Ältere Menschen mit Depressionen werden oft nicht ausreichend versorgt
ID: 1154221
tere Menschen mit Depressionen werden oft nicht ausreichend versorgt
Vielen gilt sie als Makel. Immer noch ist Depression ein Tabuthema, über das - wenn überhaupt - nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Dabei leidet jeder achte Deutsche mindestens einmal in seinem Leben an der Volkskrankheit Depression. Frauen trifft es häufiger als Männer - doch die begehen öfter Suizid. So wie Robert Enke. Der Torwart der Fußballnationalmannschaft hat sich vor rund fünf Jahren aufgrund von Depressionen das Leben genommen.
Auch ältere Menschen sind häufig von einer Depression betroffen. Mit zunehmendem Alter zeigt sich nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2014 sogar ein deutlicher Anstieg. Insbesondere zwischen 55 bis 60 Jahren sowie bei den über 80-Jährigen werden vermehrt Depressionen diagnostiziert. Ab einem Alter von 60 Jahren leiden vier von fünf Betroffenen an einer chronischen Depression.
Doch nur zehn Prozent von ihnen werden angemessen versorgt, kritisiert Heike Nordmann, Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Sowohl Psychotherapien als auch Kombinationsbehandlungen (Antidepressiva und Psychotherapie) erhielten ältere Patienten so gut wie gar nicht mehr. Um auf die Situation älterer, depressiver Menschen aufmerksam zu machen und Lösungsansätze zu entwickeln, hat das KDA am 11. Dezember 2014 die Fachtagung "Die langen Schatten der Depression" durchgeführt.
Eine Depression ziehe nicht nur den Betroffenen selbst, sondern sein ganzes Umfeld in Mitleidenschaft, erklärte der Organisationsberater Christian Müller-Hergl von der Universität Witten/Herdecke während der Tagung. Gerade Mitarbeitende in stationären Einrichtungen müssten Strategien an die Hand bekommen, wie sie die Lebensqualität ihrer Klienten positiv beeinflussen, aber gleichzeitig auch Distanz wahren lernten, um nicht selbst in einen depressiven Strudel zu gelangen.
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Dabei versteht sich das KDA als Wegbereiter für eine moderne Altenhilfe und Altenarbeit.
Pressekontakt:
Dagmar Paffenholz
Tel.: 0221/ 93 18 47 - 10
Mail: presse@kda.de
Vielen gilt sie als Makel. Immer noch ist Depression ein Tabuthema, über das - wenn überhaupt - nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Dabei leidet jeder achte Deutsche mindestens einmal in seinem Leben an der Volkskrankheit Depression. Frauen trifft es häufiger als Männer - doch die begehen öfter Suizid. So wie Robert Enke. Der Torwart der Fußballnationalmannschaft hat sich vor rund fünf Jahren aufgrund von Depressionen das Leben genommen.
Auch ältere Menschen sind häufig von einer Depression betroffen. Mit zunehmendem Alter zeigt sich nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2014 sogar ein deutlicher Anstieg. Insbesondere zwischen 55 bis 60 Jahren sowie bei den über 80-Jährigen werden vermehrt Depressionen diagnostiziert. Ab einem Alter von 60 Jahren leiden vier von fünf Betroffenen an einer chronischen Depression.
Doch nur zehn Prozent von ihnen werden angemessen versorgt, kritisiert Heike Nordmann, Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Sowohl Psychotherapien als auch Kombinationsbehandlungen (Antidepressiva und Psychotherapie) erhielten ältere Patienten so gut wie gar nicht mehr. Um auf die Situation älterer, depressiver Menschen aufmerksam zu machen und Lösungsansätze zu entwickeln, hat das KDA am 11. Dezember 2014 die Fachtagung "Die langen Schatten der Depression" durchgeführt.
Eine Depression ziehe nicht nur den Betroffenen selbst, sondern sein ganzes Umfeld in Mitleidenschaft, erklärte der Organisationsberater Christian Müller-Hergl von der Universität Witten/Herdecke während der Tagung. Gerade Mitarbeitende in stationären Einrichtungen müssten Strategien an die Hand bekommen, wie sie die Lebensqualität ihrer Klienten positiv beeinflussen, aber gleichzeitig auch Distanz wahren lernten, um nicht selbst in einen depressiven Strudel zu gelangen.
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Dabei versteht sich das KDA als Wegbereiter für eine moderne Altenhilfe und Altenarbeit.
Pressekontakt:
Dagmar Paffenholz
Tel.: 0221/ 93 18 47 - 10
Mail: presse@kda.de
PresseKontakt / Agentur:
Dagmar Paffenholz
Tel.: 0221/ 93 18 47 - 10
Mail: presse(at)kda.de
Datum: 19.12.2014 - 16:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1154221
Anzahl Zeichen: 5427
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 325 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ältere Menschen mit Depressionen werden oft nicht ausreichend versorgt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
nt: Lebensräume lebenswert gestalten Köln, 19. November 2013. Damit Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, wenn sie älter oder pflegebedürftig werden, brauchen sie Unterstützung in den Kommunen. Das erklärt das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). In der aktuellen Ausgabe
Weitere Mitteilungen von Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.
Hermann Gröhe: 'Gute medizinische Versorgung darf keine Frage des Wohnorts sein' ...
Bundeskabinett beschließt Versorgungsstärkungsgesetz Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines "Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung" (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) beschlossen. Das Gesetz zielt darauf ab, auch in Zukunft eine gut errei
Prävention: vom Kleinkind bis zum Senioren alle erreichen ...
Die Bundeszahnärztekammer zu den Gesetzesbeschlüssen des Bundeskabinetts Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) nimmt zu den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Entwürfen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (GKV-VSG) und des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävent
Hermann Gröhe: 'Krankheiten vermeiden, bevor sie entstehen' ...
Bundeskabinett beschließt Präventionsgesetz Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz) beschlossen. Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Es geht darum, Krankheiten zu verm
Berufliche Exposition mit PAK kann zu Kehlkopfkrebs führen ...
tion mit PAK kann zu Kehlkopfkrebs führen Laut einer Studie der Deutschen Krebsgesellschaft von 2013 erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 4.000 Männer und 500 Frauen an Kehlkopfkrebs. Neben Tabak- und Alkoholkonsum sind auch verschiedene Stoffe als Ursache in Diskussion, unter ihnen PAK.
Aflibercept bei diabetischem Makulaödem: Zusatznutzen nicht belegt ...
iabetischem Makulaödem: Zusatznutzen nicht belegt Aflibercept (Handelsname Eylea) steht seit August 2014 auch Patientinnen und Patienten zur Verfügung, bei denen die Sehschärfe infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ) beeinträchtigt ist. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkei




