Schmerzen in Geburtshilfe und Gynäkologie: Leiden kann vermindert werden

Schmerzen in Geburtshilfe und Gynäkologie: Leiden kann vermindert werden

ID: 1153926

hmerzen in Geburtshilfe und Gynäkologie: Leiden kann vermindert werden


Am 17. November 2014 findet in Brüssel das 2. Internationale Symposium des PAIN OUT Projektes (Improvement in postoperative PAIN OUTcome - Verbesserung der postoperativen Schmerzbehandlung) statt. Ziel des von 2009-2012 im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission geförderten Projektes ist die Verbesserung der Schmerztherapie nach Operationen. 17 Partner aus neun verschiedenen Ländern nahmen anfänglich an diesem internationalen Forschungsprojekt teil, das von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Jena koordiniert wurde.

Das diesjährige Symposium widmet sich dem Themenschwerpunkt Schmerzbehandlung nach gynäkologischen Eingriffen und Kaiserschnitten. Kaiserschnitte zählen zu den schmerzhaftesten chirurgischen Eingriffen überhaupt. "Die damit zusammenhängenden Schmerzen beeinträchtigen nicht nur Millionen von Frauen, sondern auch deren Babys", betont der Schmerzmediziner Prof. Winfried Meißner, Leiter der Sektion Schmerztherapie am Universitätsklinikum Jena und Koordinator des PAIN OUT Projektes. Die Hysterektomie, also die Entfernung der Gebärmutter, ist eine weitere häufig durchgeführte Operation, die für starke Schmerzen und daraus resultierende Beeinträchtigungen bekannt ist.

Führende Schmerzmediziner, Gynäkologen und Geburtshelfer werden die Ergebnisse der PAIN OUT Daten auf diesem Gebiet diskutieren, die aktuellen Behandlungsansätze erläutern und Folgen unzureichender Schmerztherapie darstellen. Eine Studie über die erfolgreiche Umsetzung eines Verbesserungskonzeptes in der klinischen Routine wird präsentiert. Weitere Themen sind geschlechtsspezifische Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung und ein Qualitätsvergleich zwischen Schmerzmanagement in den USA und Europa.

Die Hälfte aller Kaiserschnitt-Patientinnen gibt am ersten Tag nach der Operation an, unter starken Schmerzen zu leiden. Insgesamt leiden nach Operationen etwa 30 - 50 % aller Patienten an mittleren bis starken Schmerzen. Mit ungefähr 15 Millionen chirurgischen Eingriffen pro Jahr in Deutschland - und über 250 Millionen weltweit - ist die Bedeutung von postoperativen Schmerzen enorm, denn diese Schmerzen verursachen nicht nur unnötiges Leiden, sondern auch hohe Kosten für die Versichertengemeinschaft. Akutschmerz nach chirurgischen Eingriffen führt nicht selten zu postoperativen Komplikationen, kann eine Verlängerung des Krankenhausaufenthalts notwendig machen und bei ca. 10% der Patienten sogar zu chronischem Schmerz werden.

Über das PAIN OUT Projekt http://pain-out.med.uni-jena.de

Das Hauptziel von PAIN OUT ist die weltweite Verbesserung von postoperativer Schmerzbehandlung. Im PAIN OUT Register werden Daten über den jeweiligen Eingriff, die Therapie und vor allem über die Behandlungsqualität und die Nebenwirkungen aus Sicht der Patienten selbst (sogenannte Patient-reported Outcomes) gespeichert. Bislang wurde in medizinischen Registern nur selten die Wahrnehmung der Patienten erfasst. Die gesammelten Daten dienen dazu, Ärzten und Kliniken eine Rückmeldung über ihre Behandlungsqualität zu liefern und ihre Ergebnisse mit denen anderer Krankenhäuser und auch mit sich selbst im Zeitverlauf zu vergleichen (Benchmarking). Weitere Möglichkeiten der Datennutzung bestehen darin, die Wirksamkeit verschiedener therapeutischer Ansätze in der klinischen Routine zu bewerten, wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten und Versorgungsforschung zu betreiben.

Nach Ende der EU-Förderung wurde PAIN OUT erfolgreich durch das Universitätsklinikum Jena weitergeführt. Gemeinsam mit dem deutschen Partnerprojekt QUIPS wurden inzwischen über 350.000 Datensätze gesammelt und in das Register eingespeist. Mehr als 200 Kliniken in über 30 Ländern nehmen an der Datensammlung teil. Dadurch ist die Datenbank der beiden Projekte zum weltweit größten Register über postoperativen Schmerz geworden.

Das Symposium wird in Kooperation mit der International Association for the Study of Pain (IASP), der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Schmerzgesellschaft veranstaltet.

PAIN OUT und QUIPS werden von Prof. Winfried Meißner, dem Leiter der Sektion Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikum Jena koordiniert. Abgesehen von ihren Forschungsaktivitäten ist die Sektion Schmerztherapie für die Schmerzbehandlung von Patienten, sowie für Lehre und Weiterbildungen im Bereich Schmerztherapie zuständig.

Es stehen noch Restplätze für das PAIN OUT Symposium zur Verfügung. Registrieren Sie sich über http://pain-out.med.uni-jena.de/registration


Für weitere Information:

Claudia Weinmann
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Universitätsklinikum Jena

03641 9 32 31 58

E-mail: claudia.weinmann[at]med.uni-jena.de

Gern vermitteln wir Ihnen Referenten und Experten als Ansprechpartner.



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Am 17. November 2014 findet in Brüssel das 2. Internationale Symposium des PAIN OUT Projektes (Improvement in postoperative PAIN OUTcome - Verbesserung der postoperativen Schmerzbehandlung) statt. Ziel des von 2009-2012 im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission geförderten Projektes ist die Verbesserung der Schmerztherapie nach Operationen. 17 Partner aus neun verschiedenen Ländern nahmen anfänglich an diesem internationalen Forschungsprojekt teil, das von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Jena koordiniert wurde.

Das diesjährige Symposium widmet sich dem Themenschwerpunkt Schmerzbehandlung nach gynäkologischen Eingriffen und Kaiserschnitten. Kaiserschnitte zählen zu den schmerzhaftesten chirurgischen Eingriffen überhaupt. "Die damit zusammenhängenden Schmerzen beeinträchtigen nicht nur Millionen von Frauen, sondern auch deren Babys", betont der Schmerzmediziner Prof. Winfried Meißner, Leiter der Sektion Schmerztherapie am Universitätsklinikum Jena und Koordinator des PAIN OUT Projektes. Die Hysterektomie, also die Entfernung der Gebärmutter, ist eine weitere häufig durchgeführte Operation, die für starke Schmerzen und daraus resultierende Beeinträchtigungen bekannt ist.

Führende Schmerzmediziner, Gynäkologen und Geburtshelfer werden die Ergebnisse der PAIN OUT Daten auf diesem Gebiet diskutieren, die aktuellen Behandlungsansätze erläutern und Folgen unzureichender Schmerztherapie darstellen. Eine Studie über die erfolgreiche Umsetzung eines Verbesserungskonzeptes in der klinischen Routine wird präsentiert. Weitere Themen sind geschlechtsspezifische Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung und ein Qualitätsvergleich zwischen Schmerzmanagement in den USA und Europa.

Die Hälfte aller Kaiserschnitt-Patientinnen gibt am ersten Tag nach der Operation an, unter starken Schmerzen zu leiden. Insgesamt leiden nach Operationen etwa 30 - 50 % aller Patienten an mittleren bis starken Schmerzen. Mit ungefähr 15 Millionen chirurgischen Eingriffen pro Jahr in Deutschland - und über 250 Millionen weltweit - ist die Bedeutung von postoperativen Schmerzen enorm, denn diese Schmerzen verursachen nicht nur unnötiges Leiden, sondern auch hohe Kosten für die Versichertengemeinschaft. Akutschmerz nach chirurgischen Eingriffen führt nicht selten zu postoperativen Komplikationen, kann eine Verlängerung des Krankenhausaufenthalts notwendig machen und bei ca. 10% der Patienten sogar zu chronischem Schmerz werden.



Über das PAIN OUT Projekt http://pain-out.med.uni-jena.de

Das Hauptziel von PAIN OUT ist die weltweite Verbesserung von postoperativer Schmerzbehandlung. Im PAIN OUT Register werden Daten über den jeweiligen Eingriff, die Therapie und vor allem über die Behandlungsqualität und die Nebenwirkungen aus Sicht der Patienten selbst (sogenannte Patient-reported Outcomes) gespeichert. Bislang wurde in medizinischen Registern nur selten die Wahrnehmung der Patienten erfasst. Die gesammelten Daten dienen dazu, Ärzten und Kliniken eine Rückmeldung über ihre Behandlungsqualität zu liefern und ihre Ergebnisse mit denen anderer Krankenhäuser und auch mit sich selbst im Zeitverlauf zu vergleichen (Benchmarking). Weitere Möglichkeiten der Datennutzung bestehen darin, die Wirksamkeit verschiedener therapeutischer Ansätze in der klinischen Routine zu bewerten, wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten und Versorgungsforschung zu betreiben.

Nach Ende der EU-Förderung wurde PAIN OUT erfolgreich durch das Universitätsklinikum Jena weitergeführt. Gemeinsam mit dem deutschen Partnerprojekt QUIPS wurden inzwischen über 350.000 Datensätze gesammelt und in das Register eingespeist. Mehr als 200 Kliniken in über 30 Ländern nehmen an der Datensammlung teil. Dadurch ist die Datenbank der beiden Projekte zum weltweit größten Register über postoperativen Schmerz geworden.

Das Symposium wird in Kooperation mit der International Association for the Study of Pain (IASP), der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Schmerzgesellschaft veranstaltet.

PAIN OUT und QUIPS werden von Prof. Winfried Meißner, dem Leiter der Sektion Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikum Jena koordiniert. Abgesehen von ihren Forschungsaktivitäten ist die Sektion Schmerztherapie für die Schmerzbehandlung von Patienten, sowie für Lehre und Weiterbildungen im Bereich Schmerztherapie zuständig.

Es stehen noch Restplätze für das PAIN OUT Symposium zur Verfügung. Registrieren Sie sich über http://pain-out.med.uni-jena.de/registration


Für weitere Information:

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Datum: 19.12.2014 - 16:07 Uhr
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