Nuklearchemie: Forschung und Perspektiven

Nuklearchemie: Forschung und Perspektiven

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Nuklearchemie: Forschung und Perspektiven



(pressrelations) -
In ihrem Positionspapier vom Januar 2015 hat die Fachgruppe Nuklearchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) auf 25 Seiten die vielfältigen Themen nuklearchemischer Forschung und Anwendung zusammengestellt. Die Broschüre zeigt, dass das Fachgebiet der Nuklearchemie für eine Vielzahl wissenschaftlicher Fragestellungen und wichtiger gesellschaftlicher Themen relevant und erforderlich ist. Daher sieht die GDCh-Fachgruppe ihre Ziele und Aufgaben in der Sicherung einer ausreichenden Forschungs-, Lehr- und Ausbildungskapazität in den Fächern Kern-, Radio- und Strahlenchemie.

Kernchemische Themen und Arbeitsmethoden sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Verschiedene Arbeitsschwerpunkte mit hoher grundlegender gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Relevanz haben sich in den letzten Jahrzehnten herausgebildet. Dazu zählen u.a.: die Entwicklung nuklearmedizinisch nutzbarer Substanzen für Diagnostik und Therapie, die nukleare Forensik, welche Herkunft und Zusammensetzung sichergestellter unbekannter nuklearer Stoffe feststellt, die Radioanalytik in der Umweltüberwachung oder der Strahlenschutz. Als wichtige Aspekte der Energiewende sind der sichere Betrieb von Kernkraftwerken, ihr Rückbau, die nukleare Entsorgung und die Endlagerforschung nach wie vor bedeutende Themen der Nuklearchemie, die allerdings in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert werden. In der Grundlagenforschung stehen Eigenschaften und Verhalten der Actinide, eng verknüpft mit der Erzeugung und Untersuchung noch schwererer Elemente, im Vordergrund; die Tritiumchemie spielt bei der Entwicklung der Fusionstechnologie eine wichtige Rolle. Die Kosmochemie beschäftigt sich mit der Analyse extraterrestrischer Materie, während die Isotopengeochemie an der Aufklärung geologischer Prozesse interessiert ist.

Im Gegensatz zu den vielen Tätigkeitsfeldern, so die GDCh-Fachgruppe Nuklearchemie, hat sich in den vergangenen 20 Jahren die Anzahl der Hochschulen und Universitäten in Deutschland, an denen Nuklearchemie gelehrt wird, signifikant verringert.



Das Positionspapier kann eingesehen werden unter www.gdch.de/nuklearchemie oder als Broschüre angefordert werden unter pr@gdch.de.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter die 1956 gegründete Fachgruppe Nuklearchemie mit derzeit 251 Mitgliedern, davon 52 studentische Mitglieder. Die Fachgruppe sieht ihre Hauptaufgabe in der Förderung von Kern-, Radio- und Strahlenchemie sowie der dort tätigen Studenten, Techniker und Wissenschaftler. Dabei soll die Unterrichtung über neue Ergebnisse und Anwendungen besonders im Vordergrund stehen.


Kontakt:

Dr. Renate Hoer
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Öffentlichkeitsarbeit

Tel. +49 69 7917-493
Fax +49 69 7917-1493

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Datum: 22.01.2015 - 16:15 Uhr
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