ÖKO-TEST Kinderfrüchtetee
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ÖKO-TEST Kinderfrüchtetee
Chemie im Durstlöscher
ÖKO-TEST kritisiert, dass einige Tees zu viel Zucker enthalten.
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Zugesetzte Aromastoffe, Rückstände von Pestiziden, Vitaminzusätze und Zucker - das sind Zutaten, die eigentlich nicht in ein Getränk für Kinder gehören. Leider hat ÖKO-TEST in einem aktuellen Tests von Kinderfrüchtetees genau diese gefunden. Nur fünf Produkte enthalten von dem Verbrauchermagazin das Testurteil "sehr gut".
Kinderfrüchtetees, deren Hauptbestandteile getrocknete Apfelstücke und Hibiskusblüten sind, werden häufig mit industriell hergestellten Aromastoffen angereichert, damit das Endprodukt intensiv nach Erdbeeren, Kirsche oder Ananas riecht und schmeckt. Diese zugesetzten Stoffe können als "natürliches Aroma" deklariert werden, müssen aber nicht tatsächlich aus echten Früchten hergestellt werden: Sie können auch unter Einsatz von Bakterien, Pilzen oder Hefen aus natürlichen Grundstoffen gewonnen werden. Ein Ananasaromastoff, der auch in Kinderfrüchtetees vielfach zum Einsatz kommt, wird zum Beispiel aus Buttersäure und Ethanol hergestellt. Die Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt, dass kaum ein Tee im Test ohne Aroma ist: Vier von zehn getesteten Bio-Produkten und sechs der neun konventionellen Marken enthalten diese.
Wenigstens sind die Bio-Tees laut Laboranalyse pestizidfrei. Bei den konventionellen sind dagegen zwei Drittel belastet. In einem Tee hat das Labor sogar 14 verschiedene Pestizide analysiert. ÖKO-TEST kritisiert außerdem, dass Hersteller vielfach Zucker zusetzen. Die drei untersuchten Granulattees etwa bestehen zu mehr als 90 Prozent aus verschiedenen Zuckerverbindungen.
Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2015 gibt es seit dem 29. Dezember 2014 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.
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Datum: 02.01.2015 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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