Jahrzehnte halten können, weil er der Ni
Berliner Zeitung: Kommentar zum Wandel des Verhältnisses zwischen den USA und Kuba: ...
Wollen die USA das verlorene Terrain wenigstens mittelfristig zurückgewinnen, müssen sie sich zunächst wieder als vertrauenswürdiger Partner anbieten. Und damit kamen die Migranten, und damit kommt Kuba ins Spiel. Denn die Regierungen Lateinamerikas - und nicht nur die linken unter ihnen - ha




