MEINHARDT: Sitzenbleiben ist eine bildungspolitische Einbahnstraße
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MEINHARDT: Sitzenbleiben ist eine bildungspolitische Einbahnstraße
BERLIN. Zur Vorstellung einer Studie der Bertelsmannstiftung zu Kosten und Nutzen des Nichtversetzens von Schülern erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP im Deutschen Bundestag Patrick MEINHARDT:
Das Sitzenbleiben ist eine bildungspolitische Einbahnstraße und vergeudet Zeit, Talente und Geld. Die Schüler bleiben buchstäblich auf der Strecke, denn ohne Förderung verbessern sich die schulischen Leistungen nicht. 250.000 nicht versetzte Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2007/2008 verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf. Anstatt lernschwache Kinder nicht zu versetzen muss das bildungspolitische Credo lauten "Wir lassen keinen zurück." Das unnötige Geld, das wir für nicht versetzte Schüler ausgeben, muss in die Förderung der Schüler gesteckt werden.
Wir brauchen endlich ein modernes Bildungsverständnis, das Rücksicht auf unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten und Abschied von veralteten Bildungsstrukturen nimmt: Schüler und Eltern müssen früher als bisher im Schuljahr eine "gelbe Karte" bekommen, damit sie die "rote Karte" am Ende des Schuljahres verhindern können. So kann ein Schüler früher, schneller und gezielter gefördert werden ? auch mit Kursen in den Schulferien.
Außerdem müssen wir nicht versetzten Schülern die Möglichkeit einer Nachprüfung zum Beginn des neuen Schuljahres geben. Wer fleißig ist und die Sommerferien zum Nachlernen nutzt, soll eine zweite Chance bekommen. So schaffen wir viel mehr Anreiz Versäumtes nachzulernen, als durch automatisches Wiederholen einer Klasse. Nebenbei werden Initiative und Fleiß gefördert.
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Datum: 04.09.2009 - 01:34 Uhr
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