Interesse für Supraleitung bei Politikern und Netzbetreibern geweckt
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Supraleiter-Studie liefert Empfehlungen für die Stromnetze der Zukunft
Bei der Debatte über Energieeffizienz sind Stromerzeugung und -verbrauch in aller Munde. Weniger öffentliche Beachtung findet jedoch die Stromübertragung. Dabei zwingen zum Beispiel der internationale Stromaustausch, Offshore-Windparks oder der wachsende Energiebedarf in unseren Großstädten zum Umdenken. Lösungen, die Engpässe reduzieren und Verluste minimieren, stoßen daher bei Netzbetreibern auf großes Interesse – zum Beispiel die Supraleitung. Eines der wichtigen Themen ist der verlustarme Transport großer Energiemengen: Supraleiterkabel können bei gleichem Querschnitt rund fünfmal mehr elektrische Energie übertragen als Kupferkabel. Das spielt insbesondere in Großstädten eine Rolle, in denen der Platz unter der Straße knapp und ein Straßenaufriss sehr aufwändig ist.
Auch neue Betriebsmittel wie der supraleitende Strombegrenzer spielen eine Rolle in den Netzen der Zukunft, denn um eine niedrige Netzimpedanz zu erreichen – Voraussetzung für Netzqualität und -stabilität – sind insbesondere in Verbindung mit der zunehmenden Einspeisung von erneuerbaren Energiequellen immer höhere Kurzschlussströme die Folge. Supraleitende Strombegrenzer sind geeignet, diese hohen Ströme sicher zu beherrschen. Darüber hinaus sind sie im Normalbetrieb nahezu ohne Widerstand.
Nicht nur bei der Vorstellung der Ergebnisse am 3. September erwarten die Autoren eine rege Diskussion. „Zweifellos werden einzelne in der vorliegenden Studie herausgearbeitete Thesen bei Herstellern, Netzbetreibern, Forschungseinrichtungen und Behörden auf unterschiedliche Bewertungen treffen“, so Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Haubrich, Vorstandvorsitzender der Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft e.V., in seinem Vorwort zur Studie „Wenn dadurch eine sachliche Diskussion zwischen allen Beteiligten angeregt würde, wäre ein wichtiges Ziel dieser Arbeit erreicht.“
Der Zeitpunkt ist günstig wie nie. „Am Beispiel des Verteilnetzes einer Großstadt zeigt die Studie unter anderem, wie sich die Versorgungsstruktur in naher Zukunft ändern wird, etwa durch die dezentrale Stromeinspeisung oder die Elektrifizierung des Individualverkehrs“, so Dr. Werner Prusseit, Präsident des Industrieverband Supraleitung e.V. „Die neuen technischen Herausforderungen mit den relativ alten Netzstrukturen zu bedienen, ist oft unmöglich. Mit der Hochtemperatur-Supraleitung steht heute – bereits gut 20 Jahre nach ihrer Entdeckung – eine Technologie bereit, die den Um- und Ausbau der Netze nach zukunftsorientierten Maßstäben ermöglicht.“
Die Autoren der Studie sind sich bewusst, dass die Verlustreduktion durch supraleitende Betriebsmittel deren Mehrkosten noch nicht aufwiegen kann. Aber „Supraleitersysteme erlauben oft Netzstrukturen, die an anderen Stellen neue Sparpotenziale eröffnen“, so Prusseit. „Auf die Frage, wo der Einsatz der neuen Technik heute bereits wirtschaftlich ist, liefert die Studie Antworten.“Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 03.09.2009 - 12:27 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Energie & Umwelt
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Freigabedatum: 03.09.2009
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