Plötzlich Familie - wo für Babys die Unfallgefahren lauern / Verbrühen, Stürzen und Ertrinken si

Plötzlich Familie - wo für Babys die Unfallgefahren lauern / Verbrühen, Stürzen und Ertrinken sind größte Gefahren - Tipps für Eltern

ID: 1160296
(ots) - Endlich Nachwuchs! Mit der Geburt eines Kindes
sind Paare plötzlich Familie und finden sich in einem komplett neuen
Alltag wieder. Zu diesem Alltag gehören auch Unfallgefahren, an die
man zuvor gar nicht gedacht hatte. Für Säuglinge stellen
Verbrühungen, das Ertrinken und Stürze die größten Risiken dar. Die
Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg, rät frisch gebackenen Eltern,
auf diese Punkte zu achten:

Baden und heißer Kaffee

Verbrühungen führen zu schmerzhaften Wunden und hinterlassen oft
Narben, die ein Leben lang sichtbar sind und behandelt werden müssen.
Auf der empfindlichen Kinderhaut verursacht bereits eine 54 Grad
Celsius heiße Flüssigkeit nach kürzester Zeit Verbrennungen dritten
Grades. Schon eine Tasse mit heißem Tee oder Kaffee kann bis zu
dreißig Prozent der Hautoberfläche eines Säuglings verbrühen.

Tipps:

- Verzichten Sie beim Stillen oder dann, wenn das Baby auf dem
Schoß sitzt, auf Heißgetränke oder eine heiße Suppe.

- Der Inhalt von in der Mikrowelle aufgewärmten Fläschchen kann
sehr heiß sein, obwohl das Glas der Flasche nur lauwarm ist. Prüfen
Sie die Temperatur, bevor Ihr Kind sich Mund und Rachen verbrüht.

- Stellen Sie den Temperaturbegrenzer für Heißwasser auf 37 Grad
Celsius ein.

- Prüfen Sie vor dem Baden des Kleinkindes die Wassertemperatur
mit dem Thermometer oder Ihrem Unterarm, bevor Sie das Kind in die
Wanne setzen. Lassen Sie während des Badens kein heißes Wasser
nachlaufen.

- Füllen Sie kein kochendes Wasser in die Wärmflasche. Wickeln Sie
die Wärmflasche in ein Tuch ein.

Babybadesitze sind tabu

Beim Baden dürfen Babys und Kleinkinder nicht allein gelassen
werden, denn Kinder können lautlos und unbemerkt von den Eltern
innerhalb weniger Minuten ertrinken. Tabu sind Baby-Badesitze, in


denen das Kind in der großen Wanne umher schwimmt, denn das Kind kann
mit dem Sitz umkippen und ertrinken, wenn es ohne Aufsicht ist.
Badetücher, Windeln oder Kleidung, die nach dem Baden benötigt
werden, sollten vor dem Bad nahe der Wanne deponiert werden. Dann ist
alles zur Hand und das Baby bleibt nicht allein in der Wanne, weil
die nötigen Siebensachen erst zusammengesucht werden müssen.

Sturzquelle Wickeltisch

Stürze vom Wickeltisch können Knochenbrüche, Schädelprellungen und
innere Blutungen verursachen. Ein vom Wickeltisch gestürztes Kind
sollte daher immer einem Unfallarzt vorgestellt werden, auch wenn
sich zunächst keine Symptome zeigen. Stürze vom Wickeltisch häufen
sich ab dem 5. Lebensmonat, wenn der Säugling gelernt hat, sich zu
drehen.

Sicherer ist eine weiche Decke auf dem Fußboden. Das Kind kann
nicht herunterstürzen, es gibt keine scharfen Kanten und viel Platz
ist da zum Wickeln und Turnen.

Wer sich für den Wickeltisch entscheidet, sollte einen großen
Tisch (etwa 70 cm x 80 cm) mit gerundeten Ecken anschaffen und ihn in
die Zimmerecke stellen - dann sind bereits zwei Seiten durch die
Wände gesichert.

Teppiche oder besser kleine Kissen, die um den Wickeltisch herum
liegen, können einen eventuellen Sturz des Babys abfedern.

"Immer eine Hand am Kind ..."

Vor dem Wickeln sollte alles Nötige in Griffweite liegen. Eine
Hand ist immer am Kind, das gilt auch für Babys unter fünf Monaten:
Sie können vom Wickeltisch fallen, wenn sie tüchtig zappeln. Wenn das
Telefon läutet oder es an der Haustür klingelt, nehmen Sie das Kind
mit oder legen Sie es auf den Boden (Teppich oder Teppichboden).
Oder: Ignorieren Sie das Telefon - das Kind ist wichtiger!

Über die DSH:

Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) informiert über Unfallgefahren
in Heim und Freizeit. Mit ihrer Arbeit will die gemeinnützige DSH
dazu beitragen, die hohen Unfallzahlen zu senken: Pro Jahr
verunglücken in Deutschland rund 5,9 Millionen Menschen in den
vermeintlich sicheren eigenen vier Wänden, bei der Gartenarbeit, beim
Heimwerken, beim Sport oder bei anderen Freizeitaktivitäten.



Pressekontakt:
Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin.
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de.

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Datum: 15.01.2015 - 08:30 Uhr
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