So kommen Haut und Haare gut über den Winter: 12 Tipps damit Kälte und trockene Luft nicht schaden
Kälte und trockene Luft in den Räumen setzt Haut und Haaren kräftig zu. Dabei helfen ganz einfache Mittel, gut durch den Winter zu kommen.
?Sport ist zwar gesund, doch zuviel Sport im Winter ist schädlich. Denn er löst zellschädigende freie Radikale aus. Diese verursachen Zellstörungen, so dass der Austrocknungsprozess im Winter gefördert wird und die Haut schneller altert.
?Zuviel und zu heiß duschen und baden trocknet die Haut aus. Als Faustregel gilt: Je mehr Schaum und je heißer das Wasser, desto trockener wird die Haut danach. Deshalb die Haut nach Baden oder Duschen mit rückfettenden Ölen behandeln.
?Einen regenerierenden "Wohlfühleffekt" für die Haut erzielen Ganzkörpermassagen mit Fangopackungen, die vulkanischen Heilschlamm, Mangobutter sowie Vitamin-E-Acetate enthalten.
?Beim Eincremen der Haut im Winter daran denken: Gele trocknen bei Kälte die Haut aus. Ebenso schlecht: Feuchtigkeitscremes. Durch sie entstehen "Kältebrücken", die der Haut schaden, weil sie durch den hohen Wasseranteil "friert" und zu perioraler Dermatitis (partielle Hautentzündungen) führen können. Besser sind relativ fetthaltige Cremes.
?Das gilt jedoch nicht bei junger Haut, da sonst durch die aufquellende Hornhaut Talgverstopfungen, also Pickel, produziert werden. Besser sind hier fettreduzierte pflegende Cremes.
?Vor allem Frauen sollten im Winter zur Säuberung der Gesichtshaut milde Reinigungsmilchprodukte, alkoholfreie Gesichtswasser sowie ph-neutrale Seifen und höchstens bei sehr unreiner Haut zweimal pro Woche ein Gesichtspeeling verwenden.
?Generell gut sind in der kalten Jahreszeit pflanzenölhaltige Produkte. Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis sollten reine Salben benutzen, die vom Dermatologen verschrieben werden. Bei leichter Neurodermitis sind auch Cremes mit einem hohen Liposomanteil sinnvoll.
?Ebenso wichtig ist im Winter die richtige Pflege für die Lippenhaut. Die zarte Haut der Lippen, denen das schützende Unterhautfettgewebe fehlt, benötigt besonderen Schutz: Nicht ständig mit der Zunge über die Lippen fahren. Zur Pflege eignen sich tagsüber spezielle Lippensalben und abends zuhause Packungen aus Quark und Honig.
?Nicht die Hände vergessen!. Zum Schutz generell Handschuhe tragen. Sind die Hände durch die Kälte rot und spröde, ihnen ab und zu eine Pflege-Packung, z. B. aus Mandelöl gönnen. Abends auftragen, darüber nachts Spezialhandschuhe anziehen, damit die pflegenden Substanzen besser einziehen können.
?Auch die Füße haben ein Recht auf eine spezielle Winterpflege. Denn durch die Kälte und das Tragen von Strümpfen wird die Hornhaut schneller rissig. Die Füße abends mit Fußbädern (ca. 20 Minuten), denen Sie Kräutersalze zufügen, verwöhnen. Nach dem Entfernen der Hornhaut die Füße mit speziellen Fußcremes oder Melkfett, Schrundenbalsam oder Hirschtalg einreiben.
?Bleiben noch die Haare. Sie sollten durch Kopfbedeckungen geschützt und mit schonenden Shampoos gewaschen und durch zusätzliche Pflegespülungen oder -packungen regeneriert werden.
?Doch alle äußeren Maßnahmen können nur bedingt wirken, wenn nicht Haut und Haare auch von innen gestärkt werden. Hier empfiehlt sich im Winter neben einer vitalstoffreichen Ernährung mit viel Beta-Karotin (in Brokkoli, Spinat, Paprika, Möhren), B-Vitaminen und Biotin (in Vollkornprodukten, Weizenkeimen, Milch, Eigelb) die regelmäßige Einnahme von Vitamin H (Biotin) in konzentrierter Tabletten-Form (z. B. Biotin Impuls 5mg, rezeptfrei Apotheke). Vitamin H verbessert nicht nur die Qualität und die Widerstandsfähigkeit der Haare, sondern fördert durch gezielte Stoffwechselaktivierung auch das Haarwachstum und die Elastizität. Zusätzlich werden auch die Fingernägel wieder fester und die Haut sieht wieder gesünder aus. Eine Biotin-Kur darf nicht weniger als vier Wochen dauern und das Vitamin H muss in einer Dosierung von mindestens 5 mg einmal täglich eingenommen werden. Aufgrund der sehr guten Verträglichkeit ist Biotin für eine kurmäßige Anwendung von drei bis vier Monaten bestens geeignet.
Hans-Joachim Breuer, Medizinjournalist (DJV)
Quelle: Archiv / Dr. med. Sabine Thor-Wiedemann / Martina Reims
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Datum: 19.12.2014 - 10:50 Uhr
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